+++* Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative **vom
29.03.2018* +++
*Zur Info unsere Pressemitteilung von heute. Wir wünschen einen guten
Ostermarsch und drücken die Daumen, dass das Wetter mitspielt!*
*Ostermärsche der Friedensbewegung starten – Hohes Interesse an
Ostermarschaktionen*
+++ Bundesweit Ostermarschaktionen in mehr als 90 Städten +++
Erhöhtes Interesse +++ Hauptthemen: Atomwaffen abschaffen, Abrüstung
und Stopp der Rüstungsexporte +++
Von Gründonnerstag bis Ostermontag gehen in mehr als 90 Städten
Menschen für den Frieden auf die Straße. Im Rahmen der
traditionellen Ostermärsche fordern die Ostermarschierer*innen
„Abrüsten statt Aufrüsten“, „Atomwaffen abschaffen“ sowie
„Rüstungsexporte stoppen“. Auch das Thema Entspannungspolitik mit
Russland wird von vielen Ostermärschen thematisiert.
*Hohes Interesse an Ostermärschen *
Das Netzwerk Friedenskooperative stellt dieses Jahr ein erhöhtes
Interesse an den Ostermärschen fest. Im Vorfeld der Ostermärsche
haben sich dieses Jahr merklich mehr Menschen auf unserer Website
informiert. 60 Jahre nach dem ersten Ostermarsch 1958 in England
bleiben die Ostermärsche eine wichtige und lebendige Tradition um
für Frieden aktiv zu werden.
„Angesichts der aktuellen Krisen, wie in Syrien oder Jemen, oder die
zunehmenden Spannungen zwischen den Atommächten, werden wieder mehr
Menschen aktiv und gehen zu Ostern für Frieden und gegen Krieg auf
die Straße.“, berichtet Philipp Ingenleuf vom Netzwerk
Friedenskooperative, das als Informationsbüro für die Ostermärsche
fungiert.
„Ein zentrales Thema der Ostermärsche 2018 ist die Forderung nach
Abrüstung. Denn die Bundesregierung plant die Rüstungsausgaben in
den kommenden Jahren auf 2% des Bruttoinlandsproduktes anzuheben,
entsprechend den Vorgaben der NATO. Dies bedeutet 30 Milliarden Euro
mehr für die Bundeswehr. Ein Wahnsinn. Dieses Geld wäre in Bereichen
wie Bildung, Klimaschutz oder Gesundheit besser aufgehoben.“,
erklärt Philipp Ingenleuf.
Philipp Ingenleuf weiter, „Immer mehr Menschen gewinnen die
Einsicht, dass auf der Welt und in Deutschland etwas gewaltig
schiefläuft. Der Frieden ist gefährdet. Dazu trägt auch unsere
Bundesregierung bei. Deutschland exportiert beispielsweise Waffen an
menschenrechtsverletzende und kriegsführende Staaten. Im Fernsehen
sind Bilder deutscher Leopardpanzer zu sehen, mit der die türkische
Armee in Nordsyrien völkerrechtswidrig gegen die Kurden vorgeht. Das
entlarvt eine Doppelmoral, die für viele nicht mehr tolerierbar
ist.“
„Wie schon in den beiden vergangenen Jahren sind auch dieses Jahr
wieder neue Ostermärsche hinzugekommen. In Siegburg, Limburg und
Heidelberg finden dieses Jahr Ostermärsche statt.“, freut sich
Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. „Wenn das Wetter
mitspielt, rechnen wir damit, dass sich die Teilnehmerzahl leicht
über dem Schnitt der Vorjahre bewegt.“
*Ablauf der Ostermärsche vom
29. März bis 2. April *
Nach dem Ostermarsch am *Gründonnerstag *in Erfurt starten am
*Karfreitag *die Ostermärsche u.a. in Biberach, Bruchköbel,
Chemnitz, Dortmund, Gronau, Jagel und Stuttgart. In Gronau startet der
Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage und steht unter dem Motto
„Urananreicherung und Atomwaffen ächten! Zivile Konfliktlösung
statt Waffenexporte“. In Stuttgart heißt es bei der
Auftaktveranstaltung zum Ostermarsch „Frieden braucht Bewegung.
Gegen Aufrüstung, Krieg und atomares Wettrüsten“.
Am *Karsamstag *geht es mit dem Ostermarsch in Mainz los. In Berlin
lautet das Motto „Abrüsten statt Aufrüsten“. In Ansbach geht es
an der US-Kaserne los. Weitere Ostermärsche finden statt u.a. in
Augsburg, Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Ellwangen, Erbach/
Michelstadt (Ostermarsch Odenwald), Erlangen, Flensburg, Fulda,
Gießen, Goslar, Hannover, Heilbronn, Karlsruhe, Kiel, Limburg, Mainz,
Heidelberg, München, Münster, Ohrdruf, Oldenburg, Saarbrücken,
Siegburg, Traunstein, Wedel, Wismar, Wolfsburg und Würzburg.
