Archive for April 1st, 2018

1. April 2018

Ostermarsch in Berlin für Entspannung mit Russland und Ende der Aufrüstungspolitik

Der Theologe Eugen Drewermann: „Fangt an, Euch zu verständigen“, forderte er von den Politikern. Diese sollten statt der „Signale der Bedrohung auf dem Niveau der Tierpsychologie“ mit der anderen Seite reden, ohne dieser die eigenen Interessen zu diktieren. „Redet im Respekt vor der Angst und den Interessen Eures Partners.“

Ostermarsch in Berlin für Entspannung mit Russland und Ende der Aufrüstungspolitik

31.03.2018 Tilo Gräser

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin am Samstag gegen Kriege und die westliche Politik gegenüber Russland demonstriert. Deutliche Kritik an der neuen Bundesregierung hat dabei ein Bundestagsabgeordneter geübt. Ein Schauspieler hat ein anderes Verhältnis zu Russland gefordert und ein Theologe der kriegsfördernden Politik widersprochen.

Raus aus der Nato, Abzug der US-Atomwaffen aus der Bundesrepublik, Ende des Drohnenkrieges über die US-Basis Ramstein sowie ein Ende der fortgesetzten Militarisierung der Politik – das forderte der Theologe und Kirchenkritiker Eugen Drewermann am Samstag in Berlin. Er sprach beim diesjährigen Ostermarsch in der bundesdeutschen Hauptstadt.

Dabei wurde auf Transparenten und in Reden immer wieder ebenso gefordert, die Konfrontation gegenüber Russland zu beenden. Mehrere tausend Menschen nahmen trotz schlechten Wetters an der traditionellen Demonstration im Berliner Stadtbezirk Moabit teil. An diesem Wochenende gibt es im gesamten Bundesgebiet Ostermärsche der Friedensbewegung.

Hier weiterlesen: https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180331320141731-ostermarsch-berlin-frieden-abruestung/

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1. April 2018

Russland konfrontiert London mit 14 Fragen zum „fabrizierten“ Skripal-Fall

https://deutsch.rt.com/europa/67627-moskau-konfrontiert-london-mit-14-fragen-skripal/

Die russische Botschaft in London hat eine Liste von 14 Fragen an das britische Außenministerium geschickt und verlangt, dass es Details der Untersuchung über die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter enthüllt.

Die Fragen, die im Folgenden vollständig aufgelistet werden, beinhalten die Forderung, zu klären, ob Proben des Nervengifts А-234 (auch bekannt als „Novitschok“) jemals in Großbritannien entwickelt wurden. Die Erklärung der Botschaft nennt den Vorfall, der die jüngste diplomatische Auseinandersetzung ausgelöst hat, einen „gefälschten Fall gegen Russland“. Die Fragen lauten:

  1. Warum wurde Russland das Recht auf konsularischen Zugang zu den beiden russischen Bürgern verweigert, die auf britischem Territorium zu Schaden kamen?
  2. Welche spezifischen Gegenmittel und in welcher Form wurden den Opfern injiziert? Wie kamen solche Gegenmittel in den Besitz britischer Ärzte am Tatort?
  3. Aus welchen Gründen war Frankreich an der technischen Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Vorfalls beteiligt, bei dem russische Bürger verletzt wurden?
  4. Hat das Vereinigte Königreich der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) die Beteiligung Frankreichs an der Untersuchung des Vorfalls von Salisbury mitgeteilt?
  5. Was hat Frankreich mit dem Vorfall zu tun, an dem zwei russische Bürger im Vereinigten Königreich beteiligt waren?
  6. Welche Regeln des britischen Verfahrensrechts erlauben die Beteiligung eines ausländischen Staates an einer internen Untersuchung?
  7. Welche Beweise wurden Frankreich zur Untersuchung und zur Durchführung der Untersuchung übergeben?
  8. Waren die französischen Experten bei der Probenahme von Biomaterial von Sergei und Yulia Skripal anwesend?
  9. Wurde die Untersuchung der Biomaterialien von Sergei und Yulia Skripal von den französischen Experten durchgeführt und wenn ja, in welchen speziellen Labors?
  10. Besitzt das Vereinigte Königreich die Materialien, die an der Untersuchung durch Frankreich beteiligt sind?
  11. Sind die Ergebnisse der französischen Untersuchung dem Technischen Sekretariat der OPCW vorgelegt worden?
  12. Aufgrund welcher Eigenschaften wurde die angebliche „russische Herkunft“ der in Salisbury verwendeten Substanz festgestellt?
  13. Besitzt das Vereinigte Königreich Kontrollproben des chemischen Kampfstoffs, die von britischen Vertretern als „Novitschok“ bezeichnet werden?
  14. Sind die Proben eines chemischen Kampfstoffes vom gleichen Typ wie „Novitschok“ (nach britischer Terminologie) oder dessen Analoga in Großbritannien entwickelt worden?

