Archive for März 18th, 2018

18. März 2018

Frankreichs Außenministerium fordert Journalisten auf, alle Reisen nach Syrien zu vermeiden

Quelle: Reuters

Das französische Außenministerium forderte Journalisten jetzt auf, angesichts einer Eskalation der Gewalt nicht nach Syrien zu reisen, insbesondere nach Ost-Ghouta und in die Region Afrin.

Der französische Präsident erklärte am 12. März, Frankreich könnte einseitig in Syrien eingreifen, wenn chemische Waffen verwendet würden.

„Im Zusammenhang mit einem Anstieg der Gewalt in Syrien, insbesondere in Ost-Ghouta und der Afrin-Region … wären wir dankbar, wenn Sie jegliche Pläne aufgeben würden, in dieses Land zu reisen oder Reporter zu entsenden“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums.

Der französische Armeechef Francois Lecointre sagte am Freitag im Radio Europa 1, seine Truppen seien bereit, falls nötig in Syrien einzugreifen.

„Offensichtlich würde es wahrscheinlich in Koordination mit den USA geschehen“, sagte er. „Frankreich kann unabhängig handeln, aber es gibt Solidarität im Handeln mit einem strategischen Verbündeten, und einer mit der gleichen Vision von der Situation in Syrien und dem Überschreiten von roten Linien.“

Macron warnt bereits seit Mai 2017 davor, dass er ein Versäumnis, humanitäre Korridore in Syrien zu öffnen, oder den Einsatz chemischer Waffen nicht akzeptieren würde. Beides, sagte er, seien „rote Linien“.

Nach zahlreichen Berichten über Chlorangriffe hat Macron wiederholt, dass Frankreich Luftangriffe gegen syrische Regierungsziele starten könnte, wenn die französischen Geheimdienste klare Beweise dafür hätten, dass chemische Waffen mit tödlicher Wirkung eingesetzt wurden.

18. März 2018

Verfolgende Unschuld – Die NATO und Russland (junge Welt)

 

Von Jörg Kronauer

Das hat gedauert: Zwei Wochen nach dem Doppelmordversuch in Salisbury hat die britische Regierung es der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) endlich gestattet, eine Probe der Chemikalie zu analysieren, mit der Sergej und Julia Skripal am 4. März vergiftet wurden. Hätte ein nicht der NATO angehörender Staat – sagen wir etwa: Russland oder China – sich soviel Zeit gelassen, um internationale Stellen einzuschalten, so würden Medien wie Springers Welt mindestens von einem Verschleierungsversuch, ach was: von einer Fälschung des Beweismaterials schreiben. Aber sei’s drum: Die OPCW wird sich nun mit der Frage befassen, ob das Gift, das die beiden Skripals an den Rand des Todes gebracht hat, wirklich Nowi­tschok war oder ob die Zweifel, die einige Fachleute geäußert haben, berechtigt waren. Den Attentäter freilich kennt man dann immer noch nicht.

weiter hier

https://www.jungewelt.de/artikel/329243.verfolgende-unschuld.html  19. März 2018

 

18. März 2018

Vassalentreue oder Solidarität? Der Fall Skripal und die Bundesregierung (RT Deutsch)

 

18.03.2018

Bereits mit ihrem ersten außenpolitischen Schritt – bedingungslose Unterstützung Großbritanniens in der Kampagne gegen Russland – beginnt die Bundesregierung das Vertrauen der Bürger zu verspielen: Internationale Normen werden ignoriert, wenn es um Russland geht.

von Wladislaw Sankin

Nur mit Befremden konnte man nach einem Gabriel-Jahr im Außenamt den ersten Auftritt von Heiko Maas als Bundesaußenminister ansehen. Diesen Eindruck sollten zumindest diejenigen bekommen, die Hoffnung hatten, dass das deutsche Außenamt der neuen Großen Koalition die Triebe des Dialogs in der Russlandpolitik, die sich zu Zeiten Sigmar Gabriels langsam ansetzten, weitertragen werden.

Von Gabriel ans Pult begleitet, las Heiko Maas das „Vater unser“ der antirussischen Rhetorik der letzten Jahre vom Blatt vor: Die wichtigsten russischen „Sünden“, um sich am Ende der britischen Vorverurteilung Russlands auch im Skandal um die mutmaßliche Vergiftung eines britisch-russischen Ex-Doppelagenten und dessen Tochter anzuschließen. Die britische Regierung beschuldigte Russland haltlos und ohne jegliche Ermittlung, diese mit einem „Kampfgas“ töten zu wollen.

