„Schädlicher russischer Einfluss“: Trump legt dem Kongress Bericht vor (Sputniknews)
Oliver Stone im Iran: „Die USA werden immer Gesetze brechen, egal, wie der Präsident gerade heißt“(RT Deutsch)
Der US-amerikanische Regisseur Oliver Stone sprach gestern in Teheran auf einer Pressekonferenz mit iranischen Medien nicht nur über Filme, sondern auch über die politische Lage im Nahen Osten. Den französischen Präsidenten Emmanuel Macron kritisierte er dafür, dass er sich politisch nicht nach den „großartigen Traditionen seines Landes“ richte.
„Und wenn ich mich daran erinnere, wie Präsident Chirac mit großem Stolz Nein zu George [W.] Bush sagte, als dieser in den Irak einmarschieren wollte und nun diesen jungen Mann sehe, der nicht viel Sinn für Geschichte oder Ahnung von den großen Überlieferungen Frankreichs hat, dann erinnert Herr Macron einen an Herrn Sarkozy, der den Amerikanern als Zeichen der französischen Macht zur Seite stehen will.“
Zu den USA und ihren „völkerrechtswidrigen Kriegen“ sagte er: „Die Kriege gehen weiter, weil Amerika sich selbst sagt: ‚Ha, nun, wir haben vielleicht ein Chaos im Irak angerichtet, aber weißt Du was, das funktioniert. Denn wenn wir aus Syrien ein Chaos machen und aus Libyen ein Chaos machen und wir überall Terroristen haben und Fluchtbewegungen von riesigen Mengen von Menschen, dann ist das in Ordnung. Es ist o.k. – Wir werden den Mittleren Osten zerstören.‘ Sie, die Neokonservativen, nennen es ’schöpferische Zerstörung‘.“
Dass Donald Trump daran irgendetwas ändern werde, glaube er nicht. „Es ist so klar und wird in der Geschichte so klar sein und es spielt keine Rolle, wer der Präsident ist, ob es Mr. George W. Bush, Mr. Barack Obama oder Mr. Donald Trump ist. Amerika wird jeden Vertrag brechen, den es muss, um zu bekommen, was es will, aber in diesem Fall gibt es keinen Vertrag. Wir sind Gesetzlose. Wir tun etwas, das international verboten ist. Wir hatten keine Erlaubnis von der UNO, in den Irak einzufallen. Wir taten es und tun es auch weiterhin.“
Auf die Frage, welche Rolle er Trump, der gerade diese vermeintlich beliebig austauschbare Position ausfülle, in einem Film geben würde, sagte er „Beelzebub“ – der biblische Dämon, der im übertragenem Sinne der Figur des Teufels gleichkommt.
Der dreifache Oscar-Preisträger Stone ist zum ersten Mal im Iran. Die Pressekonferenz gab während des 36. Internationalen „Fajr Film Festivals“ (FIFF) im Charsu Cineplex in Teheran. Dieses Jahr läuft das FIFF vom 19. bis zum 27. April und konzentriert sich auf das italienische Kino, das Berichten zufolge einen Einfluss auf die Filmindustrie im Iran hatte.
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Deutsche Bundesregierung befürwortet Bruch des Völkerrechts ihrer Verbündeten in Syrien
Aufruf zu Aktionen des zivilen Ungehorsams: Wir blockieren die Air Base Ramstein!
Die Air Base Ramstein ist die Einsatzzentrale für den weltweiten Drohnenkrieg. Von deutschem Boden aus wird der völkerrechtswidrige Drohnenkrieg koordiniert und werden Drohnen ins Ziel gelenkt. Drohnen töten aus dem Hinterhalt, ohne Kriegserklärung und ohne Gerichtsurteil – auch Zivilpersonen wie Frauen und Kinder. Das ist ethisch verwerflich und untergräbt das Völkerrecht. Wir wehren uns nicht nur gegen die US-Drohnen, sondern auch gegen die Pläne der Bundesregierung, jetzt auch die Bundeswehr mit bewaffnungsfähigen Drohnen auszurüsten.
Wir sagen Nein!
