Außenminister Irans, Russlands, und der Türkei wollen bei Treffen in Kasachstan die Syrien-Krise erörtern

Die iranischen, russischen und türkischen Außenminister planen für die kommende Woche ein Treffen in der kasachischen Hauptstadt Astana im Einklang mit den Bemühungen der drei Länder, den Weg für die Beendigung des fast siebenjährigen Krieges in Syrien zu ebnen.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif und seine türkischen und russischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu und Sergej Lawrow werden sich am 16. März „ohne Beobachter oder syrische Teilnehmer“ treffen, teilte das kasachische Außenministerium am Dienstag mit.

Es wurde ausserdem erklärt, dass der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Syrien, Staffan de Mistura, zu dem Treffen in Astana eingeladen werde.

Die Friedensverhandlungen von Astana, an denen in der Regel Delegationen der syrischen Regierung und der Opposition beteiligt waren, begannen im Januar 2017 mit der Vermittlung von Russland und Iran, zwei Verbündeten Syriens, sowie der Türkei, die wiederum mehrere bewaffnete Oppositionsgruppen gegen Damaskus unterstützt. Gemeinsam haben die drei Länder als Garantenstaaten für den Friedensprozess gewirkt.

Der Astana-Prozess kam zustande, nachdem die Garantiestaaten dazu beigetragen hatten, einen Waffenstillstand für Syriens zweitgrößte Stadt Aleppo zu erwirken, der dann auf ganz Syrien ausgeweitet werden sollte. Syrien wird seit 2011 von ausländischen Milizen destabilisiert.

Der Astana-Prozess führte Mitte September letzten Jahres zur Etablierung von vier Deeskalationszonen in ganz Syrien. Der Astana-Prozess wurde von den Vereinten Nationen wegen seines Beitrags eines parallelen Prozess begrüßt, den die Weltorganisation primär in Genf zwischen Damaskus und der sogenannten syrischen Opposition in Syrien vermittelt hat.

Die neue Runde der Gespräche in Astana würde in einer Zeit stattfinden, in der die syrischen Regierungstruppen mit ihren Anstrengungen Ost-Ghoutas von terroristischen Gruppen zu befreien große Fortschritte machen.

Laut der Nachrichtenagentur al-Masdar vom Montag haben die syrischen Truppen das Dorf al-Muhammadscha und das umliegende Gebiet nach schweren Zusammenstößen mit Militanten vollständig zurückerobert. Regierungstruppen machen auch Fortschritte im Bezirk Harasta.

In Ost-Ghouta, einem belagerten Gebiet in den Außenbezirken von Damaskus, kam es in den letzten Wochen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. . Takfiri-Terror-Milizen, von denen Teile aus militanten Mitgliedern der ehemaligen Al-Kaida-Gruppe bestehen, haben Mörserangriffe auf die Stadt syrische Hauptstadt Damaskus ausgetragen. Dies geschah angesichts einer drohenden demütigenden Niederlage. In den vergangenen zwei Wochen wurden rund 20 Zivilisten im Stadtgebiet von Damaskus getötet.

Ost-Ghouta ist eine von vier Deeskalationszonen in Syrien, die extremistische Gruppen wie Daesh und Jabhat Fatah al-Sham (ehemals al-Nusra Front) von anderen Militanten trennen sollen, um die Gewalt in dem von Krieg zerrissenes arabisches Land zu reduzieren.

In der vergangenen Woche behauptete die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die mit den gegen die Regierung in Damaskus kämpfenden Milizen sympathisiert, dass am 25. Februar ein mutmaßlicher Chlorgas-Anschlag in einem Dorf in der Provinz Shifuniyah im Osten von Ghouta stattgefunden habe, wo sich militante Kräften befinden.

Der Sprecher des Kreml, Dmitry Peskov wies am Dienstag Vorwürfe zurück, dass die syrische Regierung chemische Waffen einsetzte, und betonte, dass nur eine internationale Körperschaft auf der Grundlage einer „unparteiischen“ Untersuchung über das Thema entscheiden könne.

„Die Provokationen, die solche Andeutungen und unbegründeten Anschuldigungen gegen die syrische Führung hervorbringen, gehen weiter“, sagte Peskov Reportern.

Am Montag zitierte die „Washington Post“ US-Beamte mit den Worten, die US-Regierung erwäge neue Militäraktionen gegen die syrische Regierung als Reaktion auf Berichte über den Verdacht auf Verwendung chemischer Waffen.

Damaskus bestritt die Anschuldigung, hinter dem angeblichen Gasangriff zu stehen, und beschrieb die Behauptungen als „Fabrikation“, um einen anschließenden US-Raketenangriff zu rechtfertigen.

Quelle: http://www.presstv.com/Detail/2018/03/06/554554/Astana-Zarif-Lavrov-Cavusoglu-Syria