Zusammen mit seinen engsten „Bündnispartnern“, Großbritannien, Frankreich und den USA, setzte sich auch die Bundesregierung demonstrativ über alle rechtsstaatliche Prinzipien und internationale Normen hinweg. Alle berechtigten Fragen zum Motiv der vermeintlichen Tat, zur Unschuldsvermutung und zum von den Briten ignorierten festgeschriebenen Ermittlungsprozedere beim Verdacht auf einen chemischen Angriff wischte sie beiseite. Dabei stellte sie sich allerdings nicht nur gegenüber Russland samt Außenminister, UN-Vertretern und Chemiewaffenexperten taub, sondern auch gegen die eigene Öffentlichkeit.

Bundespressekonferenz: taub und blind, dafür aber „politisch“

Die Bundespressekonferenz am 16. März zeigte es mit aller Deutlichkeit. Als das Arsenal der gebetsmühlenartigen Wiederholung aus der besagten Erklärung nicht mehr für eine plausible Antwort ausreichte, aber die bohrenden Fragen der Journalisten nicht aufhörten, deklarierte Rainer Breul, es handele sich dabei vor allem um eine „politische Reaktion mit unseren engsten Bündnispartnern“.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/66876-vassalentreue-oder-solidaritat-fall-skripal-bundesregierung/

18. März 2018

Bundestagsvizepräsident Kubicki (FDP) fordert Lockerung der Russland-Sanktionen. Deutschland solle zeigen, dass es bereit sei, auf Russland zuzugehen. Andernfalls befürchte er einen neuen Kalten Krieg. (Deutschlandfunk)

http://www.deutschlandfunk.de/interview-der-woche-kubicki-bundesregierung-soll-auf.2852.de.html?dram%3Aarticle_id=413327

18. März 2018

Ein vergifteter Spion? Attacke gegen Russland: Um Großbritannien tobt ein Energie-Krieg (Deutsche Wirtschafts Nachrichten)

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/03/17/attacke-gegen-russland-um-grossbritannien-tobt-ein-energie-krieg/

Die aktuellen Spannungen zwischen Großbritannien und Russland kommen nicht überraschend: Um die Insel tobt ein Energiekrieg, bei dem die Amerikaner den Russen Marktanteile abjagen wollen.

Die angebliche Vergiftung eines britisch-russischen Ex-Spions bleibt rätselhaft: Zwar behauptet die Regierung in London, dass „höchstwahrscheinlich“ die Russen dahinter stecken. Doch Belege gibt es nicht. Es gibt auch keine für die Öffentlichkeit zugänglichen, unabhängig überprüfbaren Fakten über das Geschehen. Es ist nicht klar, ob überhaupt jemand vergiftet wurde und wenn ja wie: Einer gutgläubigen Öffentlichkeit werden höchst widersprüchliche Fakten aufgetischt: So hieß es, das höchst gefährliche Gift sein mit Geschenken aus Moskau geliefert worden. Wie das durch den Zoll und gekommen und die lange Flugreise ohne Gefährdung überstanden haben soll bleibt ungeklärt. Dann hieß es, das Gift sei in einem Blumenstrauß gewesen. Wie man einen vergifteten Blumenstrauß in ein Flugzeug und durch den britischen Zoll bringen soll ist rätselhaft.

Es ist mit freiem Auge nicht zu erkennen, wer an einer schweren Störung des britisch-russischen Verhältnisses interessiert sein könnte.

Was zu erkennen ist, ist die Tatsache, dass um Großbritannien seit geraumer Zeit ein Energiekrieg tobt, der seine Ursache im Einstieg der Amerikaner in das Flüssiggas-Geschäft (LNG) hat. In den USA wird die Gewinnung von Erdgas mit Hilfe der Fracking-Methode massiv subventioniert. US-Präsident Trump hat angekündigt, die USA zum Weltmarktführer auf dem Energiesektor zu machen. Begonnen haben diese Bestrebungen bereits unter Obama: Die US-Regierung will die Russen aus demeuropäischen Energiemarkt drängen und selbst das Geschäft machen. Doch nicht nur die Amerikaner würden von einer Störung der britisch-russischen Beziehung profitieren: Auch Katar und Norwegen wollen mit London ins Geschäft kommen.

Daher warnt Mark Gyetvay, Chief Financial Officer des Novatek-Konzerns bei Bloomberg: Russlands politische Spannungen mit Europa und den USA sollten kein Grund sein, die Energieversorgung des Landes zu denunzieren. Alle Ladungen werden von Händlern gekauft, die den profitabelsten Anbieter wählen. Die Wettbewerb um die Energie solle auf den Warenmärkten ausgetragen werden, nicht über die Politik.

Premierministerin Theresa May hat laut Bloomberg als eine der Maßnahmen um die Spionageaffäre angekündigt, Großbritannien werde versuchen, Erdgas aus Quellen außerhalb Russlands zu beziehen. Während Europa insgesamt mehr als ein Drittel seines Gases aus Russland bezieht, ist dieser Anteil im Vereinigten Königreich niedriger, wo der Großteil des Treibstoffs von den Nordseefeldern und Norwegen stammt. Dennoch war die Gazprom PJSC mit Sitz in Moskau im vergangenen Jahr der zweitgrößte Lieferant für industrielle Großverbraucher in Großbritannien, so der britische Energieregulierer Ofgem.

Die Russen haben also einiges zu verlieren: Die Hälfte der britischen Importe von LNG-Gas kam im laufenden Jahr aus Russland. Damit fließt ein Großteil der Energieausgaben der britischen Haushalte an russische LNG-Lieferanten. Seit Januar 2018 erhielt Großbritannien sechs LNG-Ladungen. Drei davon kamen aus Russland. Alle drei russischen Lieferungen stammen aus dem Jamal-LNG-Projekt in Sibirien. Die Inbetriebnahme der Jamal-LNG-Produktionsstätte, die in Russland als Segen für die heimische Wirtschaft eingestuft wurde, hat dazu geführt, dass nicht nur LNG-Ladungen an Großbritannien, sondern auch an die Ost-Küste der USA geliefert wurden, da dort bis Ende Januar eine polare Kälte herrschte und das Gas knapp wurde.

Während LNG-Importe bisher nur einen kleinen Teil der britischen Gasnachfrage ausmachten, die bis 2018 auf jährlich drei bis fünf Prozent geschätzt wurde, könnte die Gasnachfrage nach der Schließung des wichtigsten Gas-Speichers Großbritanniens (“Rough”) drastisch ansteigen.

“Wir sind sehr auf Gasimporte angewiesen, um den Winter überstehen zu können (…) Nachdem wir unseren größten Speicher geschlossen haben, sehen wir uns mit potenziell volatilen und höheren Preisen konfrontiert”, zitiert die Financial Times Trevor Sikorski, Chef-Gasanalyst bei Energy Aspects in London.

Novatek, das Unternehmen, das das Jamal-Projekt im Rahmen eines Konsortiums mit Frankreichs Total und China entwickelt hat, wurde Ende vergangenen Jahres vom Kreml gelobt. Denn der Transport der LNG-Güter von Ost-Russland nach Europa ist mit logistischen Schwierigkeiten verbunden. Die Lieferungen nach Großbritannien haben auch einen symbolischen Wert, da Russland damit seine Widerstandskraft gegen die westlichen Sanktionen unter Beweis stellen kann.

Das britische Wirtschaftsministerium erklärte am vergangenen Dienstag, dass Großbritannien “in keiner Weise auf russisches Gas angewiesen” sei. Weniger als ein Prozent des britischen Gases würde aus Russland kommen. Doch die Lieferung von drei russischen LNG-Frachten nach Großbritannien deutet nach Angaben der Financial Times darauf hin, dass diese Aussage nur bedingt stimmt.

Zwei der Lieferungen wurden von Petronas aus Malaysia nach Großbritannien verschifft. Das Unternehmen hat einen Handelsstützpunkt in London und ist am Dragon-LNG-Terminal in Südwales beteiligt. Die andere Lieferung wurde Anfang dieses Monats nach einem heftigen Kälteeinbruch in Großbritannien von Royal Dutch Shell verschifft.

