Archive for Juli 11th, 2018

11. Juli 2018

Twitter revelation: Metadata can identify even secret users ‚with 96.7% accuracy‘

Twitter’s metadata contains an array of revealing information on its users, a new study proves, and can be used to identify a user with unnerving accuracy – even those who go to great lengths to hide that information.

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https://www.rt.com/news/432372-twitter-metadata-id-users/

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11. Juli 2018

Mexiko bereitet sich auf Regierung vor. Nominierungen rufen auch Kritik hervor. Zapatisten lehnen neue Regierung ab. Sonderwirtschaftszonen im Süden? (amerika21)

Das Kabinett wird im Dezember zeitgleich mit dem Präsidenten seine Dienstzeit beginnen. Mit nur 17 Ministern wird es um sieben Personen kleiner sein als das Vorgängerkabinett. Nicht nur für Mexiko ungewöhnlich, entstammen die Minister nicht mehrheitlich den Eliten von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Mit acht Frauen werden außerdem so viele wie noch nie mexikanische Ministerien leiten.

weiter hier:

https://amerika21.de/2018/07/206659/kabinett-amlo-mexiko-ezln

11. Juli 2018

Vom Sterben der NSU-Zeugen

Mindestens neun tote NSU-Zeugen – manche sind alters- oder krankheitsbedingt gestorben, und an den vielen anderen Tatorten wird es inzwischen noch mehr verstorbene Beteiligte geben. Der NSU-Komplex kommt in die Jahre.

weiter hier:

https://www.heise.de/tp/features/Vom-Sterben-der-NSU-Zeugen-3626145.html?seite=all

 


Juni 2018: Ungeklärter Tod eines NSU-Brandermittlers. Tod kam für die Familie „sehr überraschend“. Familie hat Obduktion in Auftrag gegeben. (Heise.de)

Von öffentlichem Interesse ist der Fall, weil Stolt auch im Rahmen der NSU-Ermittlungen mit Untersuchungen beauftragt war. Dabei äußerte er sich öffentlich auch kritisch zu manchen Ermittlungen.

Frank Dieter Stolt ist nach Auskunft der Familie am 15. Juni in einem Mannheimer Krankenhaus gestorben. Nach seiner Einlieferung sei er ins Koma gefallen und nicht mehr aufgewacht.

Den ganzen Artikel hier lesen:

https://www.heise.de/tp/features/Ungeklaerter-Tod-eines-NSU-Brandermittlers-4091711.html


Wieso 120 Jahre Sperrfrist für NSU-Akten? 

LINK


„Im Laufe der Jahre sind über 300 Aktenordner mit NSU-Bezug vernichtet worden.“

LINK

11. Juli 2018

Gabriele Senft: Über Rassismus, Vorurteile und den französichen Film „wenn alle Menschen der Welt…“

Vielleicht kennen noch einige von euch den französichen Film „wenn alle Menschen der Welt…“ in der DDR ab 1956 gezeigt und mitten im damaligen „kalten Krieg“
Auf dem französischen Fischdampfer „Lutèce“, der gerade vor Norwegen unterwegs ist, bricht plötzlich eine rätselhafte Krankheit aus. Einige Besatzungsmitglieder verdächtigen den Algerier Mohammed, eine Krankheit an Bord eingeschleppt zu haben. Der hatte nicht von einem verdorbenen Schweineschinken gegessen, der bei den anderen eine lebensgefährliche Fleischvergiftung hervor gebracht hatte. Kapitän Le Guellec kann die Gemüter etwas beruhigen und sendet unermüdlich Notrufe aus, die aber niemand empfängt. Seine letzte Hoffnung ist der Amateur-Kurzwellensender. Inzwischen sind bereits fünf Besatzungsmitglieder erkrankt.

Es geht um Rassismus, Vorurteile und um eine weltweite Rettungsaktion, mit Einbeziehung von Funkern aus kapitalistischen und sozialistischen Staaten, von Studenten, Medizinern und Wissenschaftlern, und es gelang, alle Seeleute zu retten und dabei rassistische Vorurteile zu überwinden.

An diesen Film dachte ich jetzt bei der Rettung von Jungen aus einer thailändischen Höhle.

Wie viele machte ich mir Gedanken darüber, dass weltweit Menschen Anteil nehmen an der komplizierten Rettung dieser Jungen, woran sich Experten aus mehreren Ländern beteiligten, während diejenigen, die im Mittelmeer verzweifelte schutzsuchende Menschen zu retten versuchten, behindert und kriminalisiert werden und es den Anschein hat, als gäbe es eine Mehrheit von verrohten Menschen, die das gutheißen.
Ich freu mich, dass alle 12 eingeschlossen gewesenen thailändischen Jungen zu ihren Familien zurückkehren können. Das schmälert keineswegs meine Wut darüber, was uns noch nicht gelingt, das Sterben von Schutzsuchenden im Mittelmeer zu stoppen. Aber es sind viele, die etwas dafür tun.

Die Rettungs- Aktion in Thailand kann auch ermutigen und sie zeigt, was möglich ist, wenn alle Menschen der Welt…

Gabriele Senft bei Facebook: http://bit.do/epm8c

und Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Senft

„Si tous les gars du monde“ de Christian Jacques 1955

11. Juli 2018

Die „dumme Wand“ zwischen Trump und Putin (Sputniknews)



Iwan Danilow, 11.07.2018
Im Vorfeld des russisch-amerikanischen Gipfels in Helsinki tun sich Kräfte hervor, die mögliche positive Folgen des Treffens der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump minimieren wollen. Wie gewöhnlich veröffentlichen viele US-Medien Informationen unter Berufung auf „eigene Quellen“, bei denen es im Grunde um zwei Thesen geht.

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https://de.sputniknews.com/kommentare/20180711321506689-trump-kritisiert-berater-vor-putin/

11. Juli 2018

Nato-Erklärung: „Russlands aggressives Vorgehen untergräbt internationale Ordnung“

11.07.2018

Russlands „aggressives Vorgehen“ untergräbt die regelbasierte internationale Ordnung, heißt es in der Abschlusserklärung des Nato-Gipfels in Brüssel. Das nordatlantische Bündnis bleibe jedoch für einen Dialog mit Russland offen.
„Russlands aggressives Vorgehen, darunter auch Drohungen und Gewaltanwendung zum Erreichen politischer Ziele, fordert die Allianz heraus und untergräbt die euro-atlantische Sicherheit und regelbasierte internationale Ordnung”, hieß es.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeite die Nato daran, eine Partnerschaft mit Russland aufzubauen, unter anderem durch den Mechanismus des Nato-Russland-Rats (NRC). „Wir bleiben für einen regelmäßigen, konzentrierten und sinnvollen Dialog mit einem Russland offen, das auf Grundlage der Gegenseitigkeit im NRC zusammenarbeiten will, mit der Absicht, Missverständnisse, Fehlkalkulationen und unbeabsichtigte Eskalation zu vermeiden und die Transparenz und Berechenbarkeit zu erhöhen“, hieß es weiter.
In der Erklärung wird außerdem behauptet, die Nato suche „keine Konfrontation mit Russland“ und bedrohe das Land nicht.
Das Dokument wirft Russland außerdem „provokatives militärisches Vorgehen in der Nähe der Nato-Grenzen“, darunter auch in Kaliningrad vor.

https://de.sputniknews.com/politik/20180711321508281-nato-russland-aggression-ordnung/

11. Juli 2018

Russland ist ein Land, „das wirklich sehr viele Verbrechen begangen hat“? -Fußballfunktionär Thomas Hitzlsperger

Putin schickt Drohnen los??? (so Alexander Bommes)
Russland ist ein Land, „das wirklich sehr viele Verbrechen begangen hat“? ( Thomas Hitzlsperger) und das waren noch nicht einmal die tiefsten Abgründe, die die ARD in Sachen Russlandhetze dem Publikum nach dem Halbfinale zu bieten hatte.

