Archive for Oktober 22nd, 2018

22. Oktober 2018

Werden russische Raketen bald auf US-Stützpunkt in Ramstein gerichtet? (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20181022322718733-inf-ausstieg-ramstein-ins-visier/

Nikolaj Jolkin, 22.10.2018

Der Beschluss der USA, aus dem INF-Vertrag auszusteigen, trifft in erster Linie ihre Verbündeten in Europa, weil dann die 1987 abgezogenen Mittelstreckenraketen dort wieder stationiert werden, erklärte im Sputnik-Gespräch der russische Militärexperte Viktor Litowkin.

In diesem Fall wird sich Russland gezwungen sehen, seine Raketen auf jene Staaten zu richten, die es den USA erlauben, ihre Pershings und Cruise Missile wieder auf ihrem Boden zu stationieren, betont er.

„Dies sind aber praktisch alle NATO-Mitgliedsstaaten, die inzwischen ihre Souveränität eingebüßt zu haben scheinen. Also wird jetzt Europa wieder im Visier der russischen Raketen leben. Das betrifft vor allem Deutschland, Frankreich, Großbritannien und vielleicht auch Italien, in denen sich amerikanische Militärstützpunkte befinden. Eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und den Ländern Europas kommt dann vor diesem Hintergrund nicht mehr in Frage.“

Aus militärischer Sicht war der Vertrag notwendig, um die Gefahr einer gegenseitigen atomaren Vernichtung der beiden Seiten abzuwenden, erläutert der Experte. „Es lag daran, dass die in Europa befindlichen Raketen ihre Ziele in Russland innerhalb von acht bis zehn Minuten erreichen konnten. Die russischen brauchten dazu dieselbe Zeit. Der militärischen Führung der einen wie der anderen Seite wäre keine Zeit für eine wohlerwogene Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen geblieben, falls die Raketen aus Versehen irgendwohin abgeflogen wären. Von daher war die Vernichtung von Raketen dieser Klasse damals eine große Errungenschaft. Sie baute die Konfrontation zwischen den beiden Seiten schlagartig ab und festigte zugleich ihr Vertrauen zueinander.“

Die Kündigung des Vertrags durch die USA kann Russland und andere Länder zur Steigerung des Wettrüstens veranlassen, so Litowkin. „Dies würde ihnen die Wiederherstellung des Kräftegleichgewichts mit den USA ermöglichen, die auf dem Planeten dominieren möchten, während dieser Vertrag sie doch an der Hegemonie hindern würde.“

Eine vielsagende Koinzidenz: fast genau 30 Jahre nach dem Inkrafttreten des Vertrags zwischen der UdSSR und den USA über Mittel- und Kurzstreckenraketen (INF-Vertrag) verkündet der amerikanische Kongress ein Moratorium seiner Umsetzung und will faktisch die stärker werdende Verbindung zwischen Russland und Europa abbrechen

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22. Oktober 2018

Womens’s March on the Pentagon Helps Rebuild Peace Movement

More than 1,000 marched on the Pentagon yesterday but you did not hear about it in the media. The people in power do not want it known that the peace movement is growing. Here is our report on the event and the upcoming Peace Congress on November 10.

https://popularresistance.org/womens-march-on-the-pentagon-helps-rebuild-peace-movement/
22. Oktober 2018

Freitag, 26.10.2018 – Abendveranstaltung mit der Referentin Marianna Schauzu: Wie Fluchtursachen geschaffen werden (Marx-Engels-Zentrum Berlin)

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Immer mehr Afrikaner verlassen ihre Heimat. Umfragen in sechs Subsahara-Ländern ergaben, dass viele – in Ghana bis zu 75 Prozent – den Wunsch hegen, nach Europa oder in die USA auszuwandern. Konkrete Migrationspläne haben bis zu 44 Prozent der Bevölkerung.

Befördert wird der Wunsch nach Auswanderung durch einen hohen Bevölkerungsdruck. Bis 2050 wird eine Verdoppelung der Einwohnerzahl Afrikas prognostiziert. Das bedeutet, dass sich Armut und Hunger weiter ausbreiten werden, ist doch schon jetzt die Landwirtschaft in einigen afrikanischen Ländern nicht in der Lage, ihre Bewohner zu ernähren. Zudem fehlt es an Arbeitsplätzen in Industrie und damit an Kaufkraft.

Doch andererseits verfügt Afrika über das nötige Land, über Wasser und die Arbeitskräfte für eine effiziente Agrarproduktion. Aber ohne eine deutlich stärkere Hilfe von außen wird der Kontinent dieses Potential nicht nutzen können. Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller fordert denn auch eine Verdoppelung der EU-Afrikamittel und die Öffnung der Märkte für alle afrikanischen Güter. Zugleich aber untergräbt die EU mit ihren Exportsubventionen für die europäische Landwirtschaft die Existenzbedingungen der afrikanischen Bauern.

Darüber diskutieren wir am Freitag, dem 26. Oktober 2018, 19.00 Uhr, im MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg, nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 2 Euro

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