Wir stellen uns dem Drohnenkrieg und der Kriegsvorbereitung, wie sie in der Air Base Ramstein betrieben werden, in den Weg. Wir lehnen die zerstörerische Gewalt des Krieges nicht nur ab, wir widersetzen uns ihr.
Wir nehmen uns das Recht auf Widerstand und praktizieren zivilen Ungehorsam, um friedliche Wege in die Zukunft zu ermöglichen. Wir stehen couragiert, individuell und solidarisch für die Alternative: Abrüstung, Frieden und Versöhnung.
Wir machen das Unrecht des Drohnenkriegs, das von der Air Base Ramstein ausgeht, öffentlich. Mehr noch: Wir widersetzen uns konkret. Wir verweigern der Politik und dem kriegerischen System unseren Gehorsam.
Die Alternative heißt Frieden und zivile Konfliktbearbeitung!
Frieden ist für uns nicht nur fernes Ziel und Utopie. Wir stehen für Völkerverständigung und leben den Gedanken einer solidarischen Gesellschaft, in der alle Menschen dazugehören und niemand auf Grund seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Identität ausgegrenzt wird. Wir kämpfen für den Frieden – jetzt: gewaltfrei, mächtig und konsequent.
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Wir nehmen die Friedensgebote der UN-Charta und des Grundgesetzes ernst.
Wir wollen mit unserer Blockade Widerstand praktizieren und Gegenmacht aufbauen, gegen den Wahnsinn des täglichen Drohnenkriegs und das System der Drohnenkriegführung.
Wir blockieren die Air Base Ramstein am 30.06.2018
(ErstunterzeichnerInnenliste* Stand 25.04.18):
Gerhard Baisch (IALANA), Christian Balou (Friedenskreis Wanfried, Stopp Air Base Ramstein), Reiner Braun (Co-Präsident IPB, Stopp Air Base Ramstein), Martin Brunner (attac, DFG-VK), Diether Dehm (MdB DIE LINKE), Eugen Drewermann (Theologe, Psychoanalytiker), Franz Eschbach (Attac Koordinierungskreis), Susanne Ferschl (MdB DIE LINKE), Sylvia Gabelmann (MdB DIE LINKE), Wolfgang Gehrcke (Außenpolitiker DIE LINKE), Edgar Göll(Netzwerk Cuba), Andreas Grünwald (Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.), Klaus Hartmann (Vorsitzender Freidenker), Inge Höger (vorm. MdB, stv. Landessprecherin DIE LINKE NRW), Andrej Hunko (MdB DIE LINKE), Ralf Jahn (Friedenskreis Wanfried), Matthias Jochheim (IPPNW), Peter Jüriens(Friedenskreis Wanfried), Kristine Karch (No to war – no to NATO, Stopp Air Base Ramstein), Wolfgang Kramer(pax christi), Bernhard Kusche (LA DFG-VK Bayern, Bundesausschuss DFG-VK), Sabine Leidig (MdB DIE LINKE), Ekkehard Lentz (Bremer Friedensforum, Stopp Air Base Ramstein), Merle Lindemann (Friedenskreis Wanfried), Pascal Luig (Geschäftsführer NatWiss, Stopp Air Base Ramstein), Michael Maercks (AK Frieden Berliner VVN-BdA), Kilez More (Künstler), Morgaine (Künstlerin), Achim Müller (Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Mike Nagler (attac), Alexander Neu (MdB DIE LINKE), Karl-Heinz Peil (Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V., Stopp Air Base Ramstein), Hannelore Philippi (Initiative SaarländerInnen gegen die Air Base Ramstein), Prinz Chaos II. (Künstler), Elsa Rassbach (DFG-VK, attac, Stopp Air Base Ramstein), Zain Raza(AcTVism Munich), Christiane Reymann (Autorin), Thomas Rödl (Sprecher DFG-VK Bayern), Alex Ross (Neue Debatte, Pax Terra Musica, Stopp Air Base Ramstein), Hedwig Sauer-Gürth (DFG-VK, Lebenslaute, Stopp Air Base Ramstein), Hermann Schaus (MdL DIE LINKE Hessen), Torsten Schleip (DFG-VK Landesverband Ost, Stopp Air Base Ramstein), Helmut Schmidt (Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Konni Schmidt (Bike for Peace and New Energies e.V., Stopp Air Base Ramstein, Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Konstantin Schneider (Stopp Air Base Ramstein AG Friedenscamp), Pedram Shahyar (Blogger, Stopp Air Base Ramstein), Kathrin Vogler (MdB DIE LINKE), Roland Vogt (ehemaliger Konversionsbeauftragter der Landesregierung Brandenburg, vormals MdB DIE GRÜNEN, Stopp Air Base Ramstein), Renate Wanie (Werkstatt f. Gewaltfreie Aktion Baden, Stopp Air Base Ramstein), Jens Wernicke (Rubikon), Lucas Wirl (Geschäftsführer IALANA)
