Archive for Februar 2nd, 2018

2. Februar 2018

„Djihad“ als deutsche Kriegsstrategie im Ersten Weltkrieg – In deutschem Auftrag wurden Putsche und Attentate, sogar Sprengstoffanschläge verübt (Das Erste 2005)

Während des Ersten Weltkriegs. Ausgerechnet ein aus muslimischer Sicht „Ungläubiger“, Max Freiherr von Oppenheim, deutscher Diplomat und oberster Orientstratege von Kaiser Wilhelm II., fordert wörtlich den Djihad als deutsche Kriegsstrategie im Orient.

In Propagandaflugblättern, tausendfach aus Berlin verschickt in die muslimische Welt, ist zu lesen: „Oh Volk der Schawia, zieht in den Djihad gegen die Ungläubigen“. Mit deutschen Waffen und in deutschem Auftrag wurden Putsche und Attentate, sogar Sprengstoffanschläge verübt – gegen die britischen, französischen und russischen Kolonialherren, gleichzeitig Deutschlands Kriegsgegner. Doch am Ende ging der Berliner Djihad-Plan nicht auf. Die große Mehrheit der Muslime wollte mit dem heiligen Krieg made in Germany nichts zu tun haben. Aber die Idee des Djihad als globale Kriegswaffe war geboren: in Deutschland.

https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2005/Kaiser-Wilhelms-heiliger-Krieg-Deutsche-erfanden-weltweiten-Djihad,erste8744.html

 

Advertisements
2. Februar 2018

MONITOR-Recherchen zeigen: Beim Krieg der Türkei gegen die Kurden in Nordsyrien sind weit mehr deutsche Waffen und Technologien im Einsatz als bislang bekannt

Monitor |  Das Erste

Die Bundesregierung hält an Rüstungsexporten in die Türkei grundsätzlich fest. Und das, obwohl die Türkei bei ihrer Offensive von Milizen unterstützt wird, unter denen sich laut Experten auch islamistische und dschihadistische Söldner befinden.

Nachzubetrachten hier:

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-operation-olivenzweig-krieg-gegen-die-kurden–made-in-germany-100.html

2. Februar 2018

Resolution für die Einberufung einer Globalen Konferenz gegen Militärstützpunkte der USA und der NATO

ScreenHunter 761

Die zunehmend militaristische Außenpolitik der Vereinigten Staaten, ihrer neuen Regierung und als die führende Macht der NATO, treibt die Welt an den Rand eines Atomkriegs und einer globalen Umweltkatastrophe; es ist klar, dass dies dringend eine einheitliche Antwort der weltweiten Friedensinitiativen, der Bürgerrechts- und Umweltbewegungen erforderlich macht, um die katastrophalen Folgen für die Gesamtheit der Menschheit zu verhindern.

Die Gründungsorganisationen der Koalition gegen US-Militärstützpunkte im Ausland äußerte von Anfang an, dass der Kampf gegen militärische Stützpunkte der USA nicht nur von Friedensorganisationen und Aktivisten aus den USA geführt und gewonnen werden kann; sondern dass dies eine einheitliche globale Bewegung erfordert, getragen von Antikriegs-Organisationen und Aktivisten, die sich zusammen gegen die Militärstützpunkte der USA und der NATO stellen, um das Ziel der Schließung aller Militärstützpunkte der USA und der NATO auf der ganzen Welt zu erreichen;

Und weil der unbestreitbare Erfolg der diesjährigen Nationalen Konferenz gezeigt hat, dass trotz möglicher Differenzen in anderen Fragen, eine breite Einheit der verschiedenen Friedens-, Bürgerrechts- und Umweltorganisationen und Aktivisten gegen Militärstützpunkte der USA und der NATO erreicht werden kann und zwar auf der Grundlage der Einheitserklärung der Koalition, die von mehr als 200 Partnern unterstützt wurde, von Friedens-, Bürgerrechts- und Umweltorganisationen aus der ganzen Welt;

Daher wurde beschlossen, dass die Koalition gegen US-amerikanische Militärstützpunkte alle Kräfte für Frieden, für soziale und ökologische Gerechtigkeit dazu aufruft, sich mit uns in einer Globalen Koalition zu vereinigen, mit dem Ziel der Einberufung einer Weltkonferenz gegen Militärstützpunkte der USA und der NATO und zwar innerhalb eines Jahr nach dieser Nationalen Konferenz;

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die gegenwärtige Einheitsserklärung der Koalition als Grundlage und Rahmen dienen kann, innerhalb dessen die neue Globale Koalition und die vorgeschlagene Globale Konferenz organisiert wird;

Daher hinaus wurde beschlossen, dass der Koordinierungsausschuss der Koalition gegen US-Militärstützpunkte im Ausland sofort damit beginnen wird, weltweite Unterstützung zu generieren für diese Globale Koalition, welche dann die Konferenz plant, ein Gastgeberland für die Konferenz bestimmt, finanzielle Unterstützung erbittet und zusammen mit unseren internationalen Verbündeten eine aktive Rolle spielen wird bei der Organisation der Weltkonferenz gegen Militärstützpunkte der USA und der NATO.

