Archive for Dezember 16th, 2018

16. Dezember 2018

»Diese Männer behandelten uns wie Tiere« Über das Martyrium in der Gewalt des »IS« und die Aussicht auf Versöhnung in Syrien. – Karin Leukefeld (junge Welt)

Ein Gespräch mit Nodschud Harfusch und Suhair Ali.

Aus dem syrischen Küstengebirgsort Baramanat Al-Mascheich stammt Suhair Ali, bis Dezember 2013 Direktor der staatlichen Gesellschaft für Spinnerei und Weben. Ausgebildet worden war der Ingenieur in Moskau, wo er seine erste Frau Olga kennenlernte. Aus dieser Ehe, die inzwischen geschieden ist, hat Suhair Ali zwei Kinder, Marjam und Samer. 2010 heiratete Suhair Ali seine zweite Frau, die Lehrerin Nodschud Harfusch. Aus dieser Ehe stammt Mahmud Ali, der heute sieben Jahre alt ist. Bis auf Samer, der in Moskau arbeitete, lebte die Familie in Adra, einem östlichen Vorort von Damaskus. Das Haus in Baramanat Al-Mascheich war für die Familie Ferien- und Wochenenddomizil. Beide Ehepartner arbeiteten, die Tochter studierte in Damaskus, in Adra hatten sie eine Wohnung in einer für staatliche Angestellte errichteten Siedlung. Suhair Ali war ein viel beschäftigter Mann, die syrischen Textilien waren wegen ihrer hohen Qualität international gefragt. Seine Frau Nodschud unterrichtete Englisch am Gymnasium in Adra. Die älteste Tochter Marjam studierte in Damaskus, als 2011 die Proteste in Syrien begannen, aus denen sich ein Krieg entwickelte. Am 11. Dezember 2013 wurde die Familie von maskierten und schwerbewaffneten Männern in ihrer Wohnung überfallen. Suhair Ali wurde entführt. Nodschud Harfusch brachte sich mit den Kindern Marjam und Mahmud Ali im Keller des Gebäudes in Sicherheit. Sie und die Kinder wurden wenige Tage später verschleppt. Erst drei Jahre später, im Dezember 2016, wurden sie freigelassen. Ihr Mann Suhair Ali kam erst nach vier Jahren wieder frei, im Dezember 2017. Karin Leukefeld traf die Familie in ihrem Heimatort Baramanat Al-Mascheich.

Zum Interview: https://www.jungewelt.de/artikel/345528.nahost-diese-m%C3%A4nner-behandelten-uns-wie-tiere.html

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16. Dezember 2018

BBC-Reporterin gibt zu: Sender sucht aktiv „russische Spur” bei Gelbwesten-Protesten (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20181216323301241-bbc-korrespondentin-russische-spur-bei-gelbwesten/   16.12.2018

Eine Mitarbeiterin des Russland-Dienstes der BBC hat in einer Korrespondenz mit einem Kollegen verraten, dass der Sender aktiv auf der Suche nach der „russischen Spur“ bei den Gelbwesten-Protesten in Frankreich sei. Die Journalisten sollen angewiesen worden sein, nach jedem Hinweis zu suchen, der nach Moskau führt.

Sputnik liegt die Korrespondenz der BBC-Korrespondentin Olga Iwschina mit einem russischen Journalisten vor, der in den sozialen Netzwerken die Proteste in Frankreich beleuchtet.

Die Korrespondentin fragt den Russen mit Nachdruck danach, ob man nicht doch etwas „Russisches“ an den Protesten finden könne. Dieser antwortet ihr jedoch, dass er bisher keinen russischen Bürger bei den Protesten gesehen habe.

Diese Antwort findet die BBC-Mitarbeiterin jedoch nicht zufriedenstellend. „Vielleicht kassiert irgendein russisches Geschäft davon stark ab? Vielleicht essen die dort massenweise Frikadellen?“, fragt die Journalistin.

Die Frau fragte auch, ob Vertreter der rechtskonservativen „Front National“ bei den Protesten dabei seien und ob sie über Putin und eine mögliche Verbindung zu Moskau sprechen würden. Der russische Korrespondent verneinte das ebenfalls.

Die Reporterin wollte jedoch nicht aufgeben: „Aber vielleicht geben dort die Rechtsextremisten den Ton an? Und die kann man schon mit Putin in Verbindung bringen.“ Sie müsse nach unterschiedlichen Blickwinkeln suchen, weil der Sender hinter dem „Blut“ her sei.

Schon vor einigen Tagen tauchten im Netz erwartungsgemäß Spekulationen über „die Hand des Kremls“ bei den heftigen Protesten in Frankreich auf. Hauptsächlich sind sie dem ukrainischen Geheimdienst SBU zu verdanken, der den russischen FSB für die Krawalle verantwortlich machte.

Auch britische Medien standen ihm in nichts nach, als sie von „Hunderten Accounts in den sozialen Netzwerken“ berichteten, die angeblich direkt mit dem Kreml verbunden sein sollen. Zudem tauchten auf Twitter Videos auf, die manche als „Beleg“ für die russische Einmischung betrachten würden.

Daraufhin kündigte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian Ermittlungen an, um die Gerüchte um die „russische Spur“ zu prüfen.

16. Dezember 2018

STOP THE CONSTRUCTION OF U.S. MILITARY BASE IN HENOKO!Stop the construction of U.S. military base at Henoko.

The Coalition Against U.S. Foreign Military Bases supports the democratic will of the Okinawan people and opposes U.S. military base construction at Henoko.

Memory of the death and destruction of the Battle of Okinawa is deep and still present today, as the Japanese central government, in cooperation with the Pentagon, attempts to build yet another U.S. airstrip, one which would destroy pristine Oura Bay in Henoko, despite opposition from some 80 percent of the Okinawan people and their governor, Denny Tamaki.

Ignoring the people’s will and international opposition, including from many U.S. military veterans, the Japanese government began pouring soil and sand into Oura Bay before noon on December 14 in Nago’s Henoko district. The U.S. Navy claims the construction is necessary to replace U.S. Marine Corps Air Station Futenma, often called “the most dangerous airbase in the world.” That hugely unpopular base, which the U.S. has been promising to shut down since 1996, is currently in the densely populated residential area of Ginowan.

The airstrip will endanger the people, despoil a pristine environment and destroy endangered sea life, including the last few dugong (a marine mammal related to the manatee), which, according to Okinawan mythology, “has divine status—a messenger of the sea gods,” says Hideki Yoshikawa, secretariat of the nongovernment organization Citizens’ Network for Biodiversity in Okinawa. “Today, however, there are only between three and 10 alive.” The peace movement on Okinawa is remarkably diverse, like nature itself, but it is united by a common philosophy: a belief in nuchi du takara: all life is precious.

The excuse that the base is needed for defense is a thin pretext. Satoko Oka Norimatsu, co-author of Resistant Islands: Okinawa Confronts Japan and the United States, wrote, “The people there know that the military only attracts violence and death, instead of peace and stability.” As Hiroji Yamashiro, the charismatic and popular leader of the anti-base movement, said to people gathering at Henoko, “The American military stole our land to build bases then they used these bases to wage wars around the world. If they build a new base here, they will use it to fight new wars [but] if we win here, we can send a message of peace around the world.”

This is a crisis of democracy, as the U.S. military and the right-wing Japanese government under Shinzó Abe are trampling on the democratic will of the people of Okinawa in order to build yet another base. Okinawa Gov. Denny Tamaki said, “I cannot help feeling strong resentment toward the work being carried out in defiance of the prefectural residents’ will.”

The Okinawan people and their prefectural government have done everything they can to prevent the base in Henoko being built as a replacement—and will continue their efforts to stop it if it begins. The vigil at the gate has continued for more than 5,000 days and the actual sit-in blocking construction vehicles, which has been joined by many internationals, has gone on more than 1,000.

The people of Okinawa have experienced 73 years of occupation, the taking of precious farming land, and now some 30 U.S. military facilities and 25,000 military personel on this small island. They are fed up with the pollution, noise, violent crime and accidents caused by the U.S. military and do not want any new bases built in the prefecture.

We call upon all people-loving people to join the people of Okinawa in opposing the construction of the U.S. Military Base in Henoko. We urge you to sign the people’s petition to the White House demanding that the construction be stopped until a democratic referendum can be held in Okinawa.

To sign the petition please CLICK HERE.

