CO-OP NEWS

#Aufstehen mit Oskar Lafontaine bei Markus Lanz

Video (37 Minuten): https://youtu.be/eSZDA6NormU

Oskar Lafontaine: „(…) Ich halte den deutschen Beschäftigungsnationalismus für eine völlige Fehlentwicklung. Was meine ich damit. Albert Schweitzer ging nach Lambarene, nach Afrika, und hat dort den Menschen geholfen. Wir sind mittlerweile stolz darauf, dass wir Tausende syrische Ärzte haben und Tausende griechische Ärzte. Es gibt doch auch kranke Menschen in Syrien und Griechenland. Warum haben wir einen so verengten nationalen Blick. Das kritisiere ich sehr stark. Auch in den angelsächsischen Ländern funktioniert das Gesundheitswesen nicht mehr ohne Ärzte und Pfleger aus Afrika etc. Das ist doch eine völlige Perversion dessen was eigentlich notwendig wäre. Wir, die reichen Länder müssen den ärmeren helfen und nicht umgekehrt, denen das qualifizierte Personal absaugen. Das ist meine Position. Wir brauchen einen internationalistischen Standpunkt in der Flüchtlingsfrage, in der Migrationsfrage. Wir geben hier in den Industriestaaten pro Kopf 135 Mal so viel aus für die Flüchtlinge wie in den Flüchtlingslagern. Und seit Jahren predige ich, diese himmelschreiende Ungerechtigkeit können wir doch nicht stehen lassen. Wir könnten mit den Mitteln die wir hier haben, das Leben von Millionen verbessern. Die lassen wir hängen. Für die tun wir nichts. (…) Ein berühmter Forscher der in Oxford lebt, Collier, sagt, die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande, weil man die vielen verhungern lässt und die wenigen versorgt. (…)“