Eine ähnliche Liste mit 10 Fragen wurde von der russischen Botschaft in Paris an das französische Außenministerium geschickt. Dem Dokument zufolge wollte Moskau wissen, aus welchen Gründen Frankreich an der britischen Untersuchung der Skripal-Vergiftung beteiligt war.

Sie verlangte, dass Paris enthüllt, welche Art von Beweisen Frankreich vom Vereinigten Königreich übergeben wurde, und fragte auch, ob französische Experten im Besitz der Proben des Nervenmittels А-234 (auch bekannt als „Novitschok“) oder von Biomaterialien sind, die zu Sergei und Yulia Skripal gehören.

Russland verlangte auch Erklärungen zu dem, was französische Experten zu der Schlussfolgerung veranlasste, dass die Substanz, die bei dem Angriff in Salisbury verwendet wurde, ein Nervengas war: Außerdem wurde kritisch nachgefragt, wie auf А-234 und eine russische Herkunft geschlossen wurde. Die letzte Frage auf der Liste lautete: „Wurden die Proben eines solchen chemischen Kampfstoffes oder seiner Analoga in Frankreich entwickelt und wenn ja, zu welchem Zweck?

Sergei Skripal und seine Tochter Yulia wurden Anfang März auf einer Bank in Salisbury entdeckt, wobei das Vereinigte Königreich behauptete, dass ein von der Sowjetunion entworfener Nervengas gegen sie eingesetzt wurde. Ohne dass eine ordnungsgemäße Untersuchung durchgeführt wurde, verlautbarte London, es sei „sehr wahrscheinlich“, dass Russland für den Angriff verantwortlich wäre. Die britische Regierung leitete kurze Zeit später Sanktionen gegen Russland ein, einschließlich der Ausweisung russischer Diplomaten.

Moskau hat alle Anschuldigungen als „Provokation“ zurückgewiesen und von der britischen Seite Beweise gefordert. London weigerte sich jedoch, mit Russland in diesem Fall zusammenzuarbeiten, indem es dem konsularischen Personal Russlands den Zugang zur russischen Staatsbürgerin Yulia Skripal verweigerte und den Antrag auf Bereitstellung einer Probe der fraglichen toxischen Substanz ablehnte.

1. April 2018

Ozeane des Wahnsinns Irrer Diplomatenkrieg gegen Russland. Die Schweiz hält sich raus. Gut so. (weltwoche.ch)

Die Schweiz ist eine Insel der Vernunft im Ozean des Wahnsinns. Das ist der erste Gedanke, der einen anspringt, wenn man von der konzertierten Strafaktion dieser zwanzig Staaten gegen Russland hört. Sind die Westler verrückt geworden? Was ist los? Haben Theresa May und Boris Johnson, die beiden überforderten Briten, den Verstand verloren? Sie geben selber zu, dass sie keine letzte Gewissheit über die Vergiftung dieses russischen Ex-Spions und seiner Tochter haben. Trotzdem blasen sie jetzt zum kalten Weltkrieg gegen Putin und den Kreml. Und erstaunlich viele machen mit.

https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2018-13/artikel/ozeane-des-wahnsinns-die-weltwoche-ausgabe-13-2018.html
Weltwoche, Schweiz, 28.03.2018

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