https://de.sputniknews.com/politik/20180907322238007-merkel-russland-syrien-idlib/
07.09.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erstmals Russlands Vorgehen in Syrien unterstützt, als sie über die aktuelle Situation in der Region Idlib gesprochen hat, schreiben die „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“.
„Es muss jetzt versucht werden …., dass man diese radikalen Kräfte natürlich bekämpft, aber die Zivilbevölkerung schützt“, sagte Merkel laut den „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“ im RTL-Sommerinterview. Die Bundeskanzlerin fügte hinzu, dass die Zivilisten in Idlib in eine sehr schwierige Situation geraten könnten. „Deshalb müssen wir eine humanitäre Katastrophe vermeiden“, betonte sie. Merkel habe diese Frage auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan erörtert.
Die „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“ verweisen darauf, dass der russische Anti-Terror-Einsatz in Syrien in der Vergangenheit dadurch erschwert worden sei, dass die Kämpfer bewusst menschliche Schutzschilde eingesetzt hätten.
Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo erklärt, Washington teile Moskaus Besorgnis über die Präsenz der Terroristen in Idlib. Pompeo sagte, die USA seien bereit, in dieser Frage mit Moskau zusammenzuarbeiten.
Idlib gilt als die letzte Terrorhochburg in Syrien. Am Montag hatte sich der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow jedoch gegen „aktive Kampfhandlungen“ in Idlib ausgesprochen. Es gebe noch Chancen auf eine anderweitige „Lösung“, sagte der Diplomat. Die Entscheidung über eine Befreiungsoperation sei jedoch der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad überlassen.
Russland hatte 2015 auf Bitte der syrischen Regierung damit begonnen, Luftangriffe gegen Terroristen in Syrien zu fliegen.
