Archive for Oktober 8th, 2018

8. Oktober 2018

Besuch in Belgrad: Stoltenberg „erklärt“ Serben Nato-Angriffe 1999 (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20181007322553004-serbien-nato-bombenangriffe/
07.10.2018

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat am Sonntag bei seinem Besuch in Belgrad das für die Militärallianz wohl unangenehme Thema gegenüber Serben erläutern müssen: Die Bombenangriffe des Bündnisses auf Jugoslawien im Jahr 1999. Die Nato hatte damals laut Stoltenberg bloß die Zivilbevölkerung schützen wollen.

Stoltenberg traf sich in Belgrad Medienberichten zufolge mit Studenten und beantwortete ihre Fragen. Viele von diesen Fragen hatten mit den Ereignissen 1999 zu tun.

„Wir haben das zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Verhinderung der weiteren Handlungen des Regimes von Milosevic gemacht“, zitiert die Zeitung „Iswestija“ den Nato-Chef. „Doch die wichtigste Botschaft an Belgrad besteht darin, dass wir in die Zukunft schauen müssen.“

Stoltenberg wurde am vergangenen Samstag in Belgrad vom serbischen Verteidigungsminister Aleksandar Vulin empfangen. Er soll drei Tage in dem Balkanland verbringen. Während des Besuchs soll der Nato-Chef auch den Staatschef Aleksandar Vucic und die Premierministerin Ana Brnabic treffen.

Ein möglicher Beitritt Serbiens steht dabei nicht auf der Tagesordnung. Eine Umfrage vom vergangenen März hatte ergeben, dass knapp 85 Prozent der Serben gegen eine Nato-Mitgliedschaft ihres Landes sind. Dabei sagten 62 Prozent der Befragten, sie würden eine Entschuldigung des Militärbündnisses für die Bombardements von 1999 nicht einmal annehmen.

Im vergangenen Mai hatte Vucic betont, Serbien wolle seine Neutralität bewahren. Deshalb sei ein Nato-Beitritt nicht möglich.

Die Nato hatte die Republik Jugoslawien vom 24. März bis zum 10. Juni 1999 bombardiert. Die Notwendigkeit der Operation Allied Force wurde mit angeblichen „ethnischen Säuberungen“ im Kosovo und Metochien seitens Serbiens begründet. Nach Einschätzungen der jugoslawischen Seite kamen dabei mehr als 2500 Zivilisten ums Leben.

Nato-Angriff 1999: Serbien rollt die Ermittlungen wieder auf

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8. Oktober 2018

Südsudan: Bürgerkrieg fordert beinahe 400.000 Tote (Video) – RT Deutsch


8.10.2018
Die im Jahr 2011 erklärte Unabhängigkeit des Südsudans wurde im Westen einhellig als großer Erfolg gefeiert. Der Krieg im Land sollte durch die Sezession ein Ende finden. Doch nur zwei Jahre später brach im Südsudan ein weiterer Konflikt aus.
Im Bürgerkrieg im Südsudan sind laut einem Bericht des US-Außenministeriums bisher beinahe 400.000 Menschen ums Leben gekommen.
Das Engagement des Westens im rohstoffreichen afrikanischen Land war alles andere als uneigennützig. Doch der Plan scheint vorerst nicht aufgegangen zu sein. Derzeit spielt das Land weder in den Medien noch in der Diplomatie eine Rolle. Einzig das Sterben geht weiter.
Zum Videobericht: https://deutsch.rt.com/afrika/77192-sudsudan-burgerkrieg-fordert-beinahe-400000-opfer/

 

8. Oktober 2018

Beleidigtes Imperium: Fast 60 Jahre totales Embargo gegen Kuba (RT Deutsch)


8.10.2018 •
Vor fast 60 Jahren verhängten die USA eine weltweit und historisch einmalige totale Handels-, Finanz- und Wirtschaftsblockade gegen Kuba. Dieses Embargo von 1960 hält bis heute an und wurde sogar in den 1990er Jahren verstärkt. Eine Zusammenfassung:
Kuba hatte den Bericht über die „Notwendigkeit der Aufhebung der Handels-, Finanz- und Wirtschaftsblockade, die die USA gegen Kuba verhängt haben“ vor der UN-Vollversammlung präsentiert. RT Deutsch dokumentiert in exklusiver deutscher Übersetzung die Aufzählung der Auswirkungen des weltweit einmaligen Systems einer umfassenden Handels-, Finanz- und Wirtschaftsblockade: https://deutsch.rt.com/amerika/77058-imperium-verzeiht-nie-anhaltende-totale-blockade-kuba/

