Engel ohne Flügel. Untiefen in der Berichterstattung über Griechenland. Etat für die Berufsfeuerwehren seit 2009 um über 100 Mio € gekürzt (griechenlandsoli.com)

Dass aufgrund der Austeritätspolitik die öffentliche Infrastruktur mittlerweile in einem derart desolaten Zustand ist, dass es an einem effektiven Frühsystem ebenso mangelt wie an hinreichend ausgebildeten Katastrophenschutz-Einheiten. Es sei nur daran erinnert, dass der Etat für die Berufsfeuerwehren seit 2009 um über 100 Mio € gekürzt worden ist und sowohl die Fahrzeuge als auch die Flugzeuge veraltet sind. Angesichts des Klimawandels ist mit der Zunahme derartiger Brandkatastrophen wie jetzt in Attika zu rechnen. Nur auf der Basis von Freiwilligen ist dieser Herausforderung kaum zu begegnen. Wenn man an der griechischen Regierung etwas kritisieren muss, dann dass sie eine von der Bundesregierung maßgeblich betriebene Politik umsetzt, die einen wirksamen Katastrophenschutz strukturell unmöglich macht. Seit dem Kabinett Schröder/Fischer gehört es zur offiziellen Linie, die öffentliche Daseinsvorsorge auf die Schultern von ehrenamtlichen Strukturen zu verlagern. Dieses Modell auf Griechenland zu übertragen, ist auch ein Schlag ins Gesicht aller ehrenamtlich Engagierten in Deutschland, wenn dazu derart fragwürdige Organisationen wie die ESEPA herangezogen werden. Der deutsch-griechischen Verständigung wird mit derartigen Praktiken größter Schaden zugefügt. Aber das scheint nicht im Fokus der FAZ zu liegen.

den ganzen Artikel hier lesen

Engel ohne Flügel. Untiefen in der Berichterstattung über Griechenland

%d Bloggern gefällt das: