Vor 75 Jahren verübte die Wehrmacht in der Ortschaft Kalavryta ein Massaker an griechischen Zivilisten (junge Welt)

Massaker in Kalavryta am 13. Dezember 1943. Die Soldaten trieben die Einwohner zusammen. Die Männer wurden aus der Stadt geführt, Frauen und Kinder in der Schule eingesperrt. Anschließend wurde die Stadt durchsucht. Alles Brauchbare, Geld- und Wertbestände der Bürger und der Filiale der Griechischen Staatsbank konfiszierte das Wirtschaftskommando der Wehrmacht. Danach steckte man die Stadt in Brand. Auch das Schulgebäude wurde von den Flammen erfasst. Nur durch Zufall konnten sich Frauen und Kinder retten. Inzwischen waren mehr als 500 Männer im Alter zwischen 13 und 77 Jahren – mehr als ein Drittel der Einwohnerschaft – ermordet worden. Am Nachmittag fanden die Frauen die Toten und einige schwerverwundete Überlebende. Da alle Transportmittel und Werkzeuge verbrannt waren, zogen die traumatisierten Frauen die häufig grässlich verstümmelten Leichen auf Decken zum etwa 700 Meter entfernten Friedhof. Den gefrorenen Boden mussten sie mit Tonscherben, oft mit den bloßen Händen, aufkratzen. Die eisigen Nächte verbrachten die Überlebenden in den beschädigten, einsturzgefährdeten Häusern. Um Hilfe von außerhalb zu unterbinden, legten die Mörder einen Sperrgürtel um die Stadt.

Am 14. Dezember kehrten die Wehrmachtssoldaten in ihre Unterkünfte zurück. Die blutigste Aktion der Wehrmacht gegen die griechische Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg war beendet.

den ganzen Artikel hier lesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/345086.verbrechen-der-wehrmacht-stadt-der-m%C3%A4rtyrer.html