8. Oktober 2018

Russland und die Rechtspopulisten – Medien verschweigen wichtiges Interview (Nachdenkseiten)

https://www.nachdenkseiten.de/?p=46430

Für viele große Medien ist ausgemacht: Russland unterstützt die Rechtspopulisten, um Europa „zu spalten“. Doch was denken Akteure der „Putin-Partei“ tatsächlich über Afd und Front National? Eine prominente russische Politikerin hat nun eindringlich vor den Kontakten mit Rechten gewarnt, da diese den russischen Interessen zuwiderliefen. Der aufschlussreiche Beitrag widerspricht der Deutung von der russischen Begeisterung für Rechtspopulismus. Darum werden die Äußerungen in großen Medien nicht aufgegriffen. Von Tobias Riegel –  8. Oktober 2018köbe

Nachdem gerade beim Petersburger Dialog Politiker wie Peter Altmaier (CDU) oder Matthias Platzeck (SPD) versucht haben, den unverzichtbaren Austausch zwischen Deutschland und Russland zu erhalten, hintertreiben große Medienhäuser genau diesen Dialog: Zu den zentralen Elementen der aktuellen antirussischen Kampagnen einiger großer Medien zählt die Botschaft, Russland und sein Präsident Wladimir Putin würden rechte europäische Parteien unterstützen, um Europa „zu spalten“. Zu diesem nicht neuen Vorwurf hat sich nun eine prominente russische Politikerin zu Wort gemeldet. Das erhellende Interview mit Veronika Krascheninnikowa und ihr vorangegangener Artikel werden von keinem großen Medium aufgegriffen.

Russische Politikerin erschüttert westliche Glaubenssätze
Diese Unterschlagung von für die Beurteilung der globalen Zusammenhänge wichtigen Beiträgen verwundert nicht, schließlich unterlaufen Krascheninnikowas Äußerungen die gängigen Sprachregeln. Und die lauten so: „Pegida, Front National, Ungarns Premier Orbán: Russland unterhält enge Kontakte zu Europas Rechten“ („Spiegel“), „Kritiker fürchten, Russland und die Rechtspopulisten betreiben die Spaltung Europas“ („Süddeutsche Zeitung“), „Für Gauland und Le Pen ist Putin ein Partner“ („Zeit“).

Sogar die „New York Times“ unterstützte aus der Ferne die Botschaft von den russischen Freunden europäischer Rechter. Besonders heuchlerisch verhält sich die „Bild“-Zeitung, die Russland mit moralischer Verve rechte Propaganda vorwirft, gleichzeitig aber durch die eigene Berichterstattung die AfD unterstützt, wie etwa das „Neue Deutschland“ kürzlich beschrieben hat.

AfD in Syrien, Front National in Moskau, Putin in Wien
Aber gibt es sie denn nicht die fragwürdigen AfD-Delegationen, die nach Russland und Syrien fahren? Waren nicht kürzlich prominente Mitglieder des Front National in Moskau? Hat nicht Putin die neue Rechts-Regierung Österreichs bevorzugt behandelt, wie ihm im jüngsten ORF-Interview vorgeworfen wird? Aber liegt nicht andererseits auf der Hand, dass mit den Vorwürfen gegen Russland auch die heimische Verantwortung für den bedenklichen Rechtsruck in Europa kaschiert werden soll?

Und was sagen eigentlich die Russen zu diesen seit Jahren vorgebrachten Anschuldigungen? Man kann sich nicht sicher sein, denn die Position der „anderen Seite“ wird von den großen deutschen Medien beim Thema Russland nur höchst unbefriedigend dargestellt. Dazu gehören, wie gesagt, auch die jüngsten Äußerungen der erwähnten Politikerin Veronika Krascheninnikowa. Krascheninnikowa ist Mitglied im obersten Rat der russischen Regierungspartei „Einiges Russland“, eine Position, die mit einer Mitgliedschaft im CDU-Vorstand vergleichbar ist. Zudem ist sie Beraterin des russischen Staatssenders „RT“, der in Deutschland den Ableger “RT Deutsch“ unterhält, den die NachDenkSeiten kürzlich hier untersucht haben.

Russen und Rechte – Ein großes Missverständnis?
Krascheninnikowas Artikel ist eine eindringliche Warnung vor den Rechts-Kontakten aus Russland und er zeichnet darum ein radikal anderes Bild von den politischen Strategien der „Putin-Partei“, als es in großen deutschen Medien vermittelt wird. Die Autorin erklärt die Kontakte mit einem beiderseitigen Unwissen übereinander und mit der radikalen Abkehr „liberaler“ Politiker von Russland. Krascheninnikowa verschweigt in der Analyse weder, dass Euroskeptiker und Populisten „nach Moskau“ drängten, noch, dass es in Russland teilweise Sympathien für Brexit und US-Präsident Donald Trump gibt:

„Die Euroskeptiker und „Konservative“ pilgern gern nach Moskau, sogar auf die nicht anerkannte Krim, verlangen Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, treten als loyale Beobachter bei den russischen Wahlen auf und kommentieren regelmäßig die Ereignisse im russischen Fernsehen zu Gunsten Russlands. Sie zerrütten die EU von innen, zerstören die Einheit des Brüsseler Monoliths und bieten sich als Lobbyisten Russlands im Europarlament an. Die Freiheitliche Partei Österreichs und die italienische Lega Nord unterzeichneten sogar Abkommen über die Zusammenarbeit mit der Partei Einiges Russland (ER), und die Junge Alternative für Deutschland kooperiert mit der „Jungen Garde“ von ER. In diesem Jahr kreuzten sogar die führenden Figuren des Front National zur Feier des Siegestages in Moskau auf.“

Jedoch stünden deren „Ziele im Widerspruch zu innen- und außenpolitischen Interessen Russlands“, so Krascheninnikowa, die fragt: „Aber warum werden diese Parteien in ihren Ländern von den meisten Menschen derart scharf abgelehnt? Was wissen die Europäer über Euroskeptiker und Rechtspopulisten, was wir nicht wissen? Und welche Risiken birgt die Zusammenarbeit mit diesen Kräften?“

Russen-Dialog als Machtoption: Die große Heuchelei der Rechten
Zunächst bilanziert die Autorin die nicht vorhandenen „Vorteile“ Russlands durch Brexit und Trump:

„Von Beginn ihrer Regierung an machten sich die ‚systemfeindlichen‘ Angelsachsen daran, die russischen Erwartungen zu enttäuschen. Die Brexit-Sieger unter der Führung von Theresa May beschuldigten Russland einer ganzen Reihe von „Verbrechen“ und legten eine lange Liste von „Strafen“ vor. Präsident Trump begann seinerseits damit, dass er die Schlüsselposten im Sicherheits- und Finanzsektor mit den aggressivsten Kräften seines Kaderbestandes besetzte. Im Ergebnis durchbrach die Administration des russischen Favoriten Trump sämtliche Schallmauern, was die Anzahl und Impertinenz der antirussischen Entscheidungen betrifft.“

Krascheninnikowa untersucht auch die Heuchelei der Rechten, die die „Freundschaft“ zu Russland einzig als Machtoption nutzen wollten, während sie durch „die Ideologie des Hasses gegen Flüchtlinge, Migranten und Moslems, Rassismus, Chauvinismus und Gewalttrieb, das Bestreben, die bestehende politische Ordnung zu zerstören, und zentristische Parteien aus dem Machtbereich zu fegen“ motiviert seien: „Was wollten nun die Mitglieder des Front National am 9. Mai in Moskau eigentlich feiern – den Tag der Trauer etwa? Denn die Leute aus dem nächsten Dunstkreis von Marine le Pen feiern nach wie vor den Geburtstag von Hitler.“ Auch würden die rechten Parteien die „wahren Ursachen des Migrantenstroms – die von der NATO und von den USA geführten Kriege im Nahen Osten und in Nordafrika“ nicht thematisieren: „Die Sache ist die, dass diese (Parteien) in Wirklichkeit nichts gegen die USA oder NATO haben.“

Solche Details würde in Russland aber kaum jemand kennen, so Krascheninnikowa. Andererseits sei den Rechten scheinbar Putins islam-freundliche Haltung nicht bekannt, der kürzlich gesagt habe:„Der Islam ist ein Teil des russischen Kulturcodes“ und „Die Moslems sind ein wichtiger Bestandteil des multinationalen russischen Volkes“.

Dialog mit Russland: SPD hat Vakuum für die AfD erst geschaffen
Aus einem weiteren Dilemma, in dem sich der russische Staatssenders “RT Deutsch“ befindet, lässt sich auch auf eines der russischen Regierung schließen: Einerseits verweigern viele gemäßigte Gesprächspartner kategorisch den Dialog mit Sender und Regierung, gleichzeitig werden die erst aus dieser Verweigerung entstehenden eventuell problematischen Kontakte zu anderen Gesprächspartnern medial überbetont. Wiederum gleichzeitig werden etwa die zahlreichen Interviews von „RT Deutsch“ mit LINKEN-Politikern von westlichen Medien verschwiegen. Auch aus solchen Verzerrungen entsteht das gewünschte (Trug-)Bild von der russischen „Präferenz“ für rechte Strömungen in Europa.

Andererseits bestätigt Krascheninnikowas Artikel die Charme-Offensive der Rechten gegenüber Moskau. Das Bild ist also verwirrend. Die entscheidende Botschaft des Artikels ist, dass in Russland zum Einen Unwissen über die wahre Natur von AfD und Front National herrscht – ähnlich also wie in deren Heimatländern. Zu anderen, dass die Darstellung von der massiven und kritiklosen Unterstützung der Rechten durch Russland mindestens unvollständig ist.

Damit diese Rechts-Kontakte wieder verdrängt werden, müsste sich als erstes die antirussische Fraktion der SPD fragen lassen, warum sie die privilegierte Dialog-Position der Sozialdemokraten mit Russland für ein kurzes und nicht nachhaltiges Schulterklopfen aus Washington aufgegeben hat. Dass die AfD in dieses ohne Not von der SPD geschaffene Vakuum drängt, dürfte niemanden überraschen. Zudem hatte der russische Präsident in den letzten Jahren erheblich mehr Kontakte mit Angela Merkel (CDU), Frank-Walter Steinmeier (SPD) und anderen Politikern der Großen Koalition als mit Pegida oder AfD. Ist das auch Teil der Spaltungs-Strategie Russlands?

Es ist gut möglich, dass die Äußerungen Krascheninnikows rein taktischer Natur sind, um die „gepaltenen“ Europäer noch weiter einzulullen. In dieser Richtung würden ihre Positionen auch mutmaßlich in den großen deutschen Medien kommentiert, wenn die Personalie Krascheninnikow dort nicht totgeschwiegen würde. Gerade aber dieses verschämte Schweigen zu einem einst selbst zum „zentralen Thema“ aufgeblasenen Aspekt lässt die großen Medien defensiv erscheinen. Gut so!

8. Oktober 2018

„Für eine offene und freie Gesellschaft“ – „Open Society“

(Zusammenstellung von Doris Pumphrey):

Am 13. Oktober 2018 findet in Berlin eine Massendemonstration statt unter dem Motto:  #unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!
Sie wird von vielen unterschiedlichen Organisationen unterstützt. Eine freundliche Medienöffentlichkeit ist bei der politischen Palette der Unterstützer zu erwarten. Die verschiedenen Probleme, die im Aufruf angesprochen sind, werden natürlich viele Menschen zur Teilnahme anregen, die sich Sorgen machen über die Entwicklung im Lande.
Offensichtlich höchst professionell und aufwendig vorbereitet, stellen die Organisatoren kostenlos vorgefertigte Plakate, Aufkleber, Flyer etc. zur Verfügung, die an verschiedenen Orten in Berlin selbst in großen Mengen abgeholt werden können.
Abgesehen von Einzelteilnehmern und Gruppen, die das Thema Krieg/Frieden in die Demonstration tragen wollen, spielt es im Aufruf keine Rolle. (Wäre wohl auch schwierig bei Erstunterzeichnern wie z.B. „adopt-a-revolution“ die den Krieg („Revolution“) in Syrien unterstützen.
Fluchtursachen werden erst gar nicht benannt und Menschen, die vor den Kriegen und den Auswirkungen der kriminellen EU-Handelsbedingungen fliehen, rücken ins Blickfeld der Aufrufenden erst, wenn sie versuchen EU-Länder zu erreichen. Dann brauchen sie „Solidarität statt Ausgrenzung“. Und deshalb müssen natürlich auch die Grenzen weg: Für eine offene und freie Gesellschaft!“
Abgesehen davon, dass der Aufruf wie ein Gegenpol zum Gründungsaufruf für die linke Sammlungsbewegung „aufstehen“ wirkt, ergeben sich durchaus noch andere Assoziationen.

