Russlands Außenminister Sergej Lawrow schließt nicht aus, dass der jüngste Vorfall in der Straße von Kertsch als Vorwand genutzt werden konnte, das geplante Treffen der Präsidenten Russlands und der USA beim G20-Gipfel in Argentinien zum Scheitern zu bringen.
„Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien und jeglichem Denken dieser Art. In letzter Zeit hat es aber zu viel Übereinstimmungen gegeben, wenn es im Vorfeld bedeutsamer Ereignisse plötzlich zu einer Provokation kommt, die dann sofort unter anderem für eine Verschärfung der Sanktionsrhetorik genutzt wird“, sagte Lawrow am Sonntag gegenüber dem TV-Sender „Rossija-1“ auf eine entsprechende Frage.
Am Donnerstag wurde berichtet, dass US-Präsident Donald Trump das geplante Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin für Samstag in Argentinien abgesagt hatte.Es war geplant, dass sich Trump und Putin beim G20-Gipfel in Argentinien treffen. Der US-Staatschef hatte zuvor gedroht, das Treffen wegen des Vorfalls in der Straße von Kertsch abzusagen. Zuerst wolle er aber einen Bericht dazu lesen.