USA

Im März 2018 soll Großbritannien eine LNG-Lieferung vom US-amerikanischen LNG-Terminal Cove Point erhalten, berichtet Marine Link. Der Gemmata-Tanker soll am 20. März im britischen Terminal Dragon landen, teilte die lokale Hafenbehörde in Milford Haven mit. Cove Point ist das zweitgrößte LNG-Terminal in den USA.

Nach einem Bericht des englischsprachigen Diensts von Reuters sollen die USA im aktuellen Jahr zum drittgrößten Exporteur von LNG werden. Die US-amerikanische LNG-Exportkapazität wird bis zum Ende des Jahres 2020 voraussichtlich von 3,8 Milliarden Kubikfuß auf 10,1 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) steigen. Ein bcfd kann etwa fünf Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

Im Juli 2017 erhielt Großbritannien seine erste LNG-Lieferung aus den USA. Die LNG-Lieferung stammte von der Sabine Pass-Anlage am Golf von Mexiko und wurde an das LNG-Terminal in Isle of Grain geliefert. Die Lieferung erfolgte mit dem Maran Gas Mystras-Tanker des französischen Energie-Riesen Total, berichtet die Financial Times. Das Blatt führt aus, dass US-LNG für Großbritannien und andere europäische Staaten in den kommenden Jahren zu einer wichtigen Alternative gegenüber den russischen Gaslieferungen darstellen könnte. Das LNG-Terminal Isle of Grain im Südosten Englands hat eine Regasifizierungs-Kapazität von fast 15 Millionen Tonnen pro Jahr – oder fast 21 Milliarden Kubikmeter.

Unklar bleibt, ob Großbritannien seine russischen Gas-Importe durch US-LNG ersetzen kann. Im vergangenen Jahr importierte Großbritannien russisches Gas im Wert von 2,85 Milliarden Dollar. Am vergangenen Mittwoch hatte die britische Premierministerin Theresa May angekündigt, die Gas-Importe aus Russland zu drosseln. Der russische Energieminister Alexander Nowak stufte diese Ankündigung als “politisch motiviert” sein. “Jedes Land hat das Recht, seine eigene Energiepolitik zu bestimmen (…) Jede Entscheidung (von Großbritannien zur Drosselung der russischen Gas-Importe) wäre politisch motiviert und nicht darauf ausgerichtet, den Wettbewerb auf dem europäischen (Gas-) Markt zu entwickeln”, zitiert der englischsprachige Dienst von Reuters Nowak.

Katar

Die BBC führt aus, dass Großbritanniens Abhängigkeit von Gas-Importen kontinuierlich ansteigt. Das Land importiert Gas, um 47 Prozent seiner Nachfrage decken zu können. In zehn Jahren wird dieser Anteil auf 67 Prozent und bis 2035 auf 73 Prozent ansteigen. Seit dem Gas-Streit zwischen der Ukraine und Russland hat Großbritannien versucht, seine Gas-Versorgung zu diversifizieren. Die Gas-Preise für britische Kunden sind in den vergangenen zwei Jahren um 30 Prozent gestiegen.

Im September 2016 hatte die in Großbritannien ansässige Centrica einen fünfjährigen Liefervertrag mit Qatargas unterzeichnet, um ab Januar 2019 bis zu zwei Millionen Tonnen pro Jahr (mta) an LNG-Gas zu erhalten. „Wir freuen uns, unsere enge Beziehung zu Centrica und Großbritannien zu erweitern. Diese Vereinbarung unterstreicht Qatargas Ruf als sicherer und zuverlässiger Lieferant von LNG-Gas. Darüber hinaus hat diese Vereinbarung das Potenzial, in den kommenden Jahren positiv zur Energiesicherheit Großbritanniens beizutragen“, zitiert LNG World Shipping den Qatargas-Chef Saad Sherida al-Kaabi.

Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten, wie abhängig Großbritannien von den ausländischen Gaslieferungen ist, sagte ein Sprecher von Centrica: „Was wir sagen können, ist, dass Großbritannien heute eine vielfältigere Gasversorgung hat als je zuvor – mit unserer eigenen Inlands-Nordsee-Produktion, ergänzt durch LNG-Ladungen und erhebliche Gasmengen aus Norwegen und Kontinentaleuropa. In Bezug auf die Versorgungssicherheit Großbritanniens verweisen wir auf die britische Regierung.“