„Offene Gesellschaft“ – „Open Society“

Offene Grenzen und „welcome refugees“ in Europa sind ein ganz besonderes Anliegen des US-Milliardärs George Soros. Seine Stiftung für eine offene Gesellschaft – Open Society Foundations (OSF) – wurde nach Berlin eingeladen und ist inzwischen hier angekommen:

Für den OSF-Regionaldirektor für Europa, Jordi Vaquer, fühlte sich „die Entscheidung für Berlin schon nach wenigen Tagen absolut richtig an. „Wir wurden von vielen Akteuren sehr herzlich empfangen.“ Die nächste Herausforderung für das Team der Open Society Foundations sei es, inhaltlich an die Debatten vor Ort anzuknüpfen. „Berlin hat viele Schichten“, meint Vaquer. Hier werde über Migration und Gentrifizierung diskutiert, aber auch über die Zukunft Europas und die Rolle Deutschlands in der Welt intensiv nachgedacht. Das biete viele neue Ansatzpunkte und Möglichkeiten für die Stiftungsarbeit.“
„Wir haben schon vor eineinhalb Jahren ganz bewusst die Entscheidung getroffen, nach Berlin zu kommen“, so Jordi Vaquer. „Wir wollten hier ein Büro gründen, um uns mit der lokalen Szene zu vernetzen, mit anderen Stiftungen, NGOs, Aktivisten und Think-Tanks.“
Da können sich die Organisationen und Gruppen in Berlin, die ihre Unabhängigkeit von großzügigen offenen und verdeckten finanziellen Zuwendungen der Open Society, deren Frontorganisationen und willfährigen Helfer, und damit ihre politische Souveränität bewahren wollen, in Zukunft warm anziehen.

Die Stiftung für eine offene Gesellschaft hat inzwischen auch eine deutsche Internet-Seite.

Den „Neuanfang in Berlin“ beschreibt die Internetseite „So tickt deutschland“. Und im dort eingebetteten Video erklärt George Soros seine Mission: „Offene Gesellschaft zu verstehen ist das eine. Etwas anderes ist es offene Gesellschaften zu schaffen oder zu stärken.“
George Soros sorgt sich deshalb natürlich sehr um Flüchtlinge und Migranten in Europa und will sich für sie ganz besonders einsetzen:
Why Europe Must Embrace Its Refugees
https://www.opensocietyfoundations.org/voices/why-europe-must-embrace-its-refugees

Understanding Migration and Asylum in the European Union
https://www.opensocietyfoundations.org/explainers/understanding-migration-and-asylum-european-union

Es gibt inzwischen unzählige Artikel über George Soros, seine großzügige finanzielle Unterstützung von NGO’s, Aktivisten und Akteuren, PR und mediengerecht ausgestatteten Demonstrationen bis hin zu Farbenrevolutionen in vielen Ländern, um die Unzufriedenheit und Unruhen in eine neoliberale Richtung zu lenken und zu kontrollieren. Auch hierzulande werden seine Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen, vor allem bei den „Gefühlslinken“ des urbanen Bildungsbürgertums. Der Zustand „linker oder progressiver“ Kräfte in den USA lässt grüßen.

Im August 2016, veröffentlichten die NachDenkSeiten einen interessanten Artikel zu Enthüllungen über George Soros und seine Methoden:
Die Demokratie des George Soros
https://www.nachdenkseiten.de/?p=34805

Darum geht es auch in diesem kurzen Bericht und Video vom April 2018: https://deutsch.rt.com/international/68704-open-society-von-george-soros-zieht-nach-berlin/

8. Oktober 2018

Übelste rechte Propaganda bei NuoViso: „Holocaust, deutsche Schuldkomplexe und eine versklavte deutsche Nation“

In den vergangenen Monaten wurde viel über Zielsetzungen und Strategien innerhalb der deutschen Linken und der Friedensbewegung diskutiert.
Dabei ging es vor allem um Fragen von Bündnisarbeit und gemeinsame Aktionen.

Teile der Friedensbewegung plädieren seit längerem für eine breitere Zusammenarbeit, während wiederum andere eindringlich vor der Gefahr von Rechtsoffenheit bestimmter Gruppen und Einzelpersonen warnen.

Das Coop Antikriegscafe distanziert sich, wie bereits in der Vergangenheit, ausdrücklich von den Netzwerken um NuoViso TV, Querdenken TV und Compact.

Am 4. Oktober 2018 wurde bei Nuoviso unter dem Format Neue Horizonte von dem verantwortlichen Redakteur und Moderator Götz Wittneben das folgende Interview ins Netz gestellt. Hier zu Dokumentationszwecken verlinkt:

Titel: Die versklavte Nation – Markus Mynarek
Einstündiges Interview über den Holocaust und deutsche Schuldkomplexe.

