Zusammenstoß zwischen russischen und US-Truppen in Syrien möglich? Moskau kommentiert

https://de.sputniknews.com/politik/20180629321356936-russland-usa-zusammenstoesse-syrien/  29.06.2018

Könnte es in Syrien zu Zusammenstößen zwischen den russischen und US-amerikanischen Truppen kommen? Der russische Vizeaußenminister Sergej Werschinin hat dies völlig ausgeschlossen.
„Es kann keineswegs zu Zusammenstößen oder direkten Konfrontationen kommen. Das ist ausgeschlossen“, erklärte Werschinin. Russland und die USA nutzen dem Minister zufolge „gute und sichere Kanäle“, um Konflikte zu vermeiden.
„Wir kooperieren mit ihnen und koordinieren unsere Handlungen, auch mit Hilfe des Zentrums in Amman, wo wir, Amerikaner und Jordanier Informationen austauschen“, sagte der Minister. Er präzisierte, dass es dabei um den Nordwesten Syriens gehe.

https://de.sputniknews.com/politik/20180629321370017-russland-syrien-abzug-truppen-frist-lawrow/29.06.2018
Lawrow äußert sich zu Deadline für russischen Truppenabzug aus Syrien
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in einem Interview für den britischen TV-Sender Channel 4 die Stellung Russlands in Bezug auf das Tempo der Reduzierung seiner Militärpräsenz in Syrien erläutert.
Bei dem Gespräch wollte die Moderatorin wissen, ob der Abzug der russischen Truppen aus Syrien bis zum Ende des Jahres zu erwarten sei.
„Nein, ich glaube nicht, dass das etwas ist, was wir mit Verständnis der Sache besprechen können. Wir mögen keine künstlich festgesetzten Deadlines. Dennoch reduzieren wir konsequent unsere militärische Präsenz in Syrien. Die jüngste Reduzierung fand vor einigen Tagen statt. Der Präsident (Wladimir Putin) hat das erwähnt: Mehr als tausend Soldaten kehrten nach Russland zurück, sowie einige Flugzeuge und andere Ausrüstung“, so Lawrow.
Die Reduzierung des russischen Militärkontingents hänge von der tatsächlichen Lage „am Boden“ ab.
„Wir haben es zwar mit unseren Kollegen, nämlich mit der syrischen Armee und mit einer Opposition, die ich als patriotisch bezeichnen würde, geschafft, den „Islamischen Staat“* daran zu hindern, seine Pläne zur Schaffung des „Kalifats“ zu verwirklichen. Allerdings bleiben einige Reste des IS immer noch dort, (die Terrormiliz) „Dschebhat al-Nusra“ bleibt immer noch dort, und sie verhindern zurzeit die völlige Umsetzung der Vereinbarung über die südliche Deeskalationszone“, fügte der Minister hinzu.