https://de.sputniknews.com/politik/20180310319872138-russand-usa-vorwuerfe/ 10.03.2018
„Weg ins Nirgendwo“: Putin zu gegenseitigen Vorwürfen zwischen Russland und USA
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die gegenseitigen Vorwürfe zwischen Russlands und den USA als einen „Weg ins Nirgendwo“ bezeichnet.
„Sogar abgesehen davon, dass er (Präsident Donald Trump – Anm. d. Red.) eine erste Amtszeit ausübt, lernt er schnell und begreift sehr gut, dass auf solcher Ebene, auf der wir uns befinden, Vorwürfe gegeneinander zu erheben, ein ‚Weg ins Nirgendwo‘ ist“, wird Putin vom TV-Sender NBC zitiert.
Wie Putin ferner betonte, ist Trump ein erfahrener Mann und hat Respekt vor jenen, mit denen er zusammenarbeitet.
Zudem erläuterte Putin, warum sich Trump gegenüber ihm „respektvoll“ verhalte.
„Ich denke nicht, dass er sich mir persönlich gegenüber respektvoll verhält. Ich denke, dass er ein erfahrener Mann ist, ein Geschäftsmann mit großen Erfahrungen. Er begreift, dass man, wenn die Notwendigkeit besteht, mit irgendjemandem Beziehungen der Zusammenarbeit herzustellen, den jetzigen bzw. potentiellen Partner achten muss, sonst ergibt sich daraus nichts“, so Putin.
https://de.sputniknews.com/politik/20180310319871309-megyn-kelly-nbc-putin-interview-ueberlisten/10.03.2018
NBC-Moderatorin Kelly: Putin kann man nicht „überlisten“
Die NBC-Moderatorin Megyn Kelly, die vor Kurzem Wladimir Putin interviewt hat, hat ihre Eindrücke vom russischen Präsidenten geschildert. Putin kann man ihr zufolge nicht „überlisten“, man könne ihn nur mit Fakten konfrontieren.
„Er ist sehr klug. Man bekommt den Eindruck, dass er die klügste Person in jeder Gesellschaft wäre“, sagte Kelly in einer NBC-Sendung. „Man sollte also nicht versuchen, Wladimir Putin zu überlisten, ich glaube nicht, dass das einem gelingen würde. Man kann aber versuchen, so wie ich das in diesem Interview versucht habe, ihn dazu zu bringen, sich ein bisschen zu wehren.“
Die TV-Moderatorin von NBC, Megan Kelly, hatte in der vergangenen Woche ein zweistündiges Exklusiv-Interview mit Putin geführt.
Zuvor hatte der Sonderermittler Robert Mueller Anklage gegen 13 russische Bürger und Unternehmen erhoben. Ihnen wird die Einmischung in die US-Wahl zur Last gelegt. Dabei wurden keinerlei Beweise für diese Vorwürfe erbracht.
Moskau hat Anschuldigungen dieser Art wiederholt zurückgewiesen. Am Freitag sagte der russische Präsident Wladimir Putin, dass die US-Behörden Moskau konkrete Dokumente mit Beweisen für die „Einmischung“ vorlegen sollten, anstatt im Kongress zu „schreien“.
Kurzes Video am Ende des Textes hier: https://de.sputniknews.com/politik/20180310319871309-megyn-kelly-nbc-putin-interview-ueberlisten/
https://de.sputniknews.com/politik/20180310319870696-russland-usa-raketenfrage/10.03.2018
Putin: Moskau ist jederzeit bereit, Raketenfrage mit USA zu erörtern
Russlands Präsident Wladimir Putin ist seinen eigenen Worten zufolge zu jeder Zeit bereit, mit den USA alle Fragen zu erörtern, darunter auch die sogenannte Raketenfrage.
„Lassen Sie uns ruhig hinsetzen, reden und alle Fragen lösen. Ich denke, dass der jetzige US-Präsident gewillt ist, dies zu tun. Es gibt aber jene Kräfte, die ihm nicht ermöglichen wollen, dies zu tun. Wir sind bereit, beliebige Fragen zu besprechen, darunter auch die Fragen in Bezug auf Raketen, Cyberraum und Anti-Terror-Kampf“, wird Putin vom TV-Sender NBC zitiert.
Zuvor hatte Putin dem TV-Sender NBC ein Interview gegeben. Ein Teil dieses Interviews wurde am Freitag ausgestrahlt.
In seiner diesjährigen Jahresrede hatte Putin neben den innenpolitischen Problemen auch die jüngsten Errungenschaften der russischen Rüstungsindustrie aufgezählt. Unter anderem berichtete er über die „unschlagbare“ schwere Interkontinentalrakete „Sarmat“, über den Fla-Raketenkomplex „Kinschal“ („Dolch“) und über Laser- und Hyperschall-Komplexe.
Bei all dem betonte Putin jedoch, dass Moskau nicht vorhabe, irgendjemanden anzugreifen. Die neuen russischen Waffen stellen ihm zufolge keine Gefahr für jene dar, die Russland ebenso nicht anzugreifen planen.
Nachdem Putin sechs völlig neue strategische Waffen vorgestellt hatte, riefen US-Senatoren den amerikanischen Außenminister Rex Tillerson dazu auf, den Dialog mit Moskau zu suchen, um die Abrüstungsverträge zwischen beiden Staaten zu erneuern.