 

Der Autor Markus Mynarek sieht ein „verklavtes deutsches Volk“, das aufgrund einer angeblich ununterbrochenen Dämonisierung als Tätervolk leidet und sein Vaterland nicht zu lieben vermag. Die Deutschen sind Sklaven, kontrolliert von jüdischen Seilschaften und ihren Unterstützern.

Mynarek ist kein Holocaustleugner, er leugnet nur die Singularität und dies ist strafrechtlich nicht relevant. Er relativiert den Holocaust, indem er diesen und sogar Hitler relativiert, indem er den „sowjetischen Gulak und Maos Kulturrevolution“ als ein viel „größeres Verbrechen“ bezeichnet. Zur faschistischen Endlösung bemerkt er zynisch, dass diese an den Indianern „viel gründlicher“ fertiggebracht worden sei.

Er meint, dass so, wie die Tagesschau während der NSU-Affäre behauptet hätte, der Staat sei auf dem rechten Auge blind auch Parteien eine „linksextreme Sichtweise“ hätten.

Er sagt weiter fast wörtlich: „Denn diesen Mythos einer singulären geschichtlichen Schuld, in einer weltgeschichtlich noch nie dagewesen Lage jahrzehntelang zu etablieren, in Verbindung mit dem Kollektivschuld-Mythos und in Verbindung mit ungeheuren Aussagen gegen das eigene Volk …. das kann man schon als linksextrem bezeichnen.“

Autor Markus Mynarek meint weiterhin zu glauben, „dass man von einer antifaschistischen Staatsideologie sprechen kann und fährt dann fort zu behaupten, „dass die Tagesschau aus ihrem eigenem links fundamentalistischen Impuls heraus natürlich auch eine politische Desinformation in Deutschland betreibt.“

Später bezieht er sich dann in seiner Argumentation über eine aufgezwungene Kollektivschuld auf „ein sehr lustiges Zitat von Frederik Will, der ist lange tot und der für die National Zeitung geschrieben hat. Die Nationalzeitung ist eine rechtsextreme Wochenzeitung, bis 1999 identisch mit der  Deutsche Wochen-Zeitung, die seit 1964 Parteizeitung der NPD war und viele Beiträge zu geschichtsrevisionistischen Themen, u.a. dem Holocaust veröffentlichte.

Weiterhin bezieht sich der Buchautor Mynarek auf einen politischen Rundbrief des Buch-Verlags Roland Faksimile Bremen, der von Wieland Körner betrieben wird. Der
Verlag verlegt rechte Autoren und verkauft Bücher rechter Autoren antiquarisch.

Dann beklagt der Buchautor Mynarek den Umstand, dass der Volksverhetzungsparagraph zwar zugunsten der Ausländer und der Juden angewandt werden kann aber nicht zugunsten der Deutschen angewandt werden darf.“ Er sagt, dass dies „seitens rechter und patriotischer Kreise seit vielen Jahren beklagt wird und jetzt teilweise in der Politik bestätigt worden ist.“

Mynarek bezieht sich auch auf den Begriff eines umgekehrten Chauvinismus, der seiner Meinung nach von den etablierten Parteien vertreten wird, also ein seiner Meinung nach gegen sich selbst, gegen die Deutschen gerichtete Anti-Überlegenheitsideologie, also eine Unterlegenheitsideologie, die vom Schuldkomplex getragen ist. Diese wird ihm zufolge nicht vertreten von der AFD und der Pegida.

Damit haben wir ein weiteres Interview von Nuoviso, in dem der Referent sich klar auf rechte Standpunkte bezieht, auf rechte Autoren, Verlage, Bewegungen, sogar Pegida und AFD werden positiv konotiert.

Dies ist ein weiterer klarer Beweis für die Rechtsoffenheit der Plattform, alles gerechtfertigt und begründet unter dem Motto der „alternativen Meinungsvielfalt.“

Linke Bewegungen und Parteien werden als linksextrem zurückgewiesen. Sogar andere deutsche Parteien, mit denen vermutlich die SPD und die Grünen gemeint sein werden, werden als linksextrem bezeichnet. Der Holocaust wird relativiert, indem man immer wieder den „Schuldkomplex“ betont, und indem man den Holocaust in eine Reihe anderer historischen Ereignisse einreiht. Gleichzeitig bezieht man sich auf rechte oder rechtspopulistische Bewegungen, Autoren, Verlage, die den Holocaust teilweise natürlich weit umfangreicher, bis hin zur Plausibilität hinterfragen. Dies ist keine Holocaustleugnung, und ist deshalb strafrechtlich nicht relevant.

