In den 1930er Jahren versuchte die UdSSR unter ihrem Außenminister Maxim Litwinow, ein Bündnis gegen die drohende Kriegsgefahr aus Deutschland aufzubauen, mit zahlreichen Angeboten. Die westliche Diplomatie hielt sich jedoch bedeckt und ignorierte sie.
von Hasan Posdnjakow, 2.09.2018
Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Sechs Jahre sollte dieser blutigste Konflikt der Geschichte dauern. Fast 70 Millionen Menschen starben zwischen 1939 und 1945. Im Nachhinein betrachtet, lassen sich Adolf Hitlers Kriegsambitionen sehr leicht erkennen: Zunächst ließ er das entmilitarisierte Rheinland besetzen. Es folgte der sogenannte Anschluss Österreichs. Danach zerstückelte Hitler die Tschechoslowakei. Parallel ließ er die Wiederbewaffnung und Ausbau des deutschen Militärs in atemberaubendem Tempo beschleunigen.
Die westlichen Großmächte protestierten nur hilflos oder kamen, wie etwa im Falle der Tschechoslowakei, Hitlers Wünschen sogar vorauseilend entgegen. Der damalige Ministerpräsident Großbritanniens, Neville Chamberlain, ließ sich 1938 bei Verhandlungen in München über die Zukunft der Tschechoslowakei von den Nazis über den Tisch ziehen und proklamierte felsenfest seine Selbstbeschwichtigung, Hitler sei doch eigentlich ein ganz anständiger, ehrlicher Mann, der sich auch nur Frieden wünsche. Gab es unter den verblendeten und feigen Regierungsverantwortlichen in Europa keine einzige Stimme der Vernunft und des Anstandes?
Lediglich die sowjetische Diplomatie verfolgte in den 1930er Jahren hartnäckig das Ziel, durch den Aufbau eines umfassenden kollektiven Sicherheitssystems den Expansionsgelüsten Nazi-Deutschlands Einhalt zu gebieten. Doch die Appelle aus Moskau trafen im Westen immer wieder nur auf taube Ohren.
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