Brasilien: Widerstand gegen Lulas Inhaftierung weitet sich aus. Gewerkschaftsverbände kündigen gemeinsame 1. Mai-Kundgebung vor Gefängnis an (amerika21)

Lula da Silva, der seit dem 7. April in Haft ist, bleibt auch als Gefangener ein Faktor in der Politik des Landes. Dazu tragen unter anderem die Ergebnisse von Umfragen bei, nach denen der Politiker der Arbeiterpartei (PT) derzeit bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober mehr Stimmen auf sich vereinen könnte als sämtliche anderen möglichen Bewerber zusammen.

Es gibt Proteste im ganzen Land, Mahnwachen und Demonstrationen, die seine Freiheit fordern. Hunderte Künstler, Wissenschaftler, Juristen erklären ihre Solidarität. Vor dem Polizeigefängnis in der Stadt Curitiba ‒ wo der Ex-Präsident in Einzelhaft gehalten und auch von Außenkontakten weitgehend abgeschottet wird ‒ haben tausende Sympathisanten auf der Straße ein Widerstandscamp errichtet. Die Gewerkschaft der Bundespolizei hat daraufhin seine Verlegung in ein Militärgefängnis gefordert.

weiterlesen

https://amerika21.de/2018/04/199787/brasilien-proteste-fuer-lula-silva