Die letzte Schlacht  Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich auf Idlib in Syrien. (Rubikon)

Die Kriegstrommeln in Syrien werden gerührt. Die „Schlacht in Idlib“ steht bevor. Westliche Politiker und Medien werden nicht müde, Damaskus vor der Offensive zu warnen. Zivilisten seien in Gefahr, eine „humanitäre Katastrophe“ stünde bevor, man habe „Beweise“, dass die syrische Armee einen Angriff mit Chemiewaffen vorbereite, so der neue US-Beauftragte für Syrien, Jim Jeffrey. Syrien weist die Unterstellungen zurück und wirft dem Westen vor, den wahren Charakter der bewaffneten Gruppen in Idlib zu verschleiern.

Wenig wird über die Interessen gesprochen, die regionale und internationale Akteure des Syrienkrieges in Idlib haben. Syrien will sein Territorium befreien und wird von Russland und dem Iran dabei unterstützt. Europa, die USA und die Golfstaaten wollen ihre umfangreichen Investitionen in die Spaltung Syriens schützen, die sie in den letzten Jahren vorgenommen haben. Millionensummen an Hilfsgeldern sind nach Idlib geflossen. Waffen und Munition, Logistik und natürlich Bargeld, das als Sold an die rund 100.000 Kämpfer in Idlib bezahlt wird. Der Westen will verhindern, dass seine Fußtruppen Idlib verlassen müssen, dann ginge auch ihr Einfluss auf die Zukunft Syriens verloren. Eine Analyse zur Lage in Idlib von Suhaib Anjarini, zuerst erschienen in der libanesischen Tageszeitung „Al Akhbar“ am 4. August 2018.
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