PDF Deutsch Übersetzung:
http://bit.ly/2DZ7fkF

Original:
http://noforeignbases.org/wp-content/uploads/2018/01/Resolution-on-Global-Conference.pdf

2. Februar 2018

U.S. ‘Plan B’ for the Middle East. The Occupation of One Third of Syria’s Territory (Globalresearch)

The television network RT asked me for a comment around the recent visit to Raqqa done by the USAID program chief together with the CENTCOM Commander. [1]

Before addressing the humanitarian situation in Raqqa associated with the reconstruction issue (80 percent of Raqqa dwellings remain “inhabitable”, according to the UN), I will focus on the current U.S. geopolitics in the area, against the backdrop of the U.S. emerging ‘Plan B’ on Syria. So far, the implementation of this new design has signified the virtual occupation of nearly a third of Syria’s territory. A hallmark of the situation consisting in the illegal occupation of Syrian territory by U.S. troops.

more
https://www.globalresearch.ca/u-s-plan-b-for-the-middle-east-the-occupation-of-one-third-of-syrias-territory/5627819

2. Februar 2018

Shifting Geopolitical Realities in Afghanistan. Threat to US Hegemony? (Globalresearch)

Violent geopolitical rivalries between imperialist and hegemonist powers over Afghanistan’s natural resources, trade and transit routes, and geostrategic location have dramatically intensified.

Despite sixteen years of heavy-handed US presence to establish its hegemony in Afghanistan and beyond, influence of regional powers like Russia, China, Iran, Pakistan, and India is growing.

read more:
https://www.globalresearch.ca/shifting-geopolitical-realities-in-afghanistan-threat-to-us-hegemony/5627517

2. Februar 2018

Syrische Armee blockiert Versorgungs-Route von Kurden-Milizen (Deutsche Wirtschafts Nachrichten)

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 01.02.18 23:29 Uhr

Die syrische Armee hat eine wichtige Versorgungs-Route der Kurden-Milizen blockiert. Die Kurden-Milizen sind in Afrin vom Nachschub weitgehend abgeschnitten.

Syrische Armee

Am Freitag hat die syrische Armee (SAA) im Nordosten von Hama die Kontrolle über die Dörfer Abeen, Jeb Zreiq, Abu Khanadeq Ghanoubi und Mazra’et al-Aw wiedererlangt. Zuvor hatte es schwere Gefechte mit der Terror-Miliz ISIS gegeben, berichtet die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA.

Nach Informationen der Zeitung Aydinlik konnte die SAA im Verlauf des Monats Januar in den Regionen Idlib und Aleppo einen Landstrich von 400 Quadratkilometern befreien. Das Blatt berichtet weiter, dass die SAA in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Straßen bei Az-Zahra und Nubl südlich von Afrin blockiert habe. Az-Zahra und Nubl wurden von den Gebieten als Nachschubrouten genutzt, um in Afrin gegen das türkische Militär zu kämpfen.

Vor einer Woche hatten die Kurden-Milizen von der syrischen Regierung gefordert, in Afrin gegen das türkische Militär vorzugehen, berichtet die BBC. Die syrische Regierung hatte als Bedingung eine vollständige Übergabe der Kontrolle von Afrin an die SAA gefordert, berichtet das Magazin TIME. Die Kurden-Milizen lehnten dies ab. Eine Einigung kam nicht zustande.

Voice of America (VoA) berichtet, dass die russische Luftwaffe und die SAA enormen militärischen Druck auf die Provinz Idlib ausüben, um sie einzunehmen. Idlib wird in weiten Teilen von Hayat Tahrir al-Scham (HTS), die Nachfolgeorganisation der al-Nusra-Front, gehalten.

VoA zufolge werden die Söldner in Syrien einen militärischen Sieg Syriens und Russlands nicht hinnehmen. VoA wörtlich: „Viele Rebellen (Söldner und HTS, Anm. d. Red.) sagen, dass sie weiterhin einen Aufstand im Untergrund starten werden, der wahrscheinlich zu Autobombenanschlägen und urbanem Terrorismus führen wird (…). Die langfristigen Ziele der al-Qaida-Tochter Tahrir al-Sham werden ebenfalls eine Schlüsselrolle spielen.”