*Organisationszugehörigkeiten dienen nur der Information
Den Aufruf unterzeichnen hier:
https://www.ramstein-kampagne.eu/block-air-base-ramstein/
Kleine Syriengruppe: Deutschland mit dabei / Der Hintergrund
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/neue-diplomatische-initiative-deutschland-in-syrien-kerngruppe-100.html
Deutschland wird Teil einer neuen diplomatischen Initiative zur Lösung des Syrien-Konfliktes.
Die kleine Kerngruppe wurde von Frankreich ins Leben gerufen.
Bundesaußenminister Heiko Maas wird am Donnerstagabend an einem Syrien-Treffen teilnehmen, bei dem eine neue diplomatische Initiative für eine Friedenslösung vorbereitet werden soll. Auf Einladung Frankreichs soll sich eine Kerngruppe westlicher Staaten mit Partnern aus der Nahostregion beraten.
„Dass wir mit dabei sind, ist für uns auch ein Erfolg“, sagte Maas. „Ziel ist es, darüber zu reden, inwieweit wir einen politischen Prozess zur Lösung des Syrien-Konflikts wieder anstoßen können.“
Den Hintergrund beschreibt Karin Leukefeld:
Kleine Syriengruppe: „Russland soll Assad-Regime so ausliefern, wie wir es erwarten“
Teil 1: https://de.sputniknews.com/politik/20180425320471582-raketenangriff-chemiewaffeneinsatz-zukunft-staat/
Teil 2: Auch Deutschland muss Niederlage in Syrien eingestehen und abrüsten
https://de.sputniknews.com/politik/20180426320477086-deutschland-uno-krieg/
Schäuble 2.0 – Fortsetzung der politischen Diktate gegenüber Athen (german-foreign-policy.com)
Die Bundesregierung besteht auf der Kopplung künftiger Schuldenerleichterungen für Griechenland an die Fortsetzung der politischen Diktate gegenüber Athen. Hintergrund sind die Auseinandersetzungen um den Umgang mit dem verarmten Land nach dem Ende des aktuellen Kreditprogramms im August. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Griechenland ohne einen signifikanten Schuldenerlass nicht in der Lage sein wird, seine Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen, und verlangt einen solchen Erlass ohne eine damit verbundene politische Knebelung. Berlin ist dazu, wie bisher, nicht bereit und will Unterstützungsleistungen strikt an neue Diktate binden, etwa an den Zwang zu weiteren Privatisierungen staatlichen Eigentums. Die Debatte darüber wird beim nächsten Treffen der EU-Finanzminister an diesem Freitag fortgesetzt. Berlin ist international zunehmend isoliert. Die Auseinandersetzungen zeigen, dass der neue SPD-Finanzminister Olaf Scholz den Kurs seines Vorgängers Wolfgang Schäuble weitgehend unverändert fortführt.
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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7589/
Info-Veranstaltung zum Tschernobyl-Jahrestag: Politik konkret: Das Nuklearprogramm Russlands
Am 26. April 1986, ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl eine der größten Atomkatastrophen in der Geschichte der Atomenergie. Der Block 4 im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl wurde zerstört. Mehr als 330 000 Menschen wurden aus dem unmittelbaren Umkreis des havarierten Reaktors evakuiert.
