Russische Raketen in Syrien eingetroffen. Moskau bestätigt Lieferung von »S-300«-Luftabwehrsystem für Damaskus – Karin Leukefeld (junge Welt)

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Russland hat die versprochenen »S-300«-Luftabwehrraketensysteme an die syrische Armee geliefert. Das teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau mit. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte bereits am 24. September seinen syrischen Amtskollegen Baschar Al-Assad über die Aufrüstung informiert.
Entsprechend der Anordnung Putins seien die ersten 49 Teile des Systems angeliefert worden, darunter Radaranlagen, Fahrzeuge und vier Abschussrampen, sagte Schoigu nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS. Man habe zudem mit der dreimonatigen Ausbildung des syrischen Personals begonnen. Moskau veröffentlichte Aufnahmen von der Entladung des Waffensystems auf dem russischen Militärstützpunkt Hmeimim bei Latakia.

Moskau hatte sich zu der Lieferung entschlossen, nachdem die syrische Luftabwehr während eines israelischen Angriffs auf Latakia am 17. September statt der israelischen Kampfjets versehentlich ein russisches Aufklärungsflugzeug abgeschossen hatte. 15 russische Soldaten starben. Das Raketensystem, das die syrische Armee benutzte, war veraltet und nicht in der Lage, das Flugzeug zu identifizieren. Moskau beschuldigt Tel Aviv eines »unprofessionellen und kriminell gefährlichen« Verhaltens.

Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums, bezeichnete die Lieferung der »S-300«-Systeme als »ernste Eskalation hinsichtlich der Ereignisse in Syrien«. Der isra­elische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärte gegenüber dem Nachrichtenprotal Ynet, die Stationierung werde das Engagement Tel Avivs in Syrien nicht stoppen. »Wenn es um die Sicherheit geht, gibt es keinen Kompromiss«, so Lieberman.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte in der vergangenen Woche vor der UN-Vollversammlung als neue Angriffsziele drei angebliche Waffenlager der Hisbollah im Süden Beiruts. Der libanesische Außenminister Gebran Bassil protestierte scharf dagegen.

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