Im vergangenen November beschäftigte sich der Jahreskongress der
Informationsstelle Militarisierung mit dem Thema „Krieg im
Informationsraum“. Anlass war einerseits die Aufstellung des Kommandos
Cyber- und Informationsraums der Bundeswehr mit etwa 14.000 Dienstposten,
die mittlerweile intensiv, wenn auch unvollständig geführte Debatte um
Cybersicherheit sowie das zunehmend sichtbare Unbehagen mit einseitiger
Berichterstattung über außenpolitische Themen in den Medien. Die Beiträge
wurden nun aktualisiert in einer Broschüre zusammengestellt.
Um sich dem Thema zu nähern, wurden verschiedene Zugänge gewählt. So wird
einerseits dargestellt, was EU und NATO unter strategischer Kommunikation
verstehen und welche Rolle dabei sog. Social Media spielen. Weitere Beiträge
beschäftigen sich mit der Rolle von Geheimdiensten bei der Überwachung und
Beeinflussung der öffentlichen Meinung und mit der Cyberkriegführung. Auch
die militärische Kommunikations-Infrastruktur der Bundeswehr und die hieran
beteiligten privaten Unternehmen werden unter die Lupe genommen.
Abschließend werden Schieflagen in der Berichterstattung anhand der Kämpfe
um Aleppo und Mossul dargestellt, wissenschaftliche Erklärungsansätze
hierfür vorgestellt und um die Sichtweise einiger Medienschaffender ergänzt.
Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich aus künstlerischer Perspektive mit der
Frage, wie der kriegerische Alltag aus unserer Sprache und unserem Denken
verdrängt wird.
Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden:
www.imi-online.de/download/Informationsraum2018-Web.pdf