In den sozialen Medien, und in diesem Fall bei Youtube, lässt sich gleichzeitig an den sogenannten Likes und Kommentaren ablesen, woher der Wind weht.

Wie bei diesem sehr direkten Video, sehen wir auch bei anderen Beiträgen eine überwältigende Mehrheit von Unterstützern rechtsoffener Standpunkte. Wir können vorwiegend eine tiefe Abneigung gegen alles Linke aus den Kommentaren ablesen. Und in zahlreichen Kommentaren wird versucht, die Unterschiede zwischen rechts und links völlig zu verwischen.

Nun zur linken Perspektive: Es ist selbstverständlich völlig legitim, die israelische Politik und vor allem deren maßgeblichsten Unterstützer, die christlich-zionistischen Massenbewegungen in den USA und deren Lobby, sowie die AIPAC massiv zu kritisieren. Auch US-Präsident Trump ist maßgeblich in diese Netzwerke verstrickt. Viele Linke sind aus verschiedenen Ursachen ebenfalls in diesen Netzwerken verfangen. Auch sie sind zu kritisieren.

Linke Autoren wie Norman Finkelstein schreiben durchaus plausibel über eine sogenannte „Holocaust-Industrie.“ Andere linke und zum Teil jüdische Autoren, so wie auch Finkelstein, beklagen die permanenten Menschenrechtsverletzungen Israels in Gaza und der Westbank. Israels Politik gegenüber Syrien und die klar dokumentierte Unterstützung für Anti-Assad Terrormilizen in Syrien muss ein Ende haben.

Linke Politiker, Aktivisten, Journalisten und Künstler werden mit abstrusen Vorwürfen des Antisemitismus überzogen und durch wohlorganisierte Kampagnen dämonisiert. Dies geschieht in den USA, in Deutschland und derzeit insbesonders gegen Jeremy Corbyn, den Hoffnungsträger der britischen Linken. Dies ist zurückzuweisen.

Die Argumente und deren Sprachrohre in rechten Zusammenhängen sprechen eine völlig andere Sprache und sind daher abzulehnen. Jegliche Verbindung mit diesen Netzwerken ist abzulehnen.

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen linken und rechten Positionen?

als linke Werte werden häufig genannt: Gleichheit, Gerechtigkeit, Nähe, Wärme, Formlosigkeit, Spontaneität, das Internationale und Kosmopolitische. In der Wirtschaft staatliche Planung, öffentliche Kontrolle, Freiheit bedeutet Freiheit von Not. Der Staat soll sich um soziale Sicherheit und Geborgenheit kümmern. Solidarität mit den Schwächeren. Radikale Linke lehnen teilweise die parlamentarische Demokratie ab.

und so werden rechte Werte umschrieben: Betonung der Unterschiede, Autorität, Distanz, geregelte Umgangsformen, Disziplin, das Nationale. Freiheit bedeutet Freiheit von staatlicher Gängelung und staatlichem Zwang; Privatwirtschaft und Wettbewerb, Anstrengung, Risikobereitschaft, Eigenaktivität. Soziale, ethnische, kulturelle Unterschiede zwischen den Menschen werden betont. Rechtsextrem: fremdenfeindliche Gesinnung bis hin zum menschenverachtenden Weltbild des Nationalsozialismus und des Faschismus als Vorbild.

Zur Verdeutlichung der Hintergründe hier ein Ausschnitt aus einer kürzlich auf Youtube veröffentlichten Diskussion (Google Hangout) – Anlass des Internetchats war es „das Kriegsbeil zu begraben“ und zwar anlässlich der Auseinandersetzungen um Robert Stein und seinen Auftritt beim ZDF.  Hier der Link zu ganzen Sendung mit :
Toni Mahoni/Frank Höfer/Boris Lauxtermann/Tom WhoKnows
http://bit.ly/2yIbjnn

 

In der Gesprächsrunde dabei sind Frank Höfer von Nuoviso, Boris Lauxtermann vom Kulturstudio und Toni Mahoni, der die Flacherde-Theorie vertritt, also behauptet, die Erde hätte nicht die Form einer Kugel. (https://youtu.be/OcOhHfF-6a4)

Im Verlauf der Sendung wird u.a. über den Holocaust gesprochen und über die Idee einer gemeinsamen Sendung, in der „offene“ Fragen zum Holocaust thematisiert werden sollten. Es soll um den Schuldkult gehen, dem entgegengetreten werden muss. Einige der Gäste reagieren an dieser Stelle verhalten, setzen das Gespräch jedoch fort und betonen den Wunsch auch weiterhin als alternative Medienportale gemeinsam zusammenzuarbeiten.

