am 14. März 2017 hat unsere Gruppe Griechenland-Solidarität Hannover Karl Heinz Roth eingeladen, um sein neues Buch vorzustellen:
Reparationsschuld – Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa, erschienen im Metropol Verlag, Berlin
Karl Heinz Roth sagt:
„ Die deutsche Reparationsschuld ist ein abgründiges, kompliziertes und wenig erforschtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte, das in den 1950er bis 1970er Jahren vor allem in den Händen ehemaliger NS-Schreibtischtäter lag.“ Um den roten Faden aufzuspüren und das Geschehen zu rekonstruieren, haben die beiden Herausgeber eine Schneise durch das dicke Aktengestrüpp geschlagen. In einem einleitenden Forschungsessay stellt Karl Heinz Rothdiesen roten Faden vor. Im zweiten Teil präsentiert Hartmut Rübner die wichtigsten Dokumente zur deutschen Reparationsschuld: Die Vertragswerke und deren Verhandlungskontexte, die Vermeidungsstrategie der Ministerien und die Verknüpfung der Teilzugeständnisse mit der deutschen Außen- und Außenwirtschaftspolitik. Dabei wird der Geschichte der deutsch-griechischen Reparationsverhandlungen wegen ihrer aktuellen Bedeutung ein besonderer Schwerpunkt gewidmet.“ Weiter sagt Karl Heinz Roth, sein Buch ist als „Arbeitsbuch gedacht, das den aktuellen Forschungsstand zusammenfasst und durch Dokumente untermauert, die entweder erstmals publiziert werden oder bislang in ihrer Bedeutung nicht erkannt worden waren.“
In diesem Werk wird die systematische Orgie des Raubs, der Ausplünderung und wirtschaftliche Vernichtung Griechenlands durch die Wehrmacht zusammen mit den deutschen Konzerne und Banken dokumentiert. Dass die griechische Strukturkrise heute auch mit den langfristigen Folgen der ungeheuren Zerstörungen des zweiten Weltkriegs zu tun hat, wird systematisch ausgeblendet und zum Tabu erklärt. Karl Heinz Roth wagt den Tabubruch und zeigt die brutale Asymmetrie der deutsch- griechischen Beziehungen in der katastrophalen Vergangenheit und gegenwärtigen Verelendungspolitik auf.
Dadurch ist sein Werk eine Waffe für alle Griechen, insbesondere auch für Historiker, Politiker und Experten der Politik und muss übersetzt werden für den Widerstand gegen ihre Verelendung.
Der Überschuldung Griechenlands kann nur mit dem Schuldenschnitt begegnet werden kombiniert mit den unerledigten Reparationshypotheken, damit ein Schlussstrich gezogen werden kann, so Karl Heinz Roth. Der betrügerischen Insolvenzverschleppung der EZB muss ein Ende gesetzt werden!
Auf dieser Grundlage könnte Griechenland neue Überlebensperspektive entwickeln.
Aus diesem Grund bitten wir SIE / DICH / EUCH SEHR um eine Spende für die Übersetzung das Buches !
Und hier die Bankdaten: IBAN: GR88 0940 0100 0010 1000 2635 000 BIC: ST PI GR 21
Konto-Inhaber: Kapnikos Stathmos Katerinis ID 26350
Verwendungszweck: book translation – email hinzufügen, wenn Spendenquittung erwünscht
Die Spenden gehen auf das Konto der Bürgerbewegung = O TOPOS Mou ( mein Ort) in Katerini.
Initiator der Bürgerbewegung ist Elias Tsolakidis. Alles sehr Wissenswerte über ihn ist zu finden unter seiner website: www.kikaf.org Elias sorgt für den Übersetzer des Buches in Griechenland.
Der Sitz von o topos mou ist das Kapnikos Stathmos in Katerini, ein ehemaliges Tabakforschungszentrum.
Wir, die Gruppe Griechenland Solidarität Hannover, unterstützen o topos mou seit 5 Jahren mit Medikamenten, Sach- und Geldspenden.
Am 5.02.2016 hatten wir Elias zu der Veranstaltung: „Zivilcourage und Selbstorganisation gegen die Not: o topos mou in Katerini/ Griechenland “ eingeladen.
Dieses Jahr wird Elias wieder zu uns nach Hannover kommen, um uns Neues über die weitere Verschärfung der Ausplünderung Griechenlands und des Widerstands zu berichten. Der Termin, zu dem wir herzlich einladen, ist am 13. November im Pavillon Hannover um 19 Uhr.
p.s. eine wichtige Buchempfehlung zum Thema: Wolfgang Schorlau: Der große Plan