Aus dieser Atomkatastrophe haben die Verantwortlichen der Sowjetunion und des heutigen Russlands wenig gelernt. Sie setzen weiterhin auf den Ausbau der Atomenergie und haben ein umfangreiches Nuklearprogramm aufgelegt.
Der staatliche russische Atomreaktorbauer Rosatom bietet ausländischen Regierungen integrierte Pakete an: Reaktoren inklusive Finanzierung plus langfristige Uranlieferungen. Im Gegenzug müssen die Regierungen staatlich garantierte Mindestpreise und Abnahmegarantien von bis zu 60 Jahren für den produzierten Atomstrom vertraglich zusagen. Diese Vertragsform wurde beim geplanten türkischen Atommeiler in Akkuyu erstmalig vertraglich fixiert. Alleine in Afrika verhandelt Russland heute mit mehr als 10 Staaten über den Bau von Atomkraftwerken.
Der staatliche Atomenergiekonzern Rosatom schreibt auf seiner Internetseite: „ROSATOM versammelt unter seinem Dach Firmen, die an der Arbeit jedes einzelnen Gliedes der Technologiekette beteiligt sind, einschließlich der Urangewinnung und -anreicherung, Nuklearbrennstoffproduktion, Ausrüstungsherstellung und Engineering, Kraftwerkbetrieb und Technologien für Lagerung des abgebrannten Kernbrennstoffes und Nuklearabfallentsorgung.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt schließt die „ROSATOM“ Holding über 300 Firmen und Organisationen ein, in denen etwa 250 000 Mitarbeiter tätig sind.“
Weiter weist Rosatom auf seiner Internetseite hin, dass
„Rosatom gehört zu den Hauptakteuren auf dem weltweiten Markt für Nukleartechnik:
- Platz 1 weltweit hinsichtlich der Portfoliogröße der ausländischen Projekte (34 Energieblöcke in 12 Ländern);
- Nr. 1 weltweit im Bereich der Urananreicherung (36% des Weltmarktes);
- Nr. 2 weltweit bei Uranvorräten und Nr. 4 in Bezug auf das Uranfördervolumen;
- 17% des Weltmarktes für Kernbrennstoffe;
- 35 Energieblöcke werden in 10 russischen Kernkraftwerken betrieben;
- Belieferung von 45 Ländern weltweit.“
Rosatom hat im Jahr 2016 sein Auftragsvolumen im Ausland um 20,9 Prozent auf 133,4 Milliarden Dollar steigern können. 36 Atomreaktoren sollen von Rosatom im Ausland gebaut werden. Russland verhandelt unter anderem mit Saudi-Arabien, Ungarn, Finnland, der Republik Südafrika, Ghana, Nigeria, Laos, Vietnam, Myanmar, Indonesien und China über den Bau neuer Atomreaktoren. Auch ist der Rosatom-Konzern strategischer Partner für den geplanten Bau des neuen ungarischen AKW in Paks.
Die Veranstaltung findet anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl statt.
Einführung: Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands
Donnerstag, 26.04.2018 Zeit: 19.00 UhrOrt: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin (S- und U-Bahnhof Heidelberger Platz)
Veranstalter: NaturFreunde Berlin, Anti-Atom-Berlin
Berlin und die EU suchen die Notlage Syriens zu nutzen, um Einfluss auf die politische Entwicklung in dem Land zu gewinnen (german-foreign-policy.com)
(Eigener Bericht) – Berlin und die EU suchen die Notlage Syriens zu nutzen, um Einfluss auf die politische Entwicklung in dem Land zu gewinnen. Wie Außenminister Heiko Maas auf der gestrigen Syrien-Konferenz in Brüssel äußerte, wird Berlin zwar humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung finanzieren; das gilt als hilfreich, um eine erneute Massenflucht in Richtung EU zu verhindern. Hilfe zum Wiederaufbau werde man aber nur leisten, wenn es in Damaskus politische Zugeständnisse gebe, kündigt Maas an. Der Wiederaufbau gilt Berlin als erfolgversprechender Hebelpunkt, weil Syrien die mutmaßlich nötigen mehr als 200 Milliarden Euro nicht aufbringen kann und seine engsten Partner, Russland und Iran, gleichfalls knapp bei Kasse sind – wegen westlicher Wirtschaftssanktionen. Dabei warnen Experten, etwa in Raqqa, das von syrischen Oppositionellen und den USA kontrolliert wird, seien Aufstände möglich, sollte der Wiederaufbau weiter verschleppt werden. Ein US-Journalist stuft die Zerstörung Raqqas als die schlimmste ein, die er je im Nahen und Mittleren Osten gesehen habe.
