Skripal, Syrien und Sarin: Der öffentliche Tod des westlichen Journalismus – von Thomas Schwarz (RT Deutsch)

 

Skripal, Syrien und Sarin: Der öffentliche Tod des westlichen Journalismus
von Thomas Schwarz, 16.04.2018

Wir erleben dieser Tage den Offenbarungseid einer ganzen Branche: Das westliche Mediensystem kann seine wichtigste Aufgabe – das skeptische Hinterfragen der Entscheidungen der Mächtigen – nicht mehr erfüllen. Das vergangene Wochenende war für kritische Mediennutzer ein besonders schweres.

Wenn der US-Sender Fox News das einzige zitierfähige US-Medium zu einem wichtigen aktuellen Thema geworden ist, dann ist das ein schockierendes Zeugnis für die gesamte Branche. Nicht umsonst werden in den letzten Tagen die Clips aus Sendungen des Fox-Moderators Tucker Carlson auf der ganzen Welt geteilt und angesehen: Er stellt – im Gegensatz zu allen anderen großen US-Medien – die richtigen Fragen zu Syrien, zu angeblichen Giftgas-Attacken und zur Rechtfertigung für die US-geführten Bombardements vom Wochenende. Oder besser: Er stellt überhaupt noch Fragen, anstatt stümperhaft zusammengeschusterte „Geheimdienst“-Dossiers brav zu akzeptieren.

Die Reaktionen seiner US-Kollegen – also derer, die längst aufgehört haben, Fragen zu stellen – lassen sowohl die Verachtung für die freie Meinungsäußerung als auch für Gebote der Höflichkeit erkennen: „Er ist irre!“, wird Carlson etwa von Jennifer Rubin von der Washington Post charakterisiert. Noah Rothman vom Commentary Magazin nennt Carlsons Beiträge „unverdünnte russische Propaganda“. Seth Mandel von der New York Post brachte die Anliegen seiner Kollegen auf den Punkt: „Halt deine Fresse!“, schleuderte er Carlson entgegen.

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https://deutsch.rt.com/meinung/68491-skripal-syrien-und-sarin-der-tod-des-journalismus/

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