https://de.sputniknews.com/politik/20180822322049777-putin-russland-grenzen-nato/
22.08.2018
Putin verweist auf Annäherung der Nato an russische Grenzen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch darauf verwiesen, dass die Nato ihre Infrastruktur den russischen Grenzen nähert. Davon hat er nach der Zusammenkunft mit seinem finnischen Amtskollegen Sauli Niinistö gesprochen.
„Nicht wir nähern unsere militärischen Kontingente, die sich weit von unseren Grenzen weg befinden, in Richtung der Nato-Länder, sondern die militärische Infrastruktur der Nato bewegt sich zu unseren Grenzen. Die Zahl des Personals und der Ausrüstung in der Nähe unserer Grenzen steigt. Es werden mehr und mehr Übungen durchgeführt“, sagte Putin auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen.
Der russische Staatschef verwies darauf, dass große Nato-Manöver in greifbarer Nähe von Russland geplant seien – und zwar im Baltikum.
Putin unterstrich auch, Moskau müsse auf das Vorgehen der Nato-Länder in der Nähe der russischen Grenzen sowie auf das Erscheinen des US-Raketenabwehrsystems reagieren.
„Natürlich müssen wir im Bilde davon sein, was dort passiert, und unsere Infrastruktur stärken. Wir müssen auf die Tatsache reagieren, dass Elemente des US-Raketenabwehrsystems in greifbarer Nähe von unseren Grenzen auftauchen“, betonte der russische Präsident.
Putin ließ zudem wissen, dass diese Raketenabwehrsysteme auch für Abschüsse von Mittelstreckenraketen genutzt werden könnten.
https://deutsch.rt.com/inland/74824-deutschland-bereitet-sich-auf-speerspitze-vor-schickt-100-panzer-grenze-russland/
22.08.2018
Deutschland bereitet sich auf „Speerspitze“ vor und schickt über 100 Panzer an Grenze zu Russland
Es ist eine hektische Zeit für die Bundeswehr. Soldaten, Panzer, Haubitzen, Kampfjets und Kriegsschiffe werden in einem seit 1945 nicht dagewesenen Umfang quer durch Europa manövriert. Den krönenden Abschluss bildet „Trident Juncture 2018“, das größte NATO-Manöver seit 1990.
Ob in Polen, Georgien, Litauen, Ukraine oder vom 25. Oktober bis 7. November auch in Norwegen: überall finden NATO-Großmanöver mit deutscher Beteiligung statt. Und gerade dieser letzte Einsatz in Norwegen, für welchen die Bundeswehr eines der größten Kontingente mit 8.000 Soldaten stellt, hat es in sich. Am „Trident Juncture 2018“ (Dreizackiger Verbindungspunkt) sollen laut dem US-amerikanischen Admiral James Foggo, dem Oberkommandierenden des Manövers, „mehr als 40.000 Soldaten aus 30 Ländern“ teilnehmen.
Geübt wird laut Foggo eine Verletzung nach Artikel 5 der NATO, also die Verteidigung eines NATO-Mitglieds nach einem Angriff auf dessen Souveränität. Wer der Angreifer ist und gegen wen dieses Manöver gerichtet ist, bleibt unausgesprochen. Auch wenn für jedermann klar ist, dass wohl Russland damit gemeint ist, betont der US-Kommandeur, dass der Zweck der Übung darin besteht, einen Abschreckungseffekt und Verteidigung gegen „jegliche Bedrohung, aus jeglicher Richtung und zu jeder Zeit“ zu erzielen.
Doch den Kern von „Trident Juncture 2018“ bildet die sogenannte „Speerspitze“ der schnell einsetzbaren Eingreiftruppe – auch als Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) bekannt. Es geht darum, der „Speerspitze“ das Prädikat „kampfbereit“ zu verleihen. Und da Deutschland die Führung der „Speerspitze“ am 1. Januar 2019 übernimmt, möchte sich die Bundeswehr Ende Oktober und Anfang November in Norwegen von der allerbesten Seite zeigen, damit aus der Speerspitze am Ende nicht eine Gummispitze wird. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt das Bundesverteidigungsministerium von Ursula von der Leyen allein dieses Jahr 90 Millionen Euro aus, um eben Tausende Soldaten, Panzer, Haubitzen, Kampfjets und Kriegsschiffe von einem Manöver zum nächsten quer durch Osteuropa zu schicken.
Allein für dieses Manöver schickt die Bundeswehr nebst den 8.000 Soldaten 30 Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“, 75 Schützenpanzer und zehn Panzerhaubitzen 2000 nach Norwegen. Praktischerweise veröffentlichte das norwegische Verteidigungsministerium eine Art Empfehlungsliste für die teilnehmenden Soldaten, wie sie sich vor der Kälte und Rentieren zu schützen haben.
Hysterie und Nüchternheit: Die unterschiedliche öffentliche Wahrnehmung
Was ziemlich auffällig ist, sind die unterschiedlichen Reaktionen auf solche Großübungen. Während in Deutschland, Polen und Litauen eine regelrechte Hysterie aufgrund des russischen Manövers „Zapad 2017“ ausbrach und man sich zumindest rhetorisch für eine bevorstehende russische Invasion wappnete, wird in Russland – von wenigen Ausnahmen mal abgesehen – absolut nüchtern und sachlichüber das NATO-Manöver berichtet. Und das, obwohl man in Russland den Beteuerungen der NATO angesichts der Erfahrungen seit dem Ende des Kaltes Krieges nur wenig Glauben schenkt, dass die transatlantische Allianz nur „zur Verteidigung und Abschreckung“ da ist, wie es Admiral Foggo immer wieder betont: „Wir brauchen keine Gründe um offensive Operationen durchzuführen, nirgendwo. Es ist eine defensive Allianz.“
Nur dass es ausgerechnet die Bundeswehr selbst war, die bei ihrer Teilnahme an der Übung „Noble Partner 2018“ in Georgien darüber berichtete, wie Soldaten „bei Beginn von Noble Partner … den Angriff auf ein Dorf geübt“ haben. Stolz titelte man: „Noble Partner 2018: Panzergrenadiere im Angriff“. Das ist nicht gerade als vertrauensbildende Maßnahme geeignet, um den Worten des Admirals und anderer NATO-Offiziellen Nachdruck zu verleihen.
https://deutsch.rt.com/kurzclips/74877-im-vorfeld-beispielloser-militaermanoever-putin/
22.08.2018
Im Vorfeld beispielloser Militärmanöver: Putin ordnet Prüfung der Kampfbereitschaft an
Russische Streitkräfte haben am Montag im Vorfeld der Militärmanöver „Wostok 2018“ eine fünftägige, unangekündigte Prüfung der Kampfbereitschaft gestartet. Die entsprechende Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin galt vor allem den zentralen und östlichen Militäreinheiten.
Wie Ruptly unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministerium mitteilt, werden 262.000 Soldaten, 1.077 Flugzeuge, bis zu 900 Panzer, über 31.000 Rüstungsgüter und 300 Schiffe an der groß angelegten Übung teilnehmen.
Die derzeitigen Überprüfungen laufen bis zum 25. August und sollen die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte vor den Militärübungen „Wostok 2018“ sicherstellen, die vom 11. bis 15. September im russischen Fernen Osten stattfinden. An diesen sollen auch über 3.000 Soldaten der Volksrepublik China teilnehmen.
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte zum bevorstehenden Wostok-Manöver: „Es wird das größte seit Zapad-81 sein. Es wird beispiellos in Bezug auf die geografische Reichweite, die Stärke der Kommando- und Kontrollzentren und die Kräfte sein, die teilnehmen.“