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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7590/
Über das Polizeiaufgabengesetz in Bayern und die Großdemo dagegen – Renate Schiefer, Mitglied der Partei Die Linke
Dass das Polizeiaufgabengesetz ausgerechnet in Bayern verschärft wird, hat Geschichte. Doch bei Bayern soll es nicht bleiben. Weitere Bundesländer planen dessen Übernahme. Seit 1945 ist keiner deutschen Behörde so viel Eingriff in die Privatsphäre der Bürger eingeräumt worden, wie das neue Polizeiaufgabengesetz in Bayern es vorsieht. Nicht nur dürfen Polizeibeamte jetzt auch „potenzielle Gefährder“ ohne Gerichtsbeschluss wegsperren. Zudem sind nun die Installation des Staatstrojaners samt Telefonabhörung und Beschattung des „potenziellen Kriminellen“ legal möglich. Man kann also verhaftet werden, ohne überhaupt gesetzeswidrig gehandelt zu haben. Eine bloße Einschätzung eines Polizisten, dass die Person vorhaben könnte, gesetzeswidrig zu handeln, reicht, um jemanden in Haft zu nehmen. Und da es nun keine konkreten Begründungen für eine Haft mehr braucht, kann die Dauer entsprechend beliebig verlängert werden.
In den sozialen Netzwerken wird gegen das Gesetz getrommelt. Für den 10. Mai ist in München eine Großdemonstration angemeldet. Renate Schiefer, Mitglied der Partei Die Linke im Kreisverband Amper, erklärt, welche Konsequenzen das Gesetz mit sich bringt, und spricht über die umstrittene Unterwanderung des Orga-Teams der Demonstration.
14. April 2018: Syrien wird von Washington, Paris & London mit über 100 Raketen angegriffen – 73 Raketen wurden laut Damaskus zerstört – Sollten einiger dieser Raketen Präsidentenpalast und Regierungsgebäude treffen?
Laut Erklärung des Pentagon kein Enthauptungsschlag gegen das „Regime Assad“ sondern Vernichtungsschlag gegen das syrische Chemiewaffenprogramm.
Jedoch wurde kein Beweis für den Einsatz dieser Waffen durch Syrien gebracht. Stattdessen wurden von allen drei Alliierten Bewertungen ausgestrahlt, die auf den Original-Videos der Weißhelme basieren [1] ; Dieses Video selbst wurde anschließend von vielen Personen, die in ihm erscheinen, und von den Mitarbeitern des Krankenhauses, in dem es gedreht wurde, widerlegt [2].
War das tatsächliche Ziel nicht doch vielleicht die Regierung Syriens mit Sitz im Präsidentenpalast? Zumindest gibt es Hinweise, dass eine ganze Reihe von Raketen mit Kurs auf Ziele in Damaskus von der syrischen Armee noch in der Luft zerstört wurden.
Der Angriff sollte innerhalb von 30 Minuten beendet werden, dauerte aber 1 Stunde 46 Minuten.
President Donald Trump announced Friday night that he ordered precision missile strikes in conjunction with French and British allies against the Syrian government.
Trump noted that the strike was underway and did not give further details of the targets or the military assets used.
There were reports that areas in and around the Syrian capital of Damascus were struck.
https://www.cnbc.com/2018/04/13/trump-to-address-the-nation-about-syria-nbc-news.html
Öl, Gas und Wasser: USA halten ressourcenreichstes Gebiet Syriens besetzt (RT Deutsch)
Derzeit nehmen die USA mit gut 30 Prozent fast ein Drittel des syrischen Territoriums ein, einschließlich eines Großteils des Gebietes östlich des Euphrat-Flusses, das große Teile der Regionen Deir ez-Zor, al-Hasaka und ar-Raqqa umfasst.
