Zur Politökonomie der US-Rüstungsindustrie Wer steckt mit dem militärisch-industriellen Komplex unter einer Decke? (luftpost-kl.de)

Von Joan Roelofs

Für viele Menschen besteht der „militärisch-industrielle Komplex / MIC“ nur aus den 20 größten Firmen der Rüstungsindustrie.Präsident Dwight Eisenhower, der bereits 1961 davor gewarnt hat, wollte ihn eigentlich als militärisch-industriellen, den Kongress manipulierenden Komplex bezeichnen, entschied sich aber dagegen, weil er sich nicht zu viele Feinde machen wollte.

Heute müssten wir ihn eigentlich den „militärisch-industriellen, den Kongress und fast alles andere manipulierenden Komplex“ nennen, denn die meisten Ministerien und Regierungsbehörden, Firmen, Wohlfahrtsorganisationen, Sozialdienste oder der Umwelt und der Kultur verpflichteten Organisationen sind mit dem Militär verbandelt.

Die Waffenindustrie bestimmt letztlich allein über den Militärhaushalt und die Militäreinsätze, sie wird dabei aber durch Jubelarien oder rücksichtsvolles Schweigen der US-Bevölkerung und ihrer Repräsentanten unterstützt. Nachfolgend werden wir einige der Gründe untersuchen, aus denen vermutlich beide Arten der Zustimmung erwachsen. Wir werden uns dabei des Vokabulars bedienen, das in drei wichtigen Sektoren der USA benutzt wird: von der Regierung, von Wirtschaftsunternehmen und von gemeinnützigen, nicht auf Gewinn ausgerichteten Organisationen und in den zwischen diesen (drei Sektoren) bestehenden Interaktionsbereichen. Damit soll aber nicht die gern verschwiegene Tatsache ausgeblendet werden, dass die Regierung eigentlich nur ein Durchsetzungsinstrument der herrschenden Klasse ist.

Hier weiterlesen: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP11318_100818.pdf

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