Es wird gelacht. Ein Teilnehmer meint sogar, man solle den Hammer (Holocaust) zum Schluss herausholen, nachdem man andere Themen zusammen angegangen ist. Die Öffentlichkeit sei noch nicht genügend vorbereitet auf so eine Keule. Frank Höfer von NuoViso verabschiedet sich dann wegen eines Termins vorzeitig aus der Runde mit den Worten: „Es wäre auf jeden Fall super wenn wir in Kontakt bleiben und das Ganze in Zukunft konstruktiv angehen.“
Einer der Teilnehmer regt an, dass auch Hagen Grell demnächst mal mit dabeisein sollte. (https://www.youtube.com/watch?v=1OHoLmyhXFU)

Wie kommt man überhaupt auf die Idee mit einem ja bereits bekannten und selbstbekennenden Anarchist und Flacherdler in einem Google Hangout zu diskutieren und gleichzeitig den Anspruch zu vertreten, die Öffentlichkeit aufklären zu wollen.? Bereits zuvor gab es übrigens einen Beitrag, der sich mit dem Fall beschäftigte: Toni Mahoni & Holocaust – ,,Truther HoloLeugnungsDay,, ?? – die GEDANKEN sind frei Toni ! LINK  http://bit.ly/2yMZlsL

Auch in der Vergangenheit war es bereits in anderen Zusammenhängen zu Andeutungen in Richtung Holocaust-Leugnung gekommen. So hatte beispielsweise Silvia Stolz 2012 in einem Vortrag bei der AZK-Konferenz in der Schweiz die Art und Weise kritisiert, wie Holocaustleugnungs-Prozesse geführt werden. Silvia Stolz sagte, dass weder Pläne noch Befehle existieren, aus denen die Absicht des NS-Regimes hervorgehe, „die Judenheit ganz oder teilweise zu zerstören.“

Ein Gericht, das den Fall in Folge verhandelte entgegnete: …Selbst wenn keine schriftlichen Befehle Hitlers oder eines seiner Schergen vorliegen, brauche man nur die Hetzschrift „Mein Kampf“ lesen. Dann wisse man, dass das Ziel der Nationalsozialisten die Auslöschung der Juden und sogenannter „Untermenschen“ gewesen sei“.

Silvia Stolz ist bekannt als Rechtsanwältin prominenter Holocaustleugner und Rechtsradikaler wie Horst Mahler, Germar Rudolf und Ernst Zündel und ist die ehemalige Lebensgefährtin von Horst Mahler.

Die in der Schweiz ansässige AZK oder Anti-Zensur Koalition veranstaltet alljährlich Kongresse mit Gastreferenten, die oft auch dem Spektum von NuoViso, QuerdenkenTV und Jürgen Elsässer zuzuordnen sind. Gründer der AZK ist Ivo Sasek, ein Laienprediger und Vater von 11 Kindern. Sasek hat vor einigen Jahren die Sekte Organische Christus-Generation gegründet. Er betreibt auch das Videoportal Klagemauer TV.

Insbesonders bei NuoViso, Querdenken TV und Compact werden seit Jahren äusserst fragwürdige und teilweise rechtslastige Referenten und Themen in einem Format präsentiert, in das dann auch angesehene Autoren eingebunden werden. Und dies mit zunehmender Tendenz. Viele der Interview-Gäste übersehen die Hintergründe und Widersprüche der Plattformen oder setzen ausschliesslich auf die weite Verbreitung ihrer Standpunkte. Ernstzunehmende Themen und Referenten werden so angreifbar gemacht und der Lächerlichkeit preisgegeben und können je nach Bedarf in den Medien einigermaßen glaubhaft diskreditiert werden. Die Ablehnung von „System-Parteien“ und ein oft deutlich spürbarer anti-linker Ton bewirkt zudem, dass sich linke Kräfte zunehmend von durchaus wichtigen der angesprochenen Themen distanzieren.

LINKS:

Rechtsoffene „Alternativmedien“ und eine zunehmend anti-linke Stimmungsmache
https://bit.ly/2EjXfFZ

Spitzenfunktionärin der Putinpartei „Einiges Russland“ und Beraterin von „Russia Today“ warnt eindringlich vor AfD-Kooperation
https://bit.ly/2RyVQiG

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
https://bit.ly/2DHBZL7

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