„Wir besitzen 30 Prozent von Syrien, wo wahrscheinlich 90 Prozent der Vorkriegsproduktion von Öl stattfand“, erklärte David Adesnik, seines Zeichens Forschungsleiter der Foundation for Defense of Democracies.
Der Nordosten Syriens ist wiederum aufgrund seiner zahlreichen natürlichen Ressourcen, insbesondere fossiler Brennstoffe in Form von Erdgas und Öl, eine äußerst bedeutende Region. Just in diesem faktisch von US-Streitkräften besetzten Gebiet befinden sich nach Angaben des Ron Paul Institute 95 Prozent des gesamten syrischen Öl- und Gaspotenzials – einschließlich al-Omar, dem größten Ölfeld des Landes.
Neben dem größten Ölfeld Syriens kontrollieren die USA samt Verbündeten demnach im Nordosten Syriens auch die größte Gasanlage des Landes – das Conoco-Feld Die Anlage, die eine tägliche Produktionskapazität von 50 Millionen Kubikfuß Gas besitzt.
Neben den fossilen Brennstoffen und Pipelines bietet Nordostsyrien noch weitere wichtige Ressourcenvorteile. Dazu gehört vor allem die Ressource Wasser, die im Nahen Osten von größter Bedeutung ist. Der von den USA kontrollierte Teil Syriens beherbergt die drei größten Süßwasserreservoirs des Landes, die vom Euphrat gespeist werden. Einer dieser Stauseen, die jetzt von den USA und ihren Bevollmächtigten, kontrolliert werden, der Lake Assad, ist der größte Süßwasserspeicher des Landes und versorgt etwa Aleppo mit dem größten Teil seines Trinkwassers.
den ganzen Artikel hier lesen
https://deutsch.rt.com/international/68928-oel-gas-und-wasser-usa-halten-ressourcenreichstes-gebiet-syriens-besetzt/
Unergründlicher des Tages: Papst Franziskus – Der Vatikan will einen Friedenspreis an Wladimir Putin verleihen »für die Festigung des Friedens im Nahen Osten und den Schutz der Christen in Syrien« (junge Welt)
Junge Welt 25.04.2018 – Von Reinhard Lauterbach
Die Wege des Herrn seien unergründlich, heißt es im Römerbrief des Apostels Paulus.
Das kann man wohl sagen. Für welche Sünden er – in Gestalt des Heiligen Geists, der
angeblich beim Konklave wirkt – seiner Kirche diesen Argentinier als Papst geschickt hat, das fragt sich inzwischen mancher Katholik. In Polen zum Beispiel, Europas neben dem Vatikan sicher katholischstem Land, kommt der konservative Mainstream der Kirche mit Franziskus nicht zurecht.
Ein Linksradikaler sei er, ein Anarchist, regelwidrig gewählt, grummelt es in katholischen Medien. Neulich erlaubte sich der Rektor des Krakauer Priesterseminars sogar ein Gebet für den baldigen »Heimgang zum Vater« des Papstes, und er wurde dafür nicht etwa sofort in ein Kloster eines Schweigeordens abkommandiert, sondern amtiert weiter. Redeverbote bekommen dafür liberale Geistliche.
Und jetzt das: Wie die Gazeta Wyborcza und La Stampa aus dem Vatikan erfahren haben
wollen, soll im Herbst der katholische Friedenspreis »Goldene Palme« verliehen werden.
In Assisi, der Stadt, in der das Vorbild des Papstes, der heilige Franziskus, gewirkt haben
soll. Und zwar an keinen anderen als Wladimir Putin.
Jawohl. »Trotz seiner Unterstützung für die Giftgasangriffe des syrischen Präsidenten Assad«, unterstellte das polnische Blatt am Montag, dass westliche Propaganda Tatsache sei. Und zwar »für die Festigung des Friedens im Nahen Osten und den Schutz der Christen in Syrien«. Und Franziskus werde vielleicht sogar persönlich anwesend sein.
