Die Gelbwesten. Die sich zur Wehr setzenden französischen Untertanen kämpfen gegen das sich abzeichnende Ende der Demokratie in ihrem Land. – von Diana Johnstone (Rubikon)

Emmanuel Macron, das ist das Kunstprodukt, das der französischen Wählerschaft durch eine großangelegte Medienkampagne verkauft wurde. Von der Finanzoligarchie an die Macht gehievt, sollte er für sie „Europa retten“ — die EU aus dem Sumpf ziehen. Doch der Glanz der Herrschaft, mit dem er sich so gerne umgibt, verblasst. Dafür sorgen seine Untertanen, mit ihren Westen in unübersehbarem leuchtendem Gelb.

Etwa zwei- oder dreihundert Jahre lang hatten Menschen, die man als „links“ bezeichnen könnte, gehofft, dass vom Volk ausgehende Bewegungen positive Veränderungen hervorbringen würden. Heute scheinen viele Linke Angst vor solchen Bewegungen zu haben und überzeugt zu sein, „Populismus“ führe unweigerlich zu „Faschismus“. Diese Haltung ist einer von vielen Faktoren, die darauf hindeuten, dass zukünftige Umwälzungen von der Linken, wie sie sich heute darstellt, nicht angeführt werden. Die, die den Wandel fürchten, werden nicht zur Stelle sein, um ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Doch Wandel ist unvermeidbar – und er muss nicht zum Schlechteren sein.

weiterlesen
https://www.rubikon.news/artikel/die-gelbwesten