„Zeit zu beichten“: Teheran reagiert auf Vorwürfe aus Tel Aviv

https://de.sputniknews.com/politik/20180928322459902-iran-sarif-atomwaffen-israel/
28.09.2018

„Zeit zu beichten“: Teheran reagiert auf Vorwürfe aus Tel Aviv

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat Tel Aviv aufgefordert, über sein „illegales Atomwaffenprogramm“ zu erzählen. Somit reagierte er auf die jüngsten Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu über die Entdeckung eines „geheimen Atomlagerhaus“ in Teheran.
„Die Kunst- und Handwerksshow wird nicht verschleiern, dass Israel das einzige Regime in unserer Region mit einem ,geheimenʻ und ,nicht deklariertenʻ Atomwaffenprogramm ist, das auch ein ,reales Atomarsenalʻ enthält. Nun wird es für Israel Zeit, zu beichten und sein illegales Atomwaffenprogramm für internationale Inspektoren zu öffnen“, twitterte Sarif.

Zuvor hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der UN-Vollversammlung erklärt, dass israelische Geheimdienste in der Hauptstadt des Irans ein geheimes Lagerhaus mit Tonnen von Atomgerätschaft und Kernmaterial entdeckt hätten. Dort sind ihm zufolge mindestens 15 Seecontainer mit Ausrüstung und Materialien gelagert, die mit dem iranischen Atomprogramm zusammenhängen. Das Gesamtgewicht könnte 300 Tonnen betragen.
Er rief die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dazu auf, unverzüglich eine Inspektion in dieser Gegend durchzuführen.

https://de.sputniknews.com/politik/20180927322459694-un-vollversammlung-netanjahu-spricht-von-geheimem-atom-lagerhaus-im-iran/
27.09.2018

UN-Vollversammlung: Netanjahu spricht von „geheimem Atom-Lagerhaus“ im Iran

Israelische Geheimdienste haben laut dem Ministerpräsidenten des Landes, Benjamin Netanjahu, in der Hauptstadt des Iran ein geheimes Lagerhaus mit Tonnen von Atomgerätschaft und Kernmaterial entdeckt.

„Es gibt ein geheimes Objekt in Teheran. Heute spreche ich davon das erste Mal öffentlich“, sagte Netanjahu bei der UN-Vollversammlung. Dabei zeigte er ein Satellitenbild sowie eine Aufnahme, auf der eine Wand mit einem Eisentor zu sehen ist. Im Inneren sind ihm zufolge mindestens 15 Seecontainer mit Ausrüstung und Materialien gelagert, die mit dem iranischen Atomprogramm zusammenhängen. Das Gesamtgewicht könnte 300 Tonnen betragen.
Er rief die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dazu auf, unverzüglich eine Inspektion in dieser Gegend durchzuführen.
Israel werde „nie zulassen, dass das Regime Atomwaffen besitzt, das zu Israels Vernichtung aufruft“, so Netanjahu weiter. Israel werde die Militäroperationen gegen die iranische Präsenz in Syrien, Libanon und im Irak fortsetzen.

Das Atomarchiv
Ende April hatte Netanjahu live im TV auf Hebräisch und Englisch erzählt, Israel sei in den Besitz eines Archivs gekommen, und zwar seien es etwa 100.000 Papier- und Digitaldokumente, die beweisen würden, dass das iranische Atomprogramm einen geheimen Bestandteil unter der Tarnbezeichnung „Das Projekt Amad“ aufgewiesen hat.
Der Ministerpräsident Israels bestand darauf, dass der Iran gegen seine internationalen Verpflichtungen schon dadurch verstoßen hätte, dass er die Angaben über sein Atomprogramm geheim hielt und aufbewahrte, in der Hoffnung, sie in der Zukunft zu verwenden.
Die Erklärung Israels ist mitten in der internationalen Diskussion über die Überprüfung des Atomdeals mit dem Iran erklungen.

Anfang Mai hatte US-Präsident Trump angekündigt, dass die USA sich aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran zurückziehen. Donald Trump hatte erneut umfassende Sanktionen gegen Iran veranlasst, die vorher als Folge des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) ausgesetzt worden waren. Dabei können die Strafmaßnahmen auch gegen andere Staaten verhängt werden, die Geschäfte mit dem Iran tätigen.

Der ständige Vertreter Russlands bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Michail Uljanow, hatte Mitte September gegenüber Journalisten erklärt, Moskau besitze keine Informationen darüber, dass Israel die Dokumente über das andauernde Atomprogramm Irans bereits der IAEA übergeben habe. Er hatte darauf verwiesen, dass der mögliche militärische Bestandteil des iranischen Atomprogramms abgeschlossen sei. Ihm zufolge hatte der IAEA-Gouverneursrat in diesem Zusammenhang bereits im Dezember 2015 einen entsprechenden Beschluss gefasst.

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