Corbyn soll mit aller Macht gestoppt werden (RT Deutsch)

7.10.2018

Die Angst vor Jeremy Corbyn als möglicher Nachfolger von Theresa May als Premierminister ist so groß, dass eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt wurde, um zu überprüfen, wie ihn die USA als Terrorunterstützer auf die Sanktionsliste setzen könnten.

Mit aller Macht versuchen Gegner des britischen Oppositionsführers der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, ihn mit Anschuldigungen und Schmierkampagnen zu stoppen. Insbesondere der Vorwurf des Antisemitismus wurde in den vergangenen Monaten mit einer solchen Vehemenz geführt, die an vergangene Zeiten der Hexenjagd erinnern. Die organisierte Energie und Qualität hinter diesen Angriffen, gibt einen Hinweis darauf, wie gefährlich Corbyn für den Status Quo eingestuft wird. Eine Untersuchung zu den angewandten Methoden gegen den Labour-Vorsitzenden durch die London School of Economics and Political Science (LSE) ergab:

„Unsere Analyse zeigt, dass Corbyn als politischer Akteur von dem Moment an völlig delegitimiert wurde, als er ein prominenter Kandidat, und noch mehr, als er mit einem starken Mandat zum Parteivorsitzenden gewählt wurde. Dieser Prozess der Delegitimierung geschah auf verschiedene Weisen: 1) durch Mangel an oder Verzerrung seines Standpunktes; 2) durch Spott, Verachtung und persönliche Angriffe; und 3) durch Assoziation vor allem mit Terrorismus. All dies wirft unserer Ansicht nach eine Reihe dringender ethischer Fragen bezüglich der Rolle der Medien in einer Demokratie auf. Natürlich brauchen Demokratien ihre Medien, um die Macht anzufechten und eine solide Debatte zu führen, aber wenn dies zu einem Antagonismus führt, der legitime politische Stimmen untergräbt, die es wagen, den gegenwärtigen Status quo in Frage zu stellen, dann ist es nicht die Demokratie, der gedient wird.“

Die Debatte um angeblich grassierenden Antisemitismus in der Labour-Partei ist dabei lediglich ein Ablenkungsmanöver, um nicht zu sagen eine Scheindebatte, um von den tatsächlichen Motiven abzulenken. Natürlich geht es dabei immer um Macht, sehr viel Geld und Interessen, die nichts mit dem Allgemeinwohl der Bürgerinnen und Bürger eines Landes zu tun haben. Corbyns Sympathie mit dem durch Israels Besatzung und Unterdrückungspolitik verursachten Leid der Palästinenser führte dazu, dass die in Großbritannien einflussreiche israelische Lobby aktiv wurde. Der schnellste Weg, einen politischen Widersacher auszuschalten, ist normalerweise, ihn als Antisemit zu beschimpfen.

Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/international/77176-corbyn-soll-mit-aller-macht/

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