„Progressive“ Kriegstreiber Auch „linke Intellektuelle“ fordern den „Regime Change“ in Syrien – von Michel Chossudovsky

(Übersetzung von Wolfgang Jung)

In Nordamerika und in Westeuropa ist ein auf Täuschung beruhender sozialer Aktivismus entstanden, der vom Konzern-Establishment gefördert und kontrolliert wird. Dieser manipulierte Prozess hat die Bildung einer neuen Massenbewegung gegen den Krieg, gegen Rassismus und gegen soziale Ungerechtigkeit bisher unmöglich gemacht.

Dass die Antikriegsbewegung tot ist, zeigt sich auch daran, dass Menschen, die sich als „Kriegsgegner“ bezeichnen, den Krieg gegen Syrien für einen „Bürgerkrieg“ halten. Für sie ist der Krieg gegen den Jemen ebenfalls ein „Bürgerkrieg“. Weil dieses Land vor allem von Saudi-Arabien bombardiert wird, versuchen US-Kriegsgegner die verdeckte Beteiligung der USA am Krieg gegen den Jemen zu ignorieren oder herunterzuspielen. Diese Haltung lässt sich in dem Satz zusammenfassen: „Weil keine direkte Beteiligung der USA vorliegt, besteht auch keine Notwendigkeit für eine Kampagne gegen den Krieg im Jemen“.

Krieg und Neoliberalismus stehen nicht mehr im Mittelpunkt des zivilgesellschaftlichen Widerstandes. Ein von konzerneigenen Stiftungen finanziertes Netz nichtstaatlicher Organisationen hat den gesellschaftlichen Widerstand zerstückelt. Die Bewegungen gegen die Globalisierung und gegen den Krieg wurden gespalten. Die Wirtschaftskrise wird nicht mehr in Zusammenhang mit den imperialistischen Kriegen der USA gebracht.

Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.

Dieses Bewegungsspektrum war bereits bei den Demonstrationen gegen die G7-Gipfel und gegen die alternativen Klimagipfel der 1990er Jahre präsent und hat von Beginn an, also seit dem Jahr 2000, auch das Weltsozialforum dominiert, das nur ganz selten engagiert gegen den Krieg protestiert hat.

Konzerneigene Stiftungen lassen also durch von ihnen finanzierte NGOs gesponserte Proteste inszenieren, mit denen eigentlich nur ein einziges Ziel verfolgt wird: Die westliche Gesellschaft soll gespalten werden, damit die bestehende Gesellschaftsordnung erhalten bleibt und bestehende militärische Planungen durchgezogen werden können.

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