Coalition Against U.S. Foreign Military Bases

https://noforeignbases.org

16. Dezember 2018

Rechtsphilosoph Reinhard Merkel im Deutschlandfunk-Interview mit Jörg Münchenberg zum Migrationspakt

Warum er ihn kritisch sieht, obwohl er keinerlei rechtliche Bindung für die Nationalstaaten haben wird.

Zum ganzen Interview: „Zustimmen – mit einer ganzen Reihe von Vorbehalten“

https://www.deutschlandfunk.de/un-migrationspakt-zustimmen-mit-einer-ganzen-reihe-von.694.de.html?dram:article_id=435468

16. Dezember 2018

EU: Hände weg von Afrika! 27.11.2018 Aufruf gegen den EU-Afrika Gipfel am 18. Dezember 2018 in Wien. (Bündnis gegen die Ausplünderung Afrikas)

Als letzter Gipfel im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs soll am 18. Dezember in Wien der sogenannte „EU-Afrika Gipfel“ stattfinden. Unter der Leitung Österreichs wollen sich die führenden Regierungschefs der EU-Länder sowie einzelne Repräsentanten der Afrikanischen Union treffen um die „wirtschaftlichen Potentiale“ Afrikas für die EU zugänglich zu machen.

Nicht nur als ehemalige Kolonialmächte haben die europäischen Staaten an der Zerstückelung, Ausbeutung und Unterdrückung der Afrikanischen Länder und Völker eine nachhaltige Verwüstung des afrikanischen Kontinents erzeugt. Auch als heutige imperialistische Mächte führen sie die Verwüstung im Rahmen der EU weiter und unterdrücken damit jegliche eigenständige wirtschaftliche Entwicklung.

Mit den sogenannten „Economic Partnership Agreements“ (EPAs) wurde von der EU ein Freihandelsabkommen durchgeboxt das die wirtschaftliche Unterwerfung der Mehrheit der afrikanischen Länder zum Ziel hat. Der Markt großer Teile Afrikas soll mit europäischen Produkten überflutet werden (wie beispielsweise EU-subventioniertes Milchpulver oder Geflügel) und die einheimischen Produkte verdrängen, Exporte von Rohstoffen wie Öl, Gas, Erz, Aluminium… wurden in diesem Abkommen zollfrei gestellt, was nichts anderes wie eine billige Ausplünderung der natürlichen Ressourcen bedeutet. Die mächtigen Länder der EU, die Imperialisten, quetschen Milliarden an blutigen Profiten aus den Afrikanischen Ländern, ganz in der Tradition des alten Kolonialismus! Freihandelsabkommen wie „EPA“ zerstören die Lebensgrundlage von hunderten Millionen Menschen, zig Tausende werden dadurch zum Hungertod verurteilt, und Millionen zur Flucht gezwungen. Diejenigen die es zum Mittelmeer schaffen, werden zu Zehntausenden darin ertränkt und jene die diese Reise überleben, als billigste Arbeitskräfte in den Grenzen Europas ausgebeutet.

Aber auch die militärische Einmischung der EU in Afrika soll verstärkt werden. Auch das „neutrale“ Österreich liefert nicht nur Waffen an kriegsführende Parteien in Afrika, es unterstützt auch militärische Interventionen und Besatzungen vor allem von Frankreich politisch und fallweise mit eigenen Soldaten, die den wirtschaftlichen Profit „absichern“ sollen. Mit den geplanten EU-Anhaltelagern in Afrika soll nun überhaupt eine „Europäische“ Zone in Afrika eingerichtet werden, was einer Besetzung von fremden Territorien gleichkommen würde.

Dieser Gipfel markiert eine weitere Spitze des Raubzugs der für den Profit weniger mächtiger Länder einen geschundenen und ausgebluteten Kontinent hinterlassen hat. Aber gleichzeitig auch einen Kontinent voller vielfältiger Traditionen des Widerstandes und lebendiger Volksbewegungen gegen Ausbeutung und Fremdbestimmung!

Als demokratisch gesinnte Menschen, als Antiimperialisten wollen wir dem zynischen „Hilfe-vor-Ort Gipfel“ einen Protest unter der Losung „EU: Hände weg von Afrika!“ entgegenstellen. Wir stehen Seite an Seite mit all jenen die in den Ländern Afrikas seit Jahrzehnten und Jahrhunderten gegen Kolonialismus und Imperialismus kämpfen und den Weg der Selbstbestimmung und eigenständigen Entwicklung gewählt haben. Wir unterstützen diesen Weg und rufen deshalb dazu auf in verschiedenen Formen gegen den geplanten Gipfel zu protestieren und am 17./18. Dezember in Wien ein kraftvolles Zeichen zu setzen!

