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17. Oktober 2018

Highlights des Internationalen Uranium Film Festivals in Berlin 2018 – Gelbe Einstein-Trophäen für atome Filme und Persönlichkeiten

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Das 7. Internationale Film Festival in Berlin endete vergangenen Sonntag, 14. Oktober 2018 im Zeiss-Großplanetarium mit Filmemachern und Gästen aus Schottland, England, Japan, Portugal und den Marshall-Inseln. Das in der Welt einzigartig Filmfest zum Thema Atomkraft vergab in diesem Jahr in Berlin drei Filmpreise, einen Ehrenpreis und mehrere besondere Erwähnungen. Drei weitere Festivaltrophäen werden kommenden Dezember in Window Rock, der Hauptstadt der Navajo-Indianer vergeben. Dann nach Berlin wird das Festival von 29. November bis 12. Dezember auch im Südwesten der USA in Window Rock und fünf weiteren Städten stattfinden. Die Berliner Ausgabe des Internationalen Film Festivals zeigte in diesem Jahr vom 9. bis 14. Oktober im Zeiss-Großplanetarium sowie im Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg mehr als 20 Filme rund um das brisante Thema Kernkraft von der Atombombe bis zum atomaren Müll.

Der „Gelbe Einstein“, die Trophäe des Uranium Film Festivals, ging in der Kategorie Kurzfilm in diesem Jahr an Anointed von Dan Lin mit Kathy Jetnil-Kijiner von den Marshall-Inseln.

„Der Fotograf und Filmemacher Dan Lin und die Poetin Kathy Jetnil-Kijiner verstehen es meisterhaft, Natur, Poesie und atomare Versuche zu vereinen. In ihrem ergreifenden Gedicht klagt Kathy Jetnil-Kijiner die Kernwaffentests der USA in den 1940er und 1950er Jahren und ihre katastrophalen Folgen für das Bikini-Atoll an. So wortgewaltig wie das Gedicht, so ergreifend sind die filmischen Aufnahmen, die Dan Lin von Bikini gemacht hat“, sagt Thomas Zandegiacomo Del Bel, Filmkurator und Medienwissenschaftler für das Uranium Film Festival. In Vertretung von Kathy Jetnil-Kijiner nahm die 16jährige Berlin Philippo von den Marshall-Inseln die Trphäe entgegen.

Mikel Iriarte und Laura Johnson aus England wiederum bekamen den Gelben Einstein für ihren Muppet-Animationsfilm FREDDY AND FUZMO FIX THE WORLD (FREDDY UND FUZMO REPARIEREN DIE WELT). „Freddy und Fuzmo reparieren die Welt ist schlicht eine gut gemachte, die Lachmuskeln stimulierende Muppet-Show zum Thema Atomkrieg und Atomare Gefahren. Dokumentarfilme über die oft deprimierenden Folgen von Uranbergbau und Atomindustrie sind wichtig, doch sie brauchen auch ein Gegengewicht zum schmunzeln und herzhaft lachen. Und das haben Mikel Iriarte und Laura Johnson und ihr Filmteam meisterhaft verstanden und umgesetzt“, so die Begründung der Festivaljury.

Der schottische Filmemacher Ramsay Cameron bekam die Festivaltrophäe für seinen Feature-Dokumentarfilm ONE HUNDRED YEARS OF URGEIRIÇA (Einhundert Jahre URGEIRIÇA). Gekonnt kombiniert Ramsay Cameron einzigartiges Archivmaterial und Augenzeugenberichte und bringt uns eine kuriose wie dramatische Geschichte aus dem äußersten Westen Europas näher, die bis heute nur den wenigsten bekannt war. Die Geschichte der portugiesische Uranmine Urgeirica, die nicht nur eine der ältesten Uranminen der Welt ist, sondern auch Uran für die Atombombenprogramme der USA und Großbritanniens lieferte. Es waren portugiesische Arbeiter, die radioaktives Erz für die ersten Atombomben sprichwörtlich mit Schaufel und Spaten und ohne jeglichen Strahlenschutz aus dem Boden gruben.

