Den Tod eines Menschen an Krebs kann man bemitleiden. Bei John McCain darf man aber nicht vergessen, dass er Kriege gefördert hat, die Millionen Unschuldigen das Leben kosteten und somit größte Schuld. Deshalb sind Loblieder auf seine politische Laufbahn völlig unangebracht, noch dazu, wenn es von vermeintlichen politischen Gegner kommt.
Ex-Präsident Barack Obama: „Wenige von uns wurden so herausgefordert, wie John es einst wurde, oder mussten den Mut zeigen, den er gezeigt hat. Aber wir alle können den Mut haben, das Wohl der Allgemeinheit über unser eigenes zu stellen. John zeigte uns in seinen besten Zeiten, wie das geht. Und dafür stehen wir alle in seiner Schuld.“
Bundesaußenminister Heiko Maas, SPD: McCain „stand für ein Amerika, das ein verlässlicher und enger Partner ist. Ein Amerika, das aus Stärke Verantwortung für andere übernimmt und auch in schwierigen Momenten zu seinen Werten und Prinzipien steht – und darauf seinen Führungsanspruch gründet. Wir werden seine Stimme in Erinnerung behalten.“
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) würdigte McCain als „eindrucksvoll geradlinigen, tapferen und unbeugsamen Charakter“. „Gerade wir Deutsche wissen, was wir über Jahrzehnte teils schwieriger Zeiten an ihm hatten“, erklärte sie. Er habe für das „Amerika der Freiheit und Wahrheit“ gestanden, auf das viele in der Welt ihre Hoffnung setzen würden.