Die Werte-Maske ist gefallen: Den Westen lässt der Terrorakt in Donezk unbeeindruckt

Die Reaktion von OSZE, EU und Staaten des Normandie-Formats auf den Terroranschlag in Donezk zeigt einmal mehr, welche Seite sie im Ukraine-Krieg bedingungslos unterstützen und welche Werte sie in Wirklichkeit vertreten. Ein Blick in Abgründe der Doppelmoral.

von Wladislaw Sankin – 5.09.2018

Was passiert, wenn irgendwo im Zentrum einer europäischen Großstadt eine Bombe in einer zivilen Einrichtung in die Luft geht, zwei Menschen tötet und noch mehr lebensgefährlich verletzt? Mit anderen Worten: wenn ein Terroranschlag passiert. Medien beginnen im Live-Ticker Modus zu berichten und Politiker ergreifen das Wort. Sie zeigen Empörung, sind entrüstet und bekunden Beileid und Unterstützung für die Betroffenen.

Was passiert, wenn dieser Terroranschlag einer politischen Führungspersönlichkeit gilt? Wenn diese gar ein Präsident ist? Dann fordern sie schnellstmögliche, umfassende Aufklärung, verurteilen das Verbrechen auf das Schärfste und bekunden ihr Beileid allen Bürgen im jeweiligen Land. Sie sind dann sehr, sehr, sehr betroffen.

Was hier beschrieben wird, hat sich in Donezk ereignet. Die bei dem Anschlag Getöteten sind Alexander Sachartschenko, der Chef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, und sein Leibwächter. Die Verwundeten sind Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung für einen bekannten verstorbenen Künstler, die als Ort für den Mordanschlag gewählt wurde. Darunter sind viele junge Menschen, manche von ihnen schweben noch immer in Lebensgefahr. Doch in den Medien hört man nichts – fast nichts. Medien berichten mit spürbarer Distanz. Politiker schweigen. Was stimmt da nicht?
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