Eine Besondere Erwähnung gab es für den aus Japan angereisten japanischen Nachwuchsfilmemacher Takuya Moriyama. Sein erfrischender Dokumentarfilm UNSILENCED: Anti-Nuclear Movement in Turkey (UNSILENCED: Anti-Atom-Bewegung in der Türkei) zeigt eine bislang unbekannte, überraschende Seite der Türkei: Eine türkische Anti-Atomkraftbewegung ohne Schleier, und die kein Blatt vor den Mund nimmt.

Einen Ehrenpreis gab es für Antonio Minhoto aus Portugal. Er war Arbeiter in den Uran-Minen von URGEIRIÇA und setzt sich seit rund 20 Jahren für eine gerechte Entschädigung für die durch Uranbergbau erkrankten Minenarbeiter und ihre Familien sowie für die ökologische Sanierung und Sicherung der aufgegebenen Uranminen und radioaktiven Abraumhalden in der Region ein.

Ausgezeichnet wurden noch weitere Filme, doch die Preisübergabe wird erst im in Window Rock in den USA stattfinden, wo das Internationale Uranium Film Festival kommenden November zum zweiten Mal zu Gast sein wird.

Gelber Einstein, Publikumspreis für den besten Feature Dokumentarfilm:
ATOMIC HOMEFRONT von Rebecca Cammisa aus den USA,

Gelber Einstein, Jurypreis für die beste Art-Dokumentation:
DIGNITY AT A MONUMENTAL SCALE (WÜRDE IN EINER MONUMENTALEN DIMENSION) von Kelly Whalen aus den USA

Gelber Einstein, Nachwuchsfilmpreis für den Dokumentarfilm
URANIUM DERBY von Brittany Prater aus den USA.

Weitere Besondere Erwähnungen für:

Too Precious to Mine (Zu wertvoll für den Bergbau)
von Justin Clifton, USA.
The Safe Side of the Fence (Die sichere Seite des ZaunEs)
von Tony West, USA.
KUANNERSUIT / KVANEFJELD
von Lise Autogena und Joshua Portway, Dänemark, Großbritannien.
Uranium 238 – My Story
von Miodrag Miljkovic, Serbien.

Der Gelbe Einstein

Die Festivaltrophäe, der Gelbe Einstein“ ist eine Kreation des brasilianischen Abfallverwertungskünstlers Getúlio Damado, der im berühmten Künstlerviertel Santa Teresa in Rio de Janeiro lebt und arbeitet. Getúlio verwendet Abfälle, die er in den Straßen von Santa Teresa findet, sowie kaputte Uhren, um an die atomare Zerstörung von Hiroshima zu erinnern. Als die Atombombe über Hiroshima am 6. August 1945 explodierte, blieben die Uhren in Hiroshima exakt um 8:15 Uhr morgens stehen.

Über das Uranium Film Festival

Das ursprünglich 2010 in Rio de Janeiro gegründete Internationale Uranium Film Festival (IUFF) ist das weltweit bekannteste Filmfest, das sich der gesamten Atomaren Kette vom Uranbergbau bis zum nuklearen Abfall gewidmet hat. Hauptförderer des Berliner Uranium Film Festivals war auch ind diesem Jahr das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Das Uranium Film Festival dankt insbesondere auch seinen Schirmherren in Berlin: MdB Klaus Mindrup, Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und Castingdirektor Uwe Bünker.

Kontakt und weitere Informationen

INTERNATIONALES FESTIVALBÜRO
International Uranium Film Festival
Rua Monte Alegre 356 / 301�Santa Teresa / Rio de Janeiro / RJ
CEP 20240-195 / Brasilien
www.uraniumfilmfestival.org

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17. Oktober 2018

Trauerfeier für die deutsche Künstlerin und Friedensaktivistin Ursula Behr, verstorben in Damaskus am 9. Oktober 2018 – Samstag, 20.10.2018 ab 19 Uhr im Coop Antikriegscafé in Berlin

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Unsere Freundin, die deutsche Künstlerin und Friedensaktivistin Ursula Behr  ist am 9. Oktober 2018 im Alter von 58 Jahren nach schwerer Krankheit in Damaskus verstorben.

Wir gedenken unserer Freundin Ursula Behr bei syrischer Musik und syrischen Speisen und zeigen Aufnahmen von ihren Bildern aus Syrien, die im vergangenen Jahr für mehrere Monate im Coop Antikriegscafé ausgestellt waren.