„Die syrischen Rebellen sagen seit langem, dass sie einen Guerillakrieg mit Bombenanschlägen und Attentaten führen werden, wenn Assad auf dem Schlachtfeld gewinnt”, sagte Arun Lund von der Century Foundation in New York dem US-Blatt.

Türkisches Militär und Freie Syrische Armee (FSA)

Die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Freitag, dass türkische Truppen und ihre kurdischen und arabischen Verbündeten die Kontrolle über das Dorf Ali Kar an der Nordspitze der Enklave Afrin eingenommen haben. Seit Beginn der „Operation Olivenzweig” hat das türkische Militär 20 Stand- und Wohnorte sowie sieben Hügel oder Berge eingenommen, zitiert die New York Times die Agentur.

Weiterhin haben türkische Verbände das Dorf Bulbul im Norden von Aleppo von den Kurden-Milizen übernommen. Bei Gefechten zwischen Kurden-Milizen und türkischen Verbänden sollen 14 PKK-Kämpfer getötet worden sein. Das Dorf Bulbul befindet sich an der Straße nach Afrin. Weiterhin soll ein türkischer Militärkonvoi von Kafr Lusin in Idlib nach Darat Izza und Salva im Westen von Aleppo gefahren sein, so die türkische Zeitung Milliyet. In Darat Izza führte die türkische Luftwaffe Luftschläge gegen Stellungen der Kurden-Milizen aus.

In der Nähe von Cinderes/Afrin hat die Söldner-Truppe Semerkand-Brigade, die der Freien Syrischen Armee (FSA) angehört, im Repertoire der Kurden-Milizen eine Flugabwehrwaffe (MANPADS) gefunden. Die Brigade veröffentlichte ein diesbezügliches Video auf Twitter. Am 8. Dezember 2016 hatte der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, wonach MANPADS an die „syrische Opposition” geliefert werden dürfen. Als „syrische Opposition” gelten alle Gruppen außer den regulären Regierungstruppen und ihren syrischen Milizen.

Am Freitagmorgen hat die PKK nach Angaben der ZeitungAydinlik in der türkischen Stadt Hakkari einen Militärstützpunkt angegriffen. Dabei kam ein türkischer Soldat ums Leben, fünf weitere wurden verletzt.

Kurden-Milizen und PKK

Die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF meldet, dass am Freitagvormittag 16 Kurden-Milizen in der Stadt Afrin im Rahmen einer Kundgebung bestattet wurden. Die toten Kämpfer setzen sich aus zwei Mitgliedern der kurdischen Asayisch, fünf Mitgliedern der YPG, sechs Mitgliedern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und drei Mitgliedern der PKK zusammen.

Muzaffer Ayata, Führungsmitglied der PKK, sagte ANF, dass sich die Kurden-Milizen in Syrien als stärkste Kraft gegen ISIS erwiesen hätten. Dies hätten die Amerikaner gesehen. „Ab da an haben die Amerikaner und die syrischen Kurden eine gemeinsame Grundlage gehabt. Die Zeit und die Geschichte haben beide Seiten zueinander finden lassen (…). Die Türken haben Angst gehabt, dass die Kantone Afrin und Kobane (Ayn al-Arab, Anm. d. Red.) zusammengeführt werden. Sie gerieten in Panik. Die Türken haben dann immer ganz bewusst Spannungen mit den USA und der NATO erzeugt. Sie haben Deutschland erniedrigt, indem sie die Deutschen aus Incirlik vertrieben haben (…). Die Türkei hat ihre Rolle in Syrien den verschiedenen Seiten regelrecht aufgezwungen. Schuld daran ist die Inkonsequenz der Russen. Russland wird seine Initiative in Syrien nicht bewahren können und wird folglich einen Schaden erleiden”.

2. Februar 2018

Die Lehre von Stalingrad: Nie wieder Krieg!