* EU: Hände weg von Afrika! Gegen jegliche Einmischung der EU in Afrika!
* Sofortige Rücknahme der EPAs (Economic Partnership Agreements)!
* Keine Beteiligung an militärischen Interventionen in Afrika, nein zu Waffenexporten aus und durch Österreich! Raus aus EU-SSZ, Battlegroups und Frontex!
* Nein zu Flüchtlingsanhaltelagern in Afrika, gleiche Rechte (Bleibe- und Arbeitsrecht) für alle die hier leben!
* Unterstützt den Widerstand der afrikanischen Völker!
* Hoch die Internationale Solidarität!

Gruppen und Organisationen, die diesen Aufruf unterstützen und sich am Bündnis beteiligen wollen, sind eingeladen sich bei uns zu melden:aik@antiimperialista.org

16. Dezember 2018

Deutsches Projekt „Ukraine“: Störenfried oder Erfolgsmodell? (RT Deutsch)

https://deutsch.rt.com/meinung/81149-gelingt-es-ukraine-kein-storenfried-sein/
15.12.2018

Nach dem Grenzvorfall von Kertsch geriet der Ukraine-Konflikt wieder in die Schlagzeilen. In deutschen Medien wurde aufs Neue betont, wie „umstritten“ oder gar „schädlich“ beispielsweise Nord Stream 2 sei. Dann ebbte die Kampagne wieder ab. Wieso?

von Wladislaw Sankin

Die außenpolitischen Sprecher fast der ganzen deutschen politischen Mitte – CDU, die Grünen und SPD – trafen sich am 14. Dezember im Europaforum der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Berlin, um über die deutsche Russland- und Ukrainepolitik zu sprechen. Anlass war die Ausstellungseröffnung zur Geschichte der deutsch-ukrainischen diplomatischen Beziehungen. Der Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, wurde mit einem Impulsvortrag erwartet, konnte jedoch aus Krankheitsgründen nicht erscheinen. Der ukrainische Botschafter Andrij Melnick löste ihn ab.

In den Tagen nach dem sogenannten Kertsch-Vorfall sorgte er mit der Forderung, deutsche Kriegsschiffe ins Schwarze Meer zu entsenden für Schlagzeilen. Auf dem Podium eines CDU-Hauses bekam er nun die Gelegenheit, vor deutschen Parlamentariern und Diplomaten seine Position zu verdeutlichen bzw. zu korrigieren. Doch seine Rhetorik klang diesmal nicht mehr alarmierend. Zunächst redete Melnick allgemein über „Maßnahmen, um Russlands Aggression zu stoppen“ – Vorschläge lägen auf dem Tisch.

Auf die Nachfrage des Moderators, um welche Maßnahmen es sich handeln könnte, sprach er plötzlich nicht mehr über ukrainische, sondern über deutsche Vorschläge – die OSZE-Mission auf das Asowsche Meer zu erweitern. Diesen Vorschlag brachte am 6. Dezember beim OSZE-Außenministertreffen in Mailand Bundesaußenminister Heiko Maas zum Ausdruck. Kleinlaut erwähnte Melnick auch das Projekt Nord Stream 2: „Darüber könnte man wieder reden“. Er hoffe, dass die Bundesregierung ein guter Vermittler sein könnte, so Melnick.

Was ist passiert? Schließlich unterstellten deutsche Medien und Politiker noch vor zwei Wochen Russland die Blockade ukrainischer Schiffe und damit einer „Strangulierung“ der Ukraine. Der ukrainische Premier Wladimir Groismann donnerte im deutschen Fernsehen: Nord Stream 2 sei eine geopolitische Waffe im verdeckten Krieg Russlands gegen Europa.

Der CDU-Obmann für Außenpolitik, Roderich Kisewetter, der Anfang Dezember in Moskau war, sagte nun in der Runde, Russland habe beim Grenzvorfall in der Straße von Kertsch möglicherweise „überreagiert“. Der Fehler Russlands bestünde lediglich darin, dies öffentlich nicht einzugestehen. Haben seine russischen Kollegen ihn überzeugen können, dass es die Ukraine war, die an der Straße von Kertsch provoziert hat?