Außerdem startet am Karsamstag der Ostermarsch Rein-Ruhr in Köln,
Duisburg und Düsseldorf.
Am *Ostersonntag *beginnt der Ostermarsch Rhein-Ruhr an seinem zweiten
Tag mit einer Fahrradetappe von Essen nach Bochum. In Bonn heißt es
„Für Frieden – ernsthaft und konsequent!“. In Frankfurt an der
Oder findet der Ostermarsch an der polnischen Grenze statt.
Zum Abschluss am *Ostermontag *wird in Büchel für den Abzug der dort
stationierten Atomwaffen demonstriert. Die letzte Etappe des
Ostermarsches Ruhr führt von Bochum zur Abschlusskundgebung nach
Dortmund. In Frankfurt steht der Ostermarsch unter dem Motto
„Frieden schaffen. Abrüsten statt aufrüsten. Für eine neue
Entspannungspolitik“ und aus den umliegenden Städten wie Darmstadt,
Gießen und Offenbach stoßen Friedensbewegte zur Kundgebung auf dem
Römerberg. In Hamburg heißt es „Abrüsten statt aufrüsten –
Entspannungspolitik jetzt – Atomwaffen abschaffen“. Weitere
Ostermärsche finden am Montag statt im Zeitzer Forst, Fürth,
Nürnberg, Letzlingen (Ostermarsch Sachsen Anhalt), Kassel, Landshut,
Marburg, Sassnitz sowie im schweizerischen Bern.
*Zentrale Themen der Ostermärsche *
Die Themen der Aufrufe und Reden variiert von Stadt zu Stadt, da die
Ostermärsche in regionaler und lokaler Verantwortung organisiert und
durchgeführt werden. Zentrale Themen der Ostermärsche 2018 sind
„Abrüsten statt Aufrüsten“, „Atomwaffen abschaffen“ sowie
„Rüstungsexporte stoppen“. Auch das Thema Entspannungspolitik mit
Russland wird von vielen Ostermärschen thematisiert.
Das Vorhaben der Bundesregierung, die *Rüstungsausgaben *den
NATO-Vorgaben von 2% des Bruttoinlandsproduktes anzupassen, bereitet
vielen Ostermarschierer*innen große Sorgen. Dies würde ca. 30
Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben für Rüstung und Krieg
bedeuten, die letztendlich in Bereichen wie Umwelt, Gesundheit und
Soziales fehlen würden. Zudem würde dies die Rüstungsspirale weiter
anheizen. Die Forderung nach Abrüstung kommt in so gut wie allen
Ostermarsch-Aufrufen vor.
Die Pläne der Bundesregierung das Budget für den Rüstungshaushalt
drastisch zu erhöhen, werden auch die *Spannungen mit Russland
*weiter verschärfen. Statt Kooperation wird auf Konfrontation
gesetzt, obwohl eine neue Initiative zur Entspannungspolitik dringend
nötig ist. Dies thematisiert u.a. der Ostermarsch Frankfurt und
Hamburg in seinem Aufruf.
Traditionell ist das Thema *Atomwaffen *eines der wichtigsten der
Ostermärsche. Auch 60 Jahre nach dem ersten Ostermarsch in England
ist das Thema aktueller denn je, denn alle Atomwaffenmächte rüsten
nuklear auf. Die Ostermärsche fordern die Bundesregierung auf, die
US-Atomwaffen aus Büchel abzuziehen und den
UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.
Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Türkei in Nordsyrien/
Afrin mit deutschen Leopardpanzer hat wieder einmal verdeutlicht, dass
exportierte Waffen aus Deutschland weltweit für Tod und Leid
mitverantwortlich sind. Deutschland gehört nach wie vor zu den
größten Rüstungsexporteuren der Welt. Durch den Export von Waffen,
wie z.B. an Konfliktparteien im Jemenkrieg, macht Deutschland sich
mitverantwortlich am tausendfachen Sterben. Daher fordern viele
Ostermarschaufrufe den generellen Stopp von *Rüstungsexporten*.
*Pressekontakt *
Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne
Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner.
Das Büro ist über Ostern durchgehend erreichbar. Für weitere
Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228 / 69 29 04
friekoop@friedenskooperative.de
Alle Infos, wie Aufrufe und Redebeiträge (mit Sperrfrist), unter:
*www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2018
http://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2018
Ostermarsch-Termine:
*www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch
http://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch *
