DDR-Diplomat M.Schünemann: „Die Illusionen in der Ukraine waren erheblich“ (Heise.de)

„Die Illusionen in der Ukraine waren erheblich“

Manfred Schünemann, langjähriger DDR-Diplomat in Moskau und Kiew, spricht im Interview mit Telepolis über die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung ebehrder Ukraine seit dem Umsturz vor vier Jahren

Von 1969 bis 1990 arbeitete Schünemann im diplomatischen Dienst der DDR, unter anderem als Botschaftsrat an den Botschaften in Belgrad und Moskau sowie in den 1970er Jahren im Generalkonsulat in Kiew. Nach 1990 war er bis 2005 beim Verband für Internationale Politik und Völkerrecht sowie im Informationszentrum für transatlantische Sicherheit tätig. Schünemann, der in Berlin lebt, veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Entwicklung in der Ukraine, zu Russland und der GUS, zuletzt erschien 2017 sein Buch über Ursachen und Folgen der Konflikte in der Ukraine seit 1991. („Zerbricht die Ukraine?“)

Vier Jahre nach dem Maidan sieht er das Land in der tiefsten Krise seit der Unabhängigkeit. Die Wirtschaftsleistung liegt ein Drittel unter dem Niveau der Sowjetzeit, Oligarchen und Korruption haben die Ukraine weiter fest in der Hand und die sozialökonomische Lage der Bevölkerung ist katastrophal. Mitschuld daran sind auch die sozialen Einschnitte, die der Westen zur erwartbaren Vorbedingung für Kredite machte. „Die Illusionen durch den Maidan waren in der ukrainischen Bevölkerung erheblich“, sagt Schünemann. Das Gespräch führte Stefan Korinth.

Zum Interview: https://www.heise.de/tp/features/Die-Illusionen-in-der-Ukraine-waren-erheblich-3973157.html?seite=all


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