Reaktionen: Gipfeltreffen USA/Nordkorea abgesagt

Viele profitieren vom „Bösewicht Nordkorea“
Nordkorea und das abgesagte Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un sind in aller Munde. Gerne wird betont, von welch historischer Bedeutung eine Einigung zwischen den USA und Nordkorea sei. Tatsächlich aber wäre es nicht das erste Mal, dass sich die Staaten auf ein Abkommen verständigen.
Bereits unter Bill Clinton gab es Pläne, das nordkoreanische Atomprogramm einzustampfen und dem Land dafür entgegenzukommen. Die gemachten Zusagen wurden jedoch nie eingehalten.
Zudem gibt es viele Akteure, die von Feindschaft und Kriegsgefahr auf der koreanischen Halbinsel profitieren. Eine echte Entspannung ist unter diesen Voraussetzungen schwerlich zu erwarten.
Zum Videobericht: https://deutsch.rt.com/international/70366-viele-profitieren-vom-bosewicht-nordkorea/

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/pjoengjang-trumps-absage-nicht-wunsch-der-welt-15606664.html
Pjöngjang: Trumps Absage nicht Wunsch der Welt
Das Hin und Her geht weiter: Amerikas Präsident Trump sagt den Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim ab. Nun zeigt Pjöngjang sich wieder versöhnlich. Auch Südkorea setzt weiter auf Kooperation.

Nach der Absage des Gipfeltreffens mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un durch Amerikas Präsident Donald Trump hat Pjöngjang wenige Stunden später weitere Gesprächsbereitschaft bekundet. „Wir sind bereit, uns von Angesicht zu Angesicht mit den Vereinigten Staaten zusammenzusetzen und Fragen jederzeit und in jedem Format anzusprechen“, zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap am Freitagmorgen aus einer Mitteilung des nordkoreanischen Vize-Außenministers Kim Kye-gwan.

Kim Jong-un habe sich größte Mühe gegeben, den Gipfel mit Trump zu ermöglichen. Trumps Absage des für 12. Juni in Singapur geplanten Gipfels entspreche „nicht den Wünschen der Welt“. Ein Gipfel mit den Vereinigten Staaten sei dringend nötig, um „schwerwiegende feindliche Beziehungen“ auszuräumen. Nordkorea sei weiterhin unverändert um Frieden und Stabilität in der Welt und auf der koreanischen Halbinsel bemüht und sei biete den Amerikanern „Zeit und Gelegenheit“.

Auch Südkorea will sich weiterhin für eine Verbesserung der Beziehungen zum Norden einsetzen. „Unsere Regierung wird ihren Teil dazu beitragen, die Panmunjom-Erklärung umzusetzen“, sagte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon am Freitag laut der Nachrichtenagentur Yonhap mit Blick auf die im April unterzeichnete historische Gipfelerklärung zwischen Nord- und Südkorea. Nordkorea erwecke den Eindruck, es ernst zu meinen mit der Umsetzung der Vereinbarung sowie Fortschritte bei der Denuklearisierung und beim Erreichen von Frieden erzielen zu wollen, fügte Cho hinzu.

Trump hatte den als historisch angekündigten Gipfel am Donnerstag in einem später veröffentlichten Brief an Kim abgesagt. Das Weiße Haus machte die nordkoreanische Seite verantwortlich.
Gleich eine ganze Reihe von Zusagen seien nicht eingehalten worden. Es gebe jedoch noch die Chance, das auch wieder zu ändern, sagte Trump. „Zögern Sie nicht, mich anzurufen oder schreiben Sie“, forderte Trump den Machthaber in Pjöngjang in einer im diplomatischen Verfahren ungewöhnlichen Wortwahl auf.
Derweil haben auch Chinas Staatsmedien eine Fortsetzung des Dialogs gefordert. Über Jahrzehnte werde an einem Ende der Feindseligkeiten und atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel gearbeitet. „Nach 65 Jahren muss mit etwas Lavieren gerechnet werden, aber alle Parteien müssen in Kontakt bleiben und gemeinsam auf das gleiche Ziel hinarbeiten“, kommentierte am Freitag die Zeitung „China Daily“.

Trumps neue Drohungen in dem Absagebrief mit den mächtigen atomaren Fähigkeiten der Vereinigten Staaten dienten aber nur dazu, die existenzielle Bedrohung hervorzuheben, die Nordkorea von Anfang an veranlasst habe, die Entwicklung nuklearer Waffen zu verfolgen, schrieb der Kommentator. Mit seiner „schnodderigen Einladung“ an Kim, ihm zu schreiben oder ihn anzurufen, um doch noch ein Treffen zu vereinbaren, schlage der Brief die Tür zu Gesprächen nicht zu. (…)

USA sind nicht an Deeskalation auf Korea-Halbinsel interessiert – russischer Experte
Die USA haben kein strategisches Interesse am Abbau der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Dies hat der Vize-Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (russisches Parlamentsoberhaus) Andrei Klimow gegenüber Reportern in Tokio bekanntgegeben.
„Wenn Seoul und Tokio alles auf Washington setzen, werden sie wahrscheinlich keine großen Fortschritte machen, da Washington nicht an dem globalen und strategischen Plan (der Verbesserung der Beziehungen mit Nordkorea – Anm. d. Red.) interessiert war – weder unter Obama, noch vor ihm, noch jetzt“, erörterte Klimow.
Hier: https://de.sputniknews.com/politik/20180525320859930-usa-nordkorea-deeskalation-klimow/

Trump sagt Treffen mit Kim Jong-un ab
Nicht wenige, wie sich dies in den Diskussionen in politischen Kreisen in sozialen Netzwerken zeigt, sehen im Scheitern des Treffens erneut eine deutliche Handschrift der Falken und Hardliner in der US-Regierung, die wie im Fall Iran auch bei Nordkorea auf Konfrontationskurs gehen.
Hier: https://www.heise.de/tp/features/Trump-sagt-Treffen-mit-Kim-Jong-un-ab-4058297.html

Gipfel-Aus mit Nordkorea: USA wollten „nicht wie verzweifelte Bittsteller aussehen“
Der historische Gipfel zwischen Nordkorea und den USA kommt vorerst nicht zustande. US-Präsident Donald Trump hat das für den 12. Juni geplante Treffen mit Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un abgesagt. Mögliche Gründe dafür nennt eine Zeitung aus Singapur.
Hier: https://deutsch.rt.com/international/70396-gipfle-aus-mit-nordkorea-amerikaner-wollten-nicht/

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