Norwegen

Der norwegische Gasinfrastruktur-Betreiber Gassco exportierte im vergangenen Jahr 117,4 Milliarden Normkubikmeter Erdgas durch das Pipelinesystem vom norwegischen Kontinentalschelf (NCS) nach Kontinentaleuropa und Großbritannien. Das macht nach Angaben von Gassco einen Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

Frode Leversund, Chef von Gassco, sagt, dass die Lieferungen im vergangenen Jahr etwa ein Viertel des europäischen Gasverbrauchs deckten, berichtet LNG World News. Nach Angaben der LNG Edge Analytics-Plattform hat Isle of Grain 2017 sieben LNG-Ladungen aus Ländern wie Katar, Nigeria, Algerien, Peru und der Dominikanischen Republik erhalten.

“Neben dem Gas, das aus Pipelines geliefert wird, werden sich Großbritannien und Europa auf LNG aus Algerien, Nigeria und Katar verlassen. Die USA werden in Zukunft eine weitere Option bieten”, so Ed Cox, Herausgeber von Global LNG Markets bei ICIS. Die globale Versorgung mit LNG wird zwischen 2015 und 2020 um fast 50 Prozent zunehmen, was die Preise unter Druck setzen und sie gegenüber Kohle und anderen Energiequellen wettbewerbsfähiger machen wird.

Da die USA neben Australien und Russland zu einem großen Exporteur von LNG werden, wird erwartet, dass die Exporte nach Europa in den kommenden Jahren zunehmen werden. Die LNG-Lieferungen nach Europa sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 10 Prozent gestiegen, wie Branchendaten zeigen, verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2016.

18. März 2018

BND warnt Bundestag über Angriffsgefahr aus Nordkorea (Die Zeit)

Berlin (dpa) – Der Bundesnachrichtendienst soll den Bundestag laut einem Medienbericht über die generelle Möglichkeit eines Raketenangriffs aus Nordkorea informiert haben.

http://www.zeit.de/news/2018-03/18/bams-bnd-warnt-bundestag-ueber-angriffsgefahr-aus-nordkorea-180318-99-53088718. März 2018

18. März 2018

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Russland wird immer unberechenbarer und aggressiver (Die Welt)

Nach der illegalen Annexion der Krim, der Stationierung von Truppen in Georgien und zahlreichen Cyberattacken gebe es nunmehr weitere Bedrohungen.

https://www.welt.de/newsticker/news1/article174662284/Atom-Stoltenberg-Russland-wird-immer-unberechenbarer-und-aggressiver.html

18. März 2018

Krone-Schmalz zur Krise mit Russland – MDR Aktuell

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/audio-654336.html

18. März 2018

Russisches TV: Westen plant Russland zum Schurkenstaat zu erklären – Fals Flag Provokation und Militärschlag gegen Damaskus geplant

18. März 2018

RT presenter Afshin Rattansi on BBC’s Question Time RADIO 4

18. März 2018

Piers Morgan Clashes With RT presenter Afshin Rattansi About Russia Reporting | Good Morning Britain on ITV

18. März 2018

US training Syria militants for false flag chemical attack as basis for airstrikes – Russian MoD

18. März 2018

Westliche Spezialkräfte in Syrien – Lawrow: „Ich weiß nicht, wer die US-Botschafterin autorisiert hat zu sagen, dass die USA bereit sein werden, Damaskus und fast den Präsidentenpalast zu bombardieren, und dass es egal ist, dass sich dort russische Vertreter befinden. Das ist eine absolut unverantwortliche Aussage“

Laut dem russischen Außenminister, Sergej Lawrow, befinden sich in Syrien Spezialkräfte der USA, Großbritanniens und Frankreichs. Er bezeichnete diesen Umstand als eine „direkte Beteiligung am Krieg“.

 „(In Syrien) ‚auf dem Boden‘ befinden sich die Spezialkräfte der USA (sie bestreiten es gar nicht), Großbritanniens, Frankreichs und einiger anderer Länder. Darum ist es kein Stellvertreterkrieg mehr, sondern eine direkte Beteiligung am Krieg“, sagte Lawrow in einem Interview mit dem staatlichen TV- und Rundfunksender Kasachstans.

Er merkte an, Russland verurteile die illegale Präsenz der ausländischen Streitkräfte auf dem syrischen Territorium. Die US-geführte Koalitionsei aus der Sicht des Völkerrechts und der UN-Charta unrechtmäßig.