 

11. Juli 2018

Einwanderung entzweit Europa und die deutsche Linke – von Diana Johnstone

Der Kampf zwischen einem Eintreten für geregelte Immigration und einer Utopie, die auf einer Linie mit dem internationalen Finanzkapital liegt, spaltet die Linkspartei und eröffnet so Chancen für das rechte Spektrum.

Einwanderung entzweit Europa und die deutsche Linke
von Diana Johnstone

Die Freizügigkeit ist der Grundwert der Europäischen Union. Die „vier Freiheiten“ sind in die bindenden EU-Verträge und Richtlinien eingeschrieben: freier Waren- und Dienstleistungsverkehr, freier Kapitalverkehr und freier Personenverkehr (Arbeitskräfte) zwischen den Mitgliedsstaaten.

Die Schlüsselfreiheit ist natürlich die Freiheit des Kapitals, die unabdingbare Voraussetzung der neoliberalen Globalisierung. Sie eröffnet dem internationalen Finanzkapital jede Möglichkeit, Profite zu erwirtschaften, über alle nationalen Grenzen hinweg. Die Europäische Union ist der Kern der weltumspannenden „Open Society“, wie sie der Financier George Soros propagiert.
Die Doktrin der „Freizügigkeit“ – erweitert auf das Phänomen der Massenimmigration – ist jedoch dabei, die Union zu entzweien.

Hier weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/der-spaltpilz

11. Juli 2018

Nach Besuch israelischer Siedlung: Palästinenser fordern Rücktritt von Linken-Fraktionschef Bartsch (RT Deutsch)


11.07.2018
Wegen seiner Teilnahme an einer zionistischen Aktion, bei der Bäume zum Schutz israelischer Siedlungen im Grenzgebiet zu Gaza gepflanzt wurden, steht Linken-Politiker Dietmar Bartsch in der Kritik. Es zeigen sich – nach eigenen Genossen – auch Palästinenser-Vertreter empört.

Ende Mai hatte der Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag Dietmar Bartsch an einer umstrittenen Aktion der zionistischen Organisation „Jüdischer Nationalfonds“ teilgenommen (RT Deutsch berichtete). Die Organisation veranstaltete eine „sicherheitstechnische“ Bepflanzung mit Bäumen von israelischen Siedlungen an der Grenze zum Gaza-Streifen. Nach interner Kritik aus der eigenen Partei melden sich nun auch palästinensische Organisationen zu Wort.

Mitgliedsorganisationen der Palästinensischen Koalition für Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte verurteilten Bartsch in einem gemeinsamen Brief scharf. Sie warfen dem Jüdischen Nationalfonds vor, ethnische Säuberungen gegen Palästinenser zu betreiben und sie aus ihrer Heimat zu vertreiben.

Die Teilnahme von Bartsch an der Aktion, die aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung Israels stattfand, lasse „koloniale Ideologie“ erkennen. Bartsch habe durch seine Teilnahme Nähe zur „brutalen Vorgehensweisen des Besatzers“ gezeigt.

Der Linken-Politiker handle somit gegen die wesentlichen Prinzipien einer jeden linken Politik, die den Kampf der Völker für Befreiung von Kolonialismus und Imperialismus unterstütze. Sie forderten von der Linkspartei eine klare Verurteilung von Bartsch. Der Linken-Politiker müsse umgehend aller seiner Ämter enthoben werden.

RT Deutsch dokumentiert den Brief im englischen Original:
Hier: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/72796-palastinenser-vertreter-emport-nach-umstrittener/

11. Juli 2018

Das NSU-Urteil (german-foreign-policy.com)

 

(Eigener Bericht) – Begleitet von massiver Kritik ist am gestrigen Mittwoch der Prozess um die Mordserie der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in den Jahren von 2000 bis 2007 zu Ende gegangen. Der NSU hatte neun Menschen mit nichtdeutscher Abstammung ermordet, um in migrantisch geprägten Communities Furcht und Schrecken zu verbreiten; zudem erschossen NSU-Täter eine Polizistin. In den gestern verkündeten Urteilen ist einer der maßgeblichen Unterstützer des NSU zu gerade einmal zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden; das Strafmaß liegt unter demjenigen, das im Januar ein junger Mann erhielt, weil er einen Polizisten mit dem Wurf einer kaputten Bierflasche leicht verletzt hatte. Auch die Ermittlungen irritieren; Beobachter gehen davon aus, dass dem NSU mehr als nur drei Personen angehörten und womöglich sogar NSU-Mörder noch in Freiheit sind. Nebulös ist bis heute zudem die Rolle der deutschen Geheimdienste. Amnesty International warnt, der institutionelle Rassismus, der die Ermittler fehlgeleitet habe, sei bis heute nicht aufgearbeitet worden.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7668/

11. Juli 2018

Nato will Trump auf antirussischen Kurs fixieren (heise.de)

  1. Juli 2018 Florian Rötzer

Nach der vorbereiteten Abschlusserklärung sollen die Folgen von Trumps von Angst begleitetem Treffen mit Putin zugunsten der transatlantischen Einheit minimiert werden.

Angeblich liegt die vorbereitete Abschlusserklärung für den heute beginnenden Nato-Gipfel der Süddeutschen Zeitung vor. Danach wollen die Nato-Mitglieder dem dauernden Quängeln von US-Präsident Trump entgegenkommen und die schon 2014 beschlossene Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2 Prozent vom BIP nun umsetzen. Aber dafür soll wohl auch Trump in den transatlantischen Bahnen gehalten werden.

https://www.heise.de/tp/features/Nato-will-Trump-auf-antirussischen-Kurs-fixieren-4107443.html

11. Juli 2018

Trump-Putin-Gipfel: Haben sich Moskau und Washington auf ein Abschlusskommuniqué geeinigt? (RT Deutsch)


Welche Themen werden beim Gipfel am 16. Juli zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Helsinki besprochen? Warum findet der Gipfel überhaupt dort statt? Wird es ein gemeinsames Abschlusskommuniqué geben? Die Unsicherheit vor dem Treffen ist gewaltig.

Nächste Woche findet in der finnischen Hauptstadt Helsinki das wohl wichtigste politische Ereignis in diesem Jahr statt. Wenn sich am 16. Juli die Präsidenten zweier geopolitischer Erzrivalen treffen, wird ihnen die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gewiss sein. Dass es überhaupt zu so einem Treffen kommen konnte, wird angesichts der Eiszeit zwischen Washington und Moskau bereits als ein Erfolg gewertet. Die Erwartungen werden also eher nierdig angesetzt, was auch gut so ist. Würde man die Erwartungen hochschrauben, wäre ein Debakel vorprogrammiert, das nur zu noch größerer Verstimmung in den jeweiligen Lagern führen würde.

Was für ein heißes Eisen dieses Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin tatsächlich ist, zeigte sich bereits im Vorfeld am Besuch von sieben US-amerikanischen Senatoren und einer Kongressabgeordneten in Moskau vergangene Woche.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/international/72763-trump-putin-treffen-moskau-washington-abschlusskommunique-geeinigt/

11. Juli 2018

Katari TV Al Jazeera did spread Lies About Syria from First Day – Eva Bartlett interviews Dr Amer Ghantous on Events Around Daraa 2011

When in Syria Eva Bartlett interviewed Dr. Amer Ghantous about his experiences and observations on having worked in a military hospital in Dara’a governorate in March 2011. He spoke of being instructed to give priority to treating any civilians who came to the hospital before soldiers. He also spoke of the hospital receiving soldiers who had clearly been shot by snipers.
Dr. Ghantous speaks also about the lies of the TV-Newschannel Al Jazeera, whihc is based in Katar, and reported on the very same day live from the hospital, claiming that civilians were refused treatment. This happended when Dr. Amer Ghantous was present at the hospital witnessing that civilians were treated even while government soldiers were waiting in line.

11. Juli 2018

Linken-Obmann Alexander Neu zu Syrien: Höchstmaß an Doppelmoral von Deutschland

11. Juli 2018

Appell der Internationalen Komitees der Nazi Konzentrationslager: APPELL VON MAILAND, 1. Juli 2018

Die Präsidenten, Vizepräsidenten und Generalsekretäre der Internationalen Komitees der Nazi Konzentrationslager haben sich – auf Initiative der Associazione Nationale Ex Deportati Nei Campi nazisti (ANED) – am 1. Juli 2018 in der Casa della Memoria in Mailand getroffen. Angesichts der aktuellen Bedrohungen gegen das Gedächtnis und gegen die Zukunft Europas und seiner MitbürgerInnen, veröffentlichen wir folgenden feierlichen Aufruf:

Wir sind die Träger des Gedächtnisses der Überlebenden der Naziverbrechen: dieses lebendige und schmerzvolles Gedenken macht aus uns die Sprecher für die abertausenden Männer und Frauen, die die Lager überlebt haben. Wir sind entweder Angehörige oder Nachkommen der Überlebenden bzw. normale BürgerInnen, die innerhalb ihrer verschiedenen Organisationen aktiv sind.

Es liegt uns am Herzen die früheren KZ-Lager, die heute Erinnerungsorte geworden sind, zu schützen und sie vor dem Vergessen, der Banalisierung sowie der Zerstörung zu bewahren. Wir beziehen uns unter anderem auf den Entschluss des Europaparlaments vom 11. Februar 1993 betreffend den europäischen und internationalen Schutz für historische Denkmäler der Orte der Nazi Konzentrationslager. Die jüngsten Angriffe auf die historische Substanz in Mauthausen und Flossenbürg empören uns zutiefst.

Wir sind empört dass eine von der UNO am 21. November 2014 präsentierte Resolution „für den Kampf gegen eine Verherrlichung des Nazismus, des Neo- Nazismus und anderer Praktiken die die zeitgenössischen Formen des Rassismus, der Rassendiskriminierung, des Fremdenhasses und der ihr zugehörigen Intoleranz befeuern“ nicht angekommen wurde, wegen 3 Nein-Stimmen und 55 Enthaltungen (unter ihnen die der europäischen Mitgliedsländern).

Gegenüber aller nationalistischen und populistischen Versuche diese Orte der Barbarei sowie die Kämpfe und die Solidarität aus dem europäischen Gedächtnis verschwinden zu lassen, bleiben wir überaus wachsam.

Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 erinnert daran daß: „(…) die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen (…).“

Hunderttausende von Deportierten in die Nazilager sind die Opfer dieser Barbarei geworden. Seit über siebzig Jahren sind die Überlebenden und ihre Nachkommen den Versprechen bei der Befreiung ihrer Lager treu geblieben. Unermüdlich haben sie sich für den Frieden und für die brüderliche Solidarität unter den Völkern eingesetzt.

Durch ihr Zeugnis haben sie gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenhass und die Thesen der Rechstextremisten in Europa gekämpft. Auf die Ankunft von Flüchtlingen, die von Krieg und Hunger getrieben sind, ist die Antwort von verschiedenen europäischen Staaten nicht eine humanitäre Aufnahme sondern die Schliessung ihrer Grenzen. Das Mittelmeer ist zu einem riesigen Friedhof geworden wo die Hoffnungen von Tausenden von Männern, Frauen und Kindern ein Ende finden. Europa scheint sein Gedächtnis verloren zu haben: viele Europäer waren, vor und nach dem Krieg, selber Flüchtlinge. Sie haben manchmal Solidarität erfahren aber auch Diskriminierung und Zurückweisung. Europa muß die schrecklichen Lektionen seiner jüngsten Geschichte lernen und nicht die Augen vor seiner Verantwortung schließen:

Welche Werte wollen wir den jungen Generationen vermitteln? Egoismus und die Angst vor dem Anderen dürfen die Werte des Humanismus, die im Herzen unserergemeinsamen Geschichte und unserer Verpflichtungen stehen, nicht ersetzen.

Wir appellieren deshalb an die vom Volk gewählten Vertreter in den verschiedenen nationalen und europäischen Institutionen und bitten sie, sich bei der Suche nach adäquaten Antworten in der Flüchtlingsfrage vor allem vom Respekt vor der Menschenwürde eines jeden leiten zu lassen.

Erste Unterschriften:

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