Archive for Juli 4th, 2018

4. Juli 2018

China Sanctions are a Strategic Threat to U.S.

Somewhat biased but interesting perspective on the policy towards China.

https://www.c-span.org/video/?445077-2/china-rx

Millions of Americans are taking prescription drugs made in China [and India-most generics, but China makes the ingredients for India] and don’t know it–and pharmaceutical companies are not eager to tell them. This is a disturbing, well-researched wake-up call for improving the current system of drug supply and manufacturing.

Several decades ago, penicillin, vitamin C, and many other prescription and over-the-counter products were manufactured in the United States. But with the rise of globalization, antibiotics, antidepressants, birth control pills, blood pressure medicines, cancer drugs, among many others [and predatory pricing and the resulting monopolies] are made in China and sold in the United States.
China’s biggest impact on the US drug supply is making essential ingredients for thousands of medicines found in American homes and used in hospital intensive care units and operating rooms.
The authors convincingly argue that there are at least two major problems with this scenario. First, it is inherently risky for the United States to become dependent on any one country as a source for vital medicines, especially given the uncertainties of geopolitics. For example, if an altercation in the South China Sea causes military personnel to be wounded, doctors may rely upon medicines with essential ingredients made by the adversary. Second, lapses in safety standards and quality control in Chinese manufacturing are a risk. Citing the concerns of FDA officials and insiders within the pharmaceutical industry, the authors document incidents of illness and death caused by contaminated medications that prompted reform.
This probing book examines the implications of our reliance on China on the quality and availability of vital medicines.

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Editor’s Note: It is extremely difficult to find out where pharmaceuticals are made, whether they are prescription of non-prescription. There is no law that mandates where the medications are manufactures, so if you check the box or the label, most often it is not there. The next step to find out where the medications are made is the book China Rx, which is the book we are reviewing. And lastly, calling up the company itself. Even with this time-consuming test, you may still not get the answer.

What most Americans don’t know is that 80% of of pharmaceuticals are made in China or India but mainly in China. China has a virtual monopoly on antibiotics. As for my feeling about antibiotics, I have noted that sometimes “Keflex” or cephalexin are totally ineffective. I think cephalexin is less effective not due to increasing resistance of bacteria, but due to a decrease of the potency of the antibiotics because of cheaper manufacturing practices. Plus, the FDA does not have the funding to oversee potency of most medicines especially generics.

Of course, when one country manufactures most of the world’s pharmaceuticals, this means that monopolistic policies are soon to follow: Increasing prices; ability to ignore penalties; ability to create shortages at a minute’s notice.

The authors of the book recommend that the US Congress label pharmaceuticals a strategic asset and therefore China can not use pharmaceuticals as unfair leverage against the U.S. in the future. Certainly, it is not going to happen from this Congress.

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4. Juli 2018

Friedrich II – von Hohenstaufen – Preis für gelebte Freundschaft der Völker und Integration der Nationen an Prof. Dr. Leoluca Orlando, Bürgermeister von Palermo

Der Oberbürgermeister der sizilianischen Hauptstadt Palermo, Herr Prof. Dr. Leoluca Orlando, wird vom Präsidium der Deutsch-Arabischen Gesellschaft mit dem Friedrich II. von Hohenstaufen-Preis für gelebte Freundschaft der Völker und Integration der Nationen ausgezeichnet. Der Festakt fand statt am Montag, dem 2. Juli 2018 in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt. Die Laudatio zu Prof. Orlando wurde gehalten von Bundesminister des Auswärtigen a.D., Sigmar Gabriel MdB. Von DAG-Präsident Michael Lüders wurde die Ehrenurkunde überreicht. Sie erinnert an den großen deutschen Kaiser Friedrich II von Hohenstaufen, der in Italien als Federico Secondo verehrt wird.

https://www.d-a-g.de/index.php?id=41&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1279&cHash=7990f7ce0428cca490136127ea575155

 

 

4. Juli 2018

Aufgeben ist für Palästinenser keine Option (RT Deutsch)

Für alle die Englisch verstehen – siehe dazu auch dieses Video:
Palestinian leader gets huge welcome at Sinn Féin 2018 Ard Fheis
https://www.youtube.com/watch?v=l1fOWNJZXOc&feature=youtu.be

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Aufgeben ist für Palästinenser keine Option
Jeder US-Präsident möchte der Welt ein positives Vermächtnis hinterlassen. Normalerweise ist es die Beilegung eines jahrealten Konflikts oder einer internationalen Krise. Nixon brach das Eis mit China, Obama mit dem Iran. Und Trump?

von Zlatko Percinic

Die Lösung des einhundertjährigen Konfliktes in Palästina zwischen Juden und später Israelis mit Palästinensern wäre die ultimative Krönung für jeden US-Präsidenten. Jimmy Carter hat es als erster US-Präsident versucht und einen zwar wichtigen, aber für die Palästinenser nutzlosen Teilerfolg erzielen können. Das Abkommen von Camp David basierte auf der UN-Resolution 242 vom 22. November 1967 als Reaktion auf die eroberten Gebiete in Ägypten, Syrien und das damals unter jordanischer Herrschaft stehende Westjordanland, einschließlich Ostjerusalems mit dem Tempelberg. Mit der Verabschiedung dieser Resolution durch den Sicherheitsrat wurde Israel aufgefordert, seine „Streitkräfte aus (den) Gebieten, die während des jüngsten Konflikts besetzt wurden“, abzuziehen.

Die Formulierung im Text der Resolution wurde auf Drängen Israels absichtlich vage gehalten und nicht näher definiert. Was normalerweise für jedermann klar ist, dass sich Israel aus allen eroberten Gebieten wieder zurückziehen muss, ist in der Welt der Diplomatie noch längst nicht so. Aus welchen Gebieten genau muss Israel seine Truppen wieder abziehen? Müssen alle eroberten Gebiete wieder zurückgegeben werden? Bis wann?

So kam es, dass unter Druck der Regierung von Jimmy Carter die Umsetzung dieser UN-Resolution 242 in Angriff genommen wurde. Da Ägypten damals als mächtigster arabischer Staat auch potenziell wieder eine Gefahr für Israel werden könnte, war es nur zu verständlich, dass sich die Verhandlungen vorerst auch auf diese zwei Länder konzentrierten. Die Palästinenser hofften natürlich, dass der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat ihre Interessen in den Verhandlungen mit den Israelis und Amerikanern vertreten würde, dass er ihre Sache zu seiner eigenen machen würde, so wie er und sein Vorgänger Gamal Abdel Nasser – und alle anderen arabischen Herrscher – es öffentlich immer wieder verlauten ließen.

Doch Sadat verhandelte nicht im Namen der Palästinenser, sondern für die Ägypter. Das Camp-David-Abkommen führte am Ende zu einem Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel, wofür Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Obwohl Camp David grundsätzlich ein bilaterales Abkommen war, enthielt es dennoch einige wenige Passagen, in welchen von „legitimen Rechten der Palästinenser“ und „voller Autonomie und Selbstbestimmung“ die Rede ist. Der Status des Westjordanlandes und Gazas sollte laut Vertrag nach fünf Jahren (also 1984) nachverhandelt werden.

Was Menachem Begin in Wirklichkeit davon hielt, machte er nach der Unterzeichnung vor dem US-Kongress klar: „Ich glaube von ganzem Herzen, dass das jüdische Volk das Recht auf die Souveränität über Judäa und Samaria (das Westjordanland/Anm.) hat.“
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/72335-aufgeben-ist-fuer-palaestinenser-keine-option/

4. Juli 2018

In seinen Kriegen setzt der Westen auf staatsterroristische Mordoperationen.  (Rubikon)

Vor Kurzem hat der Bundestag die Anschaffung einer Kampfdrohne beschlossen. Die Bewaffnung selbst soll erst „nach ausführlicher völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung“ entschieden werden. Bekanntlich dient die bewaffnete Drohne der „gezielten Tötung.“
Oberstleutnant a. D. der Bundeswehr Jürgen Rose geht in einem informationsreichen Artikel auf verschiedene Aspekte des „gezielten Tötens“ ein. Ausführlich beschreibt er die aktuelle Praxis des „gezielten Tötens“ mit Drohnen, die mit dem „Krieg gegen den Terror“ eine neue Dimension erreicht hat, und unter Obama erheblich ausgeweitet wurde.

Zum ganzen Artikel hier:
Der Mörder-Staat – In seinen Kriegen setzt der Westen auf staatsterroristische Mordoperationen.
https://www.rubikon.news/artikel/der-morder-staat

Und hier eine wichtige politische Schlussfolgerung:
(…)
Anhand der zuvor dargestellten Problematik wird unzweifelhaft deutlich, dass eine Diskussion lediglich über die instrumentelle Dimension von Waffensystemen wie Kampfdrohnen sekundär ist und nur in die Irre führt – während sich zugleich diejenigen klammheimlich ins Fäustchen lachen, denen vornehmlich daran gelegen ist, eine erregte Öffentlichkeit auf Nebenkriegsschauplätzen zu beschäftigen, um diese von erheblich neuralgischeren Fragen abzulenken (82).

Die wichtigste dieser Frage betrifft dagegen die Illegitimität und Illegalität des mit staatsterroristischen Methoden geführten sogenannten „Krieges gegen den Terror“. In diesem Kontext ist es vorderhand völlig unerheblich, mit welchen Mitteln dieser a priori völkerrechtswidrige „Anti-Terrorkrieg“ geführt wird, sondern es kommt darauf an, ihn unter allen Umständen zu beenden – und zwar umgehend. Im Übrigen bestünde hierin auch der beste Schutz für die SoldatInnen der Bundeswehr: Statt sie in Auslandseinsätzen mit Kampfdrohnen schützend zu umkreisen, sie gar nicht erst auf ferne Kriegsschauplätze zu entsenden (83).

Über jenes absolut prioritäre Ziel hinaus muss zudem alles darangesetzt werden, die rasend voranschreitende technologische Entwicklung auf dem Sektor der Drohnensysteme, allen voran der bewaffneten, zum Gegenstand von Rüstungskontroll- und Abrüstungsmaßnahmen zu machen, um so die Aufrüstungsdynamik in den Griff zu bekommen – ganz so, wie dies im Hinblick auf Waffensysteme vielfältiger Art langjährig bewährter Praxis während des Kalten Krieges und danach entspricht.

Hierfür ist es unabdingbar, eine operationell handhabbare Definition über den Gegenstand zu entwickeln, der da vertraglich kontrollierbar abgerüstet werden soll. Die zeitweilig offiziell im Pentagon gebräuchliche Definition „… eine Drohne oder ein unbemanntes Luftfahrzeug ist ein Luftfahrzeug oder Ballon, das/der keinen menschlichen Bediener mitführt und entweder ferngesteuert oder mittels Programmierung autonom fliegt (84), ist völlig unzureichend, da hierunter auch sämtliche gelenkten Bomben, Raketen und Marschflugkörper – also praktisch das gesamte Arsenal moderner Kampfflugzeugbewaffnung – fallen.
(…)

4. Juli 2018

Panik auf der Titanic Die Ankündigung des Trump-Putin-Gipfeltreffens verbreitet Angst und Schrecken unter Transatlantikern – von Doris Pumphrey (Rubikon)

https://www.rubikon.news/artikel/panik-auf-der-titanic

Trump will ein weiteres Wahlversprechen einlösen und sich nun endlich mit Putin zum Gipfel treffen. Die US-amerikanische Anti-Trump-Querfront – von den republikanischen Falken über demokratische Kriegshetzer und Regime-Changer bis hin zu Kreisen sogenannter Progressiver oder gar „Linker” – hat seit seiner Wahl versucht dies mit ihrem Russia-Gate und anti-russischer Hetze zu verhindern. Aber auch diesseits des Atlantiks herrscht Empörung. Das Treffen soll am 16. Juli in Helsinki stattfinden.

Der Feind ist Russland – und Russland muss der Feind bleiben.

Die WELT, für die schon das Treffen von Trump/Kim eine „unerhörte Verlobung” war (1), ist bei der Aussicht auf das Gipfeltreffen Trump/Putin geradezu in Panik geraten und warnt vor einem „Worst-Case-Szenario für Europa”:

„Das Albtraum-Szenario wäre ein Deal zwischen Washington und Moskau über die Köpfe der Europäer hinweg” (2).

