#Aufstehen für den Hambacher Forst #Aufstehen für Natur- und Umweltschutz

Der NRW-Innenminister Herbert Reul hatte in der vergangenen Woche einen Räumungsstoppnach dem tödlichen Unfall im Hambacher Forst angekündigt. Der Tagebau müsste nach jetzt veröffentlichten Gutachten keineswegs stillstehen , wenn in diesem Jahr auf die Rodung verzichtet wird. Greenpeace und BUND haben dies definitiv festgestellt.

Diese Gutachten sollten unbedingt eingehend geprüft werden, bevor weiter gerodet wird. Wenn das Land Nordrhein-Westfalen dazu nicht bereit ist, lässt das die Vermutung zu dass schnell unwiderrufbare Fakten geschaffen werden sollen.

Sahra Wagenknecht postete kürzlich bei Facebook: „Mit Hundertschaften der Polizei, mit Wasserwerfern und Räumpanzern geht die Landesregierung Nordrhein-Westfalens gegen friedliche Menschen vor, die einen 12.000 Jahre alten Wald schützen. Der Hambacher Wald gehört mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Jetzt sollen auch noch die letzten Reste gerodet werden, damit der Energiekonzern RWE mit dem Braunkohleabbau Profit machen kann. Dabei weiß doch jeder vernünftig denkende Mensch, dass das Zeitalter der Kohlekraftwerke zu Ende geht – und zu Ende gehen muss, wenn wir eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen. Verantwortung zu übernehmen, das heißt heute ganz konkret: Aufstehen für den Erhalt der letzten 100 Hektar des Hambacher Forsts! Ihn rettet kein Heimatministerium, keine Landesregierung und kein Umweltministerium! Wir müssen das in die eigenen Hände nehmen!“

Der Hambacher Forst, auch liebevoll Hambi genannt, ist ein Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen, von dem nur noch ein kleiner Teil erhalten ist. Die Gegend ist seit etwa 12.000 Jahren bewaldet. Die ältesten Bäume sind ca. 350 Jahre alt. Von ursprünglich 4000 Hektar sind im Laufe der letzten Jahre bereits 3800 ha gerodet worden, um Braukohle abbauen zu können. Nach aktuellen Plänen des Energiekonzerns RWE sollen die verbliebenen 200 ha Wald jetzt bis auf weniger als 100 ha abgeholzt werden. Dies obwohl immer noch 2 Jahr weiter auf dem bereits in den vergangenen Jahren gerodeten Gebiet Braunkohle abgebaut werden könnte. Konkret geht es beim jetzigen Konflikt um ein Waldstück von ca. 1 km Länge und 1 km Breite, also 100 ha.

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