Der CDU-Mann wird das natürlich nicht zugeben. Er hat auch in dieser Situation einen Anlass gefunden, die Ukraine zu loben – dafür, dass sich das Parlament gegen die Forderungen des Präsidenten stellte und das Kriegsrecht in einer entschärften Form beschloss. Dies sei Ausdruck von Demokratie. Aber das ist eine innenpolitische Angelegenheit. In der ukrainischen Außenpolitik kommt die Bundesregierung mit der Ukraine offenbar nicht mehr überein.

Zwar betrachtet beispielsweise die CDU das Schicksal der Ukraine nach wie vor in einem geopolitischen Spannungsfeld zwischen Russland und der EU/NATO, wie das neue Positionspapier zur Ukraine es beschreibt. Dann wird jedoch klar, worum es der deutschen Politik wirklich geht: „Wir sollten in unserer Nachbarschaft keine instabilen Verhältnisse haben.“

Diesen Wunsch hat sich der ukrainische Botschafter offenbar zu Herzen genommen. In seiner Abschlussrede bedauerte er zwar die deutsche „Unentschlossenheit“. „Wir wünschen, dass für uns viel mehr getan wird“, sagte er und meinte damit weitere Sanktionen gegen Russland. Für mehr deutsches Engagement warb er mit einem anderen Ansatz – wirtschaftlich biete die Ukraine sehr viel Möglichkeiten für die EU und Deutschland. Und dann meinte er: „Wir wollen kein Störenfried und kein Problemfall sein.“

Also weg von der Opferrolle und hin zu Erfolgsmeldungen? Dass diese nicht aus dem militärischen Bereich kommen sollen, mag man zwar bezweifeln – wenn man die Meldungen über die Zusammenballung der ukrainischen Langstreckenartillerie nahe Mariupol anschaut. Es sind Meldungen, die bereits Alarmbereitschaft bei den Streitkräften der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik auslösten.

Doch Andrij Melnick ist dabei, ein Vertrauensverhältnis zur neuen CDU-Vorsitzenden Annegrett Kramp-Karrenbauer aufzubauen. Er sei nach ihrer Wahl sogar optimistischer denn je, dass die deutsche Ukraine-Politik kontinuierlich bleibt. Und sie ist kontinuierlich, aber so, wie die deutsche Regierung es sich vorstellt. Wie mehrmals schon verkündet, trotz Druck von USA und EU, will sie das russische Gas, was weitere Unterstützung des Nord Stream 2 bedeutet. Das machte sie am Freitag gegenüber den russischen Medien erneut deutlich. Aber sie will auch, dass ihr Projekt „Ukraine“ nicht zum Misserfolg wird. Dieses gilt nach wie vor, „mit Geduld und Nachdruck zu unterstützen“. Dafür sollte dort aber Frieden und keine „instabilen Verhältnisse“ herrschen.

Das lässt wenig Raum für Provokationen und Abenteuerlichkeiten. Aber Deutschland ist nicht die einzige Ordnungsmacht in der Ukraine. Die erstgrößte waren und bleiben die USA. Ob es im Interesse der USA ist, dass die Ukraine kein „Störenfried“ mehr sein soll, mag man bezweifeln. Im US-Fernsehen auf dem Kanal Fox News hat Petro Poroschenko vor wenigen Tagen Wladimir Putin beinahe den Krieg erklärt. Eine nennenswerte Reaktion der US-Regierung darauf blieb aber bislang aus.

16. Dezember 2018

#Aufstehen Betriebsratsbehinderung stoppen! Protest vor Toys R Us in Berlin

16. Dezember 2018

Anschlag am Breitscheidplatz : Anis Amris rätselhafter Freund. Der Tunesier Bilel B. galt nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz vor zwei Jahren als möglicher Mitwisser. Doch dann wurde er im Rekordtempo abgeschoben. Warum (Zeit Online)

Staatssekretärin Emily Haber spricht mit dem Botschafter, beschleunigt die Ausstellung nötiger Dokumente. Normalerweise dauert das Wochen, eher Monate. B.s Anwalt versucht, die Abschiebung noch zu stoppen, doch sein Eilantrag geht angeblich zu spät ein. Hat das etwas damit zu tun, dass das Gericht zuvor wegen eines möglichen Eilantrags „sensibilisiert“ wurde, wie es in einem Vermerk der Landesdirektion Sachsen heißt?

