Skripal-Affäre: Japans Ex-Premierminister Hatoyama übt massive Kritik an den Anschuldigungen gegenüber Russland.

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Wenn man darüber nachdenkt, ist die westliche Regierung dafür verantwortlich, dass kurz vor den Olympischen Spielen vor vier Jahren die ukrainische Regierung mit illegalen Mitteln gestürzt wurde. Als Ergebnis, haben eine Menge von russischen Menschen auf der Krim in einem Referendum beschlossen, dass sie zu gehören wollen. Diesmal wird die Fußballweltmeisterschaft in Russland stattfinden, und das Vereinigte Königreich Grossbritannien wird den Novichok-Fall dazu benutzen, um zu verbreiten dass Russland gefährlich ist für Europa und Amerika.

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Die Spannungen zwischen dem Westen und Russland sind extrem weil der ein ehemaliger Spion bewusstlos in Grossbritannien aufgefunden wurde, vergiftet mit dem Nervengift Novichok. Russland besteht darauf, kein Motiv zu haben, den Ex-Spion zu ermorden. Der Fall wird immer noch untersucht. Warum verurteilte die britische Premierministerin den russischen Präsidenten, indem er sie ihn als den Täter bezeichnete?

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Yukio Hatoyama war von Ende 2009 bis Juni 2010 Japans Premierminister und mehrfach Vorsitzender der Demokratischen Partei (DPJ). Hinter Hatoyama steht eine innerparteiliche Fraktion, die Hatoyama-Gruppe.

Als Premierminister warb Hatoyama für engere Beziehungen zu den asiatischen Nachbarstaaten und für eine Verbesserung der Beziehungen zu China. Für Aufsehen im Ausland – besonders bei Japans Hauptverbündeten USA – sorgte ein bereits im August 2009 veröffentlichter Artikel Hatoyamas im Christian Science Monitor und der New York Times, in dem er Globalisierung und Kapitalismus in ihrer gegenwärtigen Ausprägung nach US-Vorbild als menschenunwürdig bezeichnet. Langfristig verkündete er das Ziel der Schaffung einer Ostasiatischen Gemeinschaft nach Vorbild der EU. Dies griff er in seiner Regierungserklärung und einer Rede vor der UN-Generalversammlung auf.

Hatoyama setzte nach Amtsantritt eine unabhängige Kommission ein, um die geheimen militärischen Absprachen den Regierungen Japans und der USA untersuchen sollte. Die Ergebnisse der Untersuchungen bewieden den Verdacht, dass in der Nachkriegszeit mehrere Geheimabsprachen auf Regierungsebene gab, die bisher von den LDP-geführten Regierungen und Vertretern der US-Regierung geleugnet wurden, obwohl bereits in den vergangenen Jahren Dokumente an die Öffentlichkeit geraten waren, die auf die Existenz solcher Absprachen hindeuteten. Zu den Vereinbarungen gehörte die von der japanischen Regierung gewährte Erlaubnis an das US-Militär, Nuklearwaffen ohne Inkenntnissetzung japanischer Stellen ins Land zu bringen.

2008 trat ein Abgeordnter aus Hatoyamas Partei (DJP) mehrmals vor das japanische Parlament und äußerte seine Zweifel an der Darstellung der Tathergänge am 11. September 2001, durch die US-Regierung. Dies geschah mit Rückendeckung der Demokratischen Partei und damit auch in Absprache mit Yukio Hatoyama.

Hatoyama titt bis heute vehement für eine Schliessung der US-Militärstützpunke auf Okinawa ein, ein Versprechen, dass weil er es während seiner Amtszeit als Regierungschef nicht durchsetzen konnte, schliesslich im Jahr 2010 zu seinem Rücktritt als Regierungschef führte.

2013 hat sich Hatoyama bei einem Besuch in der chinesichen Stadt Nanjing bei den Opfern japanischer Kriegsverbrechen in China förmlich entschuldigt.

Im März 2015 besuchte Hatoyama die russische Halbinsel Krim und verteidigte das Referendum auf der Krim als verfassungsgemäß.

Hatoyama ist einer der beliebtesten japanischen Politiker auf Twitter und kommentiert regelmäßig das aktuelle politische Geschehen.