Der einstige Wehrmachtsoffizier Heinrich Gerlach hat mit seinem Roman „Durchbruch bei Stalingrad“ nicht nur Zeugnis von dem Geschehen vor 75 Jahren abgelegt, sondern auch vom verbrecherischen Krieg der faschistischen Wehrmacht. Das sagt Herausgeber Carsten Gansel aus Anlass des Jubiläums der deutschen Kapitulation vor Stalingrad am 2. Februar 1943.
Zum Interview: https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180202319336240-stalingrad-lehre/
Auszug:  (…) Wir sind mit einem Team in Wolgograd gewesen und haben gesehen, dass dort immer noch Soldaten aus der Erde ausgegraben und beigesetzt werden: auf der einen Seiten die russischen, und auf der anderen Seite die deutschen Soldaten – noch 75 Jahre nach diesem schrecklichen Ereignis. Man erlebt also noch heute in Wolgograd die Dimension dessen, was dort geschah, das Grauen, das Unmenschliche, und das betrifft nicht nur die Soldaten, sondern selbstverständlich auch die Zivilbevölkerung von Stalingrad. Insofern sage ich immer, solche Romane und solche Orte sind Begegnungsorte und sollten Orte des Dialoges sein. Ich sage auch: Es sollten sich diejenigen, die Verantwortung tragen, nach Stalingrad aufmachen. Man muss über das, was geschehen ist, reden. Man muss alles daran setzen, dass Konfrontation ersetzt wird durch Dialog. Es gibt einen schönen Satz eines deutschen, sehr bekannten und wichtigen Autors, Uwe Johnson. Der spricht wiederholt davon, dass es darauf ankomme, „die andere Seite mit ihren eigenen Augen zu sehen“. Das bedeutet Perspektivenübernahme. Das bedeutet Empathie. Nur so funktioniert auch Literatur, dass wir durch den Text, durch das, was geschildert wird, hineinversetzt werden als Leser in eine Schreckenssituation, wie das die Schlacht von Stalingrad gewesen ist – in der Hoffnung, wie Brecht sagen könnte, dass man durch das, was einem vorgeführt wird, lernt. Nicht mit oberlehrerhafter Geste, sondern durch eigene Erkenntnis. Und eine Schlussfolgerung kann und muss sein: So etwas darf nie wieder geschehen! (…)

https://www.bluewin.ch/de/news/wissen—technik/2018/1/31/russische-veteranen-schildern-stalingrad—das-ende-war-vorbesti.html

Russische Stalingrad-Veteranen: «Das Ende war vorbestimmt»
Nur wenige Menschen erinnern sich noch selbst an die Schlacht von Stalingrad. Zwei Moskauer Veteranen erzählen zum 75. Jahrestag eines der schlimmsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs, wie sie den Kampf gegen die Nazis an der Wolga erlebten.

Februar 1943: Im Süden Russlands nähert sich eine der heftigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges ihrem Ende. Beharrlich hat die Rote Armee die Soldaten der deutschen Wehrmacht in Stalingrad (heute Wolgograd) eingekreist und ausgehungert. «Die deutschen Truppen leisteten erbitterten Widerstand und versuchten mit allen Kräften, den Kessel zu durchbrechen», sagt Witali Kolessow.

Kolessow war dabei. Der heute 94-jährige Moskauer war damals 19 und kommandierte ein sowjetisches Artillerie-Geschütz. Er kämpfte mit der Roten Armee für den Sieg in Stalingrad, der einen Wendepunkt im Krieg brachte. 75 Jahre nach dem Ende der Schlacht (Kapitulationen am 31. Januar und 2. Februar) erzählen Kolessow und seine Kameradin Tamara Alexandridi (93) der Deutschen Presse-Agentur von den Schrecken des Krieges.

Ein Moskauer Veteranenverband hat das Treffen mit den Zeitzeugen arrangiert. In einem dunklen Büro sitzen sie bei Schwarztee. Ein Bild von Russlands Präsident Wladimir Putin schmückt die Wand. Auch der strenge Blick des Sowjet-Diktators Josef Stalin wacht über den Raum.

«Als unsere Panzer vorrückten, lag tiefer Schnee. Es war minus 20 Grad», schildert Kolessow eine Episode der Kesselschlacht. Seine Erinnerung ist glasklar. Seine Worte sind präzise. Er habe die sowjetischen Panzer von seinem Geschütz aus beobachtet: «Plötzlich öffnete sich an vorderster Front ein Flügeltor und eine Panzerabwehrwaffe stellte sich uns entgegen. Was sollte ich tun? Ich eröffnete das Feuer und zerstörte den Gegner. Damit habe ich ein, zwei, vielleicht drei von unseren Panzern gerettet. Ist das Grausamkeit? Oder ist das das Gesetz des Krieges?»

Kolessow blieb Berufssoldat. Rund 50 Jahre stand er im Dienst der sowjetischen Armee. Das soldatische Pflichtbewusstsein ist dem Mann mit dem akkurat gekämmten weissen Haar bis ins hohe Alter geblieben. Wenn der pensionierte Oberst mit der grünen Uniform und den vielen Orden erzählt, ist ihm anzumerken, dass er oft gezweifelt hat, aber zu einem Schluss gekommen ist: «Ich habe meine Pflicht erfüllt. Wenn ich schiessen musste, habe ich geschossen. Zu uns kamen Feinde, sie besetzten