„Wir sind Realisten und verstehen, dass wir sie nicht bekriegen können. Darum koordinieren wir unsere Handlungen, zumindest was die Nichtzulassung der unabsichtlichen Zusammenstöße angeht. Unsere Militärs stehen im ständigen Kontakt mit den US-Befehlshabern, die Militäreinsätze auf dem syrischen Territorium leiten“, so Lawrow.

Die Worte der US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, über die Bereitschaft der USA, Damaskus zu bombardieren, bezeichnete Russlands Chefdiplomat als „verantwortungslos“.

„Ich weiß nicht, wer die US-Botschafterin, Nikki Haley, autorisiert hat zu sagen, dass die Vereinigten Staaten bereit sein werden, Damaskus und fast den Präsidentenpalast von Bashar Assad zu bombardieren, und dass es egal ist, dass sich dort russische Vertreter befinden. Das ist eine absolut unverantwortliche Aussage“, so Lawrow.

18. März 2018

Sigmar Gabriel zur Skripal-Affäre: „Wie ganz schlechte James-Bond-Filme“ – „Ich rate uns aber, als Deutsche oder Europäer, uns nicht hineintreiben zu lassen, in eine immer schriller werdende Diskussion. Jemand ist so lange unschuldig, bis jemand das Gegenteil erwiesen hat.“

 

Bei seinem ersten Auftritt als Außenminister a.D. plädierte Sigmar Gabriel für Zurückhaltung bei gegenseitigen Anschuldigungen in der diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und Russland. Vor allem mahnte er die Wahrung des rechtsstaatlichen Prinzips der Unschuldsvermutung an.

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich in seiner ersten öffentlichen Rede nach seinem Ausscheiden vor dem Deutsch-Russischen Forum von der offiziellen Haltung der Bundesrepublik zum aktuellen Skandal um den mutmaßlichen Giftgasanschlag im britischen Salisbury distanziert. Diese hatte sich bedingungslos den haltlosen Anschuldigungen der britischen Regierung gegen Russland angeschlossen. Großbritannien zufolge gebe es keine andere Erklärung, als dass Russland hinter den Anschlägen stecke. Das Nervengas etwa, das für den Anschlag verwendet wurde, stamme aus sowjetischer Produktion, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und der USA.

Gabriel kritisierte die Eskalationsspirale gegenseitiger Anschuldigungen zwischen Großbritannien und Russland und rief dazu auf, in der aktuellen Ermittlung zu dem Fall nach dem rechtsstaatlichen Prinzip der Unschuldsvermutung vorzugehen. Zudem mahnte er die Streitparteien, die Frage des Ursprungs des Gifts im Rahmen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu klären.

18. März 2018

Russisches Verteidigungsministerium: USA haben Provokationen mit Chemiewaffen in Syrien vorbereitet (RT Deutsch)

https://deutsch.rt.com/international/66798-russisches-verteidigungsministerium-usa-haben-provokationen/17.03.2018

Das Verteidigungsministerium Russlands hat erklärt, dass US-Instrukteure Milizionäre im Süden Syriens ausbilden, um Chemiewaffenangriffe unter falscher Flagge durchzuführen. Die Vorfälle sollen als Vorwand für US-Luftangriffe dienen.

Dem Sprecher des russischen Generalstabs Sergej Rudskoj zufolge verfügt Russland über zuverlässige Informationen, dass Instrukteure der Vereinigten Staaten diverse Milizen in der Nähe der südsyrischen Stadt At-Tanf ausgebildet haben. Die Ausbildung soll das Durchführen von Chemiewaffenangriffen unter falscher Flagge umfassen haben.

Anfang März wurden die Sabotagegruppen in die südliche Deeskalationszone, in die Stadt Deraa, stationiert. Dort befinden sich Einheiten der so genannten Freien Syrischen Armee“, erklärte Rudskoj.

Westliche Medien werden Rudskoj zufolge die Provokationen aufgreifen. Letztendlich diene die Aktion dazu, Luftangriffe seitens der USA auf Syrien zu rechtfertigen.

Der russischen Regierung würden Hinweise für Vorbereitungen möglicher Luftangriffe vorliegen. Die USA hätten Kampfgruppen von Kriegsschiffen mit Marschflugkörpern im Mittelmeer, im Persischen Golf und im Roten Meer gebildet.

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