den ganze Beitrag lesen:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/anschlag-breitscheidplatz-bilel-b-anis-amri-brueder-abschiebung/komplettansicht

16. Dezember 2018

Solidarität mit den Gelbwesten – Erklärung DKP-Parteivorstand

In diesen Tagen erlebt Europa eine Massenbewegung in Frankreich, die „gilets jaunes“ (Gelbwesten). Ihr Widerstand richtete sich zunächst gegen die Erhöhung der Diesel- und Benzinsteuer, die vor allem Pendler in ländlichen Regionen trifft. Doch längst hat dieser Widerstand eine neue Ebene erreicht. Die Gelbwesten erheben Forderungen, die auf die Abwehr des neoliberalen Angriffs auf die Lebensverhältnisse der französischen Lohnabhängigen und breite Bevölkerungsteile abzielt. Es geht um die Erhöhung von Renten und Mindestlöhnen; es geht um die Bekämpfung von Fluchtursachen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit; es geht um die Rücknahme von Privatisierungen und Eingriffe in die Verfügungsgewalt über die Betriebe.

Die Regierung unter Macron versuchte und versucht diese Gelbwesten-Bewegung zu zerschlagen. Die französische Regierung ignorierte die Proteste; die französische Regierung diffamierte die Proteste; die französische Regierung versuchte, die Gelbwesten durch Zugeständnisse zu spalten; und sie hetzte die Polizei auf die Gelbwesten. Die ungeheure Brutalität, mit der die Polizeikräfte vorgegangen sind, beweist, dass sich hinter der demokratischen Maske der „westlichen Wertegemeinschaft“ nichts anderes verbirgt als die nackte Reaktion.

Aber das alles ändert nichts daran: Die Gelbwesten bleiben stabil. Und selbst wenn es den Herrschenden in Frankreich gelingen sollte, die Proteste zu zerschlagen: Die „gilets jaunes“ sind zum Symbol für den Widerstand der Völker in Europa geworden.
Die deutsche Monopolpresse lügt, wenn sie die Gelbwesten als eine Gefahr für die Demokratie verleumdet, und macht sich zum Komplizen des Macron-Regimes. Der Kampf des französischen Volkes ist ein demokratischer Kampf, der nur für eine Minderheit in Frankreich eine Gefahr darstellt: für die Superreichen, das Kapital. Dieser Kampf richtet sich gleichzeitig gegen die Europäische Union der Banken und Konzerne – ein Instrument zur forcierten Ausbeutung und Aggression gegen alle Völker und Staaten, die den ungehinderten Zugriff der Monopole auf Rohstoffe, Absatzmärkte und billige Arbeitskräfte behindern. Dieser Kampf richtet sich also in der Konsequenz auch gegen die Superreichen und ihre Banken und Konzerne in Deutschland, deren Instrument die EU ist.

Der Widerstand gegen das EU-Europa der Monopole – seien es die Gelbwesten in Frankreich oder der vom englischen Volk erzwungene EU-Austritt Großbritanniens – sind gleichzeitig Teil eines Kampfes gegen imperialistische NATO-Staaten unter Führung des US-Imperialismus. Denn zur Aufrechterhaltung und Verteidigung des imperialistischen Weltsystems ist die EU von strategischer Bedeutung. In diesem Sinne ist der Kampf der Gelbwesten objektiv – egal wie unausgereift einzelne Forderungen sein mögen – zutiefst humanistisch, antiimperialistisch und internationalistisch.

Deswegen sagen die deutschen Kommunistinnen und Kommunisten: Solidarität mit den Gelbwesten – sprechen wir französisch mit Merkel und EU!
Als Zeichen der internationalen Solidarität wird die DKP mit ihrem Demo-Block am 13. Januar 2019 auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in gelben Signalwesten auftreten. Wir rufen alle Demonstrantinnen und Demonstranten auf, unserem Beispiel zu folgen!

16. Dezember 2018

War for Export: Germany’s Bloody Secret I Deutsche Untertitel

16. Dezember 2018

Report aus #Paris | Was wirklich in #Frankreich passiert | 451 Grad #Gelbwesten #GiletsJaunes

16. Dezember 2018

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration

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