Ursulas letzter und größter Wunsch war es diese Bilder nach Damaskus zu begleiten und dort zu zeigen. Wenige Tage vor ihrem Tod ging dieser Traum in Erfüllung.

Syrische Freunde in Berlin und der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschafari machten diese letzte Reise möglich.

Nur Stunden nach der Eröffnung der Ausstellung ihrer Bilder in der großen Oper in Damaskus verstarb Ursula friedlich. Inzwischen wurde sie in Syrien feierlich beigesetzt. Es gab eine breite Berichterstattung über Ursula in den syrischen Medien. Ihre Bilder werden in Kürze in einer Ausstellung in Aleppo zu sehen sein.

17. Oktober 2018

Warnung vor AfD-Kooperation: Spitzenfunktionärin der Putinpartei u. Beraterin von „Russia Today“

17. Oktober 2018

Deutschland, Russland, Syrien – Die doppelte Moral in Deutschlands Außenpolitik – Von Götz Aly (Berliner Zeitung)

Angela Merkel folgt in ihrer Außenpolitik dem Prinzip der „doppelten Moral“

https://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/deutschland–russland–syrien-ii-die-doppelte-moral-in-deutschlands-aussenpolitik-31445080

17. Oktober 2018

Der deutsche Afrikabeauftragte Nooke klärt auf: Afrika hat nur ein Problem – seine Bewohner – von Kani Tuyala (RT Deutsch)

17.10.2018

In einem aufsehenerregenden Interview ließ sich der deutsche Afrikabeauftragte Günter Nooke unter anderem über die positiven Seiten der Kolonialzeit, die Andersartigkeit Afrikas und die Unwichtigkeit des Handels aus. Nooke wartet auch mit einem bizarren Lösungsansatz in Sachen Migration auf.

Seit einiger Zeit rückt ‚Afrika‘ in den Fokus auch der bundesdeutschen Politik, dies jedoch vor allem um der Frage auf den Grund zu gehen, wie sich der Migrantenstrom aus dem „schwarzen Kontinent“ Richtung Europa möglichst rasch trockenlegen lässt. Allerlei wohlklingende Schlagworte, wie etwa die eines „Marshall-Plans für Afrika“ oder eines „Compact with Africa“, machen seitdem die Runde. Stets betont wird dabei der Aspekt der „Partnerschaft“, zudem der der Augenhöhe, um den Kontinent Hand in Hand endlich aus dem Elend zu führen. Doch haben die entwicklungspolitischen Ansätze eines gemeinsam: Ähnlich der Aufteilung Afrikas bei der Afrika-Konferenz 1884 entstehen sie am Reißbrett selbsternannter „Afrika-Experten“ – die Bevölkerungen und Entscheidungsträger vor Ort dienen bestenfalls als Statisten.

Dass die Bundesregierung den Posten eines Afrikabeauftragten eingeführt hat, ist Ausdruck des Anspruchs, Afrika nun aber wirklich „helfen“ zu wollen und soll diesem ein Gesicht geben. Seit dem Jahr 2010 ist es das Gesicht von Günter Nooke, einem ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und seit 1996 Mitglied der CDU. In seiner aktuellen Funktion obliegt ihm die Koordinierung und Inspiration der deutschen Afrika-Politik. Dass der CDU-Mann vor Arbeitsbeginn keinerlei Expertise vorzuweisen hatte, spricht Bände, spielte aber keinerlei Rolle für die Besetzung dieses exotische Postens.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/afrika/77699-deutsche-afrika-beauftragte-nooke-klart/

Deutschland, die EU und die Realität der „Fluchtursachenbekämpfung“ in Afrika
von Dr. Kani Tuyala, 30.08.2017

Angesichts der Migrationsströme spricht die Bundesregierung mit Blick auf Afrika gerne von einer Partnerschaft zur Fluchtursachenbekämpfung. Doch die Realität vor allem der EU-Handelsbeziehungen mit afrikanischen Staaten lässt die Worte als zynisch erscheinen.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/afrika/56543-deutschland-eu-und-realitat-fluchtursachenbekampfung/

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