Lange her die Zeiten, als sich Karol Wojtyla zum Geldboten der CIA machte, um die
antisozialistische Gewerkschaftsbewegung in seinem Land zu finanzieren und seine
theologische Sauce drüberzugießen. Hat – man wagt es ja kaum zu denken – Russland
am Ende nicht nur die USA gehackt, sondern auch noch den Vatikan? Ist schon ein
Teufelskerl, dieser Putin.
https://www.jungewelt.de/artikel/331396.unergr%C3%BCndlicher-des-tages-papst-franziskus.html
Wir bitten die jW die voreilige Veröffentlichung zu entschuldigen.
Pope Fransziskus to award the Russian President Putin with Peace Award „Golden Palm“ for his peace efforts in the Middle East.
meeting in 2015
According to reports in the Polish newspaper „Wyborcza“ and in the italian „La Stampa“, the Russian head of state agreed to travel to Italy to receive the prize. He will probably meet Pope Francis, and will be accompanied by a high representative of the Russian Church.
The „Golden Palm“ award has been awarded since the 1980s by the association Assisi Pax International, an ecclesiastical association inspired by St. Francis.
The award refers to the meeting of John Paul II, in which representatives of different religions prayed together in Assisi in 1986 for peace.
Russlands Präsident Putin soll von Papst Fransziskus mit dem Friedenspreis “Goldene Palme” ausgezeichnet werden. Auszeichnung erfolgt für Putins Friedensbemühungen im Nahen Osten.

Die Auszeichnung erfolgt „für die Festigung des Friedens im Nahen Osten und den Schutz der Christen in Syrien.“
Laut Berichten in der polnischen Zeitung „Wyborcza“ und der in Italien erscheinenden „La Stampa“ erklärte sich der russische Staatschef bereit, nach Italien zu reisen, um den Preis entgegenzunehmen. Wahrscheinlich wird er Papst Franziskus treffen, begleitet werden soll er von einem hohen Vertreter der russischen Kirche.
Die Auszeichnung „Goldene Palme“ wird seit den 80er Jahren vom Verein Assisi Pax International verliehen, eine kirchliche Vereinigung, die vom heiligen Franziskus inspiriert wurde.
Die Auszeichnung bezieht sich auf das Treffen von Johannes Paul II, bei dem Vertreter verschiedener Religionen 1986 in Assisi gemeinsam für den Frieden gebetet hatten.
Inzwischen liest man auf der Website des Moskauer Patriarchats, dass am 17. April 2018 ein Treffen stattfand zwischen Vertretern des Moskauer Patriarchats und Matarese Pietro, dem Präsidenten der Organisation Pax Assisi, sowie dessen Beratern Alfredo Esposito und Daniel Von Bosco. Während des Treffens – so heisst es auf der Webseite des Moskauer Patriarchats – diskutierten die Parteien die Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen dem Moskauer Patriarchat und der römisch-katholischen Kirche im Bereich der Friedenssicherung.
Die Gesprächspartner waren sich demnach einig darin, dass angesichts der komplexen internationalen Situation und der Verschlechterung der Situation in Syrien die Christen ihre Bemühungen vereinen sollten, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern und Dialog und Versöhnung zu fördern.
Auch in der Tageszeitung junge Welt erschien Artikel Hier zur Vorabveröffentlichung
Auch das gehört zur 70-Jahr-Feier Israels Ein Bericht von „Haaretz“ über die ungewöhnlich schweren Verletzungen von Palästinensern (Nachdenkseiten)
Israel hat 70 Stunden lang die Staatsgründung gefeiert. In deutschen Medien wurde ausführlich davon berichtet, wie hier zum Beispiel im Deutschlandfunk. Zur Realität gehört auch die ausweglose Lage der Palästinenser. Und dazu gehören die 37 von israelischen Soldaten kürzlich getöteten und die etwa 5000 verletzten Palästinenser. Die Schussverletzungen sind ungewöhnlich schlimm. Davon berichtete Haaretz. Lesenswert. Als Nachtrag am Ende noch der Link auf einen Kommentar von Uri Avnery
Hier weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=43672#more-43672