Die Welt steht auf dem Kopf. Ausgerechnet so ein „verrückter“ US-Präsident hat die verrückte Idee und will persönlich prüfen, ob Russland nicht doch Freund sein könnte.

Die NATO stehe vor einer „existentiellen Krise“ warnt die London Times (3). „Es droht Gefahr!”, schreien die europäischen NATO-Büttel.

Ausgerechnet deren Chef droht das Feindbild Russland zu zertrumpeln, das man in jahrelanger transatlantischer Vertrautheit mit seinen Vorgängern gebastelt hat.

Gleichzeitig fordert der Chef, endlich die 2014 eingegangene Verpflichtung zur Erhöhung der Militärausgaben einzulösen, um die Lasten in der NATO gerechter zu verteilen.

Jetzt aber mal ehrlich: Hat der nicht Recht? Warum sollen die USA eigentlich mehr für die „Verteidigung” der europäischen Verbündeten gegen die „russische Gefahr” zahlen als diese selbst? Der Russe sitzt doch schließlich vor deren Haustür.

Es heißt, der Chef verliere die Geduld vor allem mit dem deutschen Büttel. Der versucht nämlich, die geforderte Gesamterhöhung des Mitgliedsbeitrags im Verein noch etwas hinauszuschieben. Warum so umständlich? Die NATO ist doch kein Zwangsverein. Austritt genügt und spart viel Geld.

Wie war es doch bequem, von den USA als Frontstaat gegen die bösen Kommunisten aufgepäppelt zu werden und sich unter ihrem preiswerten Schirm zur stärksten europäischen Wirtschaftsmacht und zum Exportweltmeister zu mausern.

Und jetzt? Die Bundeswehr, na ja, die gibt’s wohl nicht her – und die Schaffung einer EU-Armee ist wohl etwas schwer. Da ist es doch besser weiter im Windschatten des US Militärs zu segeln, um die eigenen wirtschaftlichen und strategischen Interessen durchzusetzen. Die NATO als Garant für den Zugang zu den Rohstoffen und der eigenen wirtschaftlichen Expansion. Und der Feind Russland als Garant für den Fortbestand der NATO.

Der Feind muss bleiben! Das Mantra von den Angriffsabsichten der Sowjetunion beziehungsweise Russlands muss aufrechterhalten werden, obwohl doch „alle Fakten auf dem Tisch liegen, die diese Behauptung als geradezu absurd entlarven” (4).

Internationale Entspannung stört das so penetrant gepflegte Feindbild. Die Aussicht auf eine längst überfällige Verständigung zwischen den Chefs der beiden größten Atommächte treibt transatlantischen Politikern und Medien geradezu den Schweiß auf die Stirn. Wo sollen sie nun hin mit ihrer so lange eingeübten Hetze und Lüge?

Eine „friedenspolitische Entwicklung zwischen den USA und Russland” würde „die aggressive deutsche Russlandpolitik erst ins Abseits” zwingen und führe sie „dann möglicherweise ad absurdum” (5).

Gespräche sind allemal besser als Konfrontation. Aber selbst wenn wenig Konkretes in Helsinki herauskommen sollte, eines hat allein schon die Ankündigung eines Friedensgespräches bewirkt:

Vertreter der „westlichen Wertegemeinschaft” haben sich selbst die Blöße gegeben und ihre Heuchelei gründlich vorgeführt. Das allein ist schon viel wert.

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.welt.de/politik/ausland/article177392662/Kim-und-Trump-in-Singapur-Szenen-einer-unerhoerten-Verlobung.html
(2) https://www.welt.de/politik/ausland/article178232612/USA-und-Russland-Ein-Deal-zwischen-Trump-und-Putin-waere-fuer-Europa-ein-Albtraum.html
(3) https://www.thetimes.co.uk/edition/news/fears-grow-over-prospect-of-trump-peace-deal-with-putin-6f69gqq27
(4) Siehe Rede von Lühr Henken: Hetze gegen Russland – nicht in unserem Namen!
(5) Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam: Dr. Gniffkes Macht um acht: Versager auf der ganzen Linie

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