Der russisch-britische Ex-Doppelagent Sergej Skripal ist 2016 nach Estland gereist, wo er ein geheimes Treffen mit den estnischen Geheimdiensten hatte. Darüber berichtet die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf einen informierten hochrangigen europäischen Beamten.
Wie der Beamte der Zeitung mitteilte, sei unbekannt, was Skripal mit den Geheimdienstlern besprochen habe. Das Treffen sollen britische Geheimdienste gefördert haben. Die Quellen erzählen laut der Zeitung sehr vorsichtig über diese Reise. Das sei eine „äußerst wichtige Information“.
Die Zeitung bestätigte außerdem die Angaben des tschechischen Wochenmagazins „Respekt“ über Skripals Treffen mit den tschechischen Geheimdiensten 2012 in Prag. Mindestens einmal sei er mit ihnen auch in Großbritannien zusammengekommen, hieß es.
Laut „Respekt“ wohnte Skripal nach der Auslieferung aus Russland in Großbritannien. Dort kooperierte er mit MI6 und half dem britischen Geheimdienst bei der Aufdeckung russischer Auslandsagenten. Skripals Verbleiben sei für die britische Seite nützlich gewesen. Dabei verbindet Prag diese Tatsachen nicht mit der Vergiftung Skripals im März dieses Jahres.
