Erkennbare Differenzen zwischen Trump und Beratern um frühzeitig geplantes Gipfeltreffen mit Putin, Ausweisung von russischen Diplomaten und Telefonat.

https://de.sputniknews.com/politik/20180503320561255-trump-putin-treffen-lawrow/
03.05.2018
Trump wollte sich „möglichst schnell“ mit Putin treffen – Russlands Außenminister
US-Präsident Donald Trump hat im März dieses Jahres abgehaltenen Telefongespräch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin den Vorschlag einer „möglichst schnellen“ Durchführung eines bilateralen Treffens unterbreitet. Dies verriet Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit der italienischen Zeitschrift „Panorama“.
Der russische Außenminister verwies gegenüber dem Blatt darauf, dass die Entscheidung der US-Behörden über die Ausweisung von 60 Mitarbeitern der russischen diplomatischen Vertretungen sowie der Schließung des Generalkonsulats in Seattle nach einem Telefongespräch zwischen dem US-Staatschef und seinem russischen Amtskollegen getroffen worden sei.
„Trump hat am 20. März  Wladimir Putin angerufen, um ihm zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen zu gratulieren. Zudem hat er erneut bestätigt, dass er danach strebt, Anknüpfungspunkte zu einem breiten Fragenspektrum zu finden“, erläuterte Lawrow.
„Er (Trump) hat vorgeschlagen, möglichst rasch ein Gipfeltreffen abzuhalten und (Russlands Staatschef) ins Weiße Haus eingeladen. Des Weiteren hat er über seinen Wunsch gesprochen, die Bemühungen auf der internationalen Bühne in Einklang zu bringen und sich gemeinsam mit der Zügelung des Wettrüstens zu befassen“, so der russische Außenminister.
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In einem Hintergrundartikel zu den Auseinandersetzungen zwischen Trump und seinen Beratern in Bezug auf die Russland-Politik, gibt die Washington Post interessante Informationen u.a. auch zur Ausweisung der 60 russischen Diplomaten: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/trump-a-reluctant-hawk-has-battled-his-top-aides-on-russia-and-lost/2018/04/15/a91e850a-3f1b-11e8-974f-aacd97698cef_story.html?noredirect=on
Demnach sei Trump z.B. ausgerastet als er merkte, dass Mitarbeiter ihn hinters Licht geführt hatten und im Zusammenhang mit Skripal 60 russische Diplomaten aus den USA ausgewiesen wurden: Er hatte angeordnet nicht mehr russische Diplomaten auszuweisen, als die US-Alliierten in Europa. (Frankreich  und Deutschland je vier, z.B.) Seine Mitarbeiter wollten ihn beruhigen, dass dies ungefähr der Gesamtzahl der Ausweisungen aus den europäischen Ländern entspräche. Er hatte jedoch die jeweils individuellen Länder gemeint, denn er wollte auf keinen Fall, dass seine Regierung als eine „mit der härtesten Haltung gegenüber Russland“ in den Medien dargestellt würde. Die Washington Post schreibt, dieser Vorfall reflektiere die Spannungen innerhalb der Regierung in Bezug auf die Russland-Politik. „Der Präsident widersetzt sich instinktiv vielen der Strafmaßnahmen seines Kabinetts, die seine Fähigkeit geschwächt haben, enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu knüpfen.“

https://de.sputniknews.com/politik/20180421320419623-trump-rastet-wegen-putins-anruf-aus/
21.04.2018
Medien: Trump rastet wegen Putins Anruf aus
US-Präsident Donald Trump hatte laut Medienberichten kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr einen heftigen Wutausbruch wegen seiner nächsten Vertrauten, weil diese ihn nicht rechtzeitig über einen Anruf des russischen Präsidenten Wladimir Putin informiert hatten.
Über den Vorfall berichtet die Zeitung „The Guardian„, die sich auf Erinnerungen des damaligen FBI-Chefs James Comey beruft.
Demnach hatte Trump im Januar 2017 bei einem Dinner mit der britischen Premierministerin Theresa May dieser dafür gedankt, dass sie ihn nach seinem Amtsantritt als US-Präsident als erste angerufen und beglückwünscht habe.
Doch in diesem Moment habe Trumps damaliger Sicherheitsberater Michael Flynn, der ebenfalls zugegen war, eingeworfen, dass nicht May, sondern der russische Staatschef Wladimir Putin als erster angerufen habe. Trump sei darüber aber nicht rechtzeitig informiert worden. Nach diesen Worten sei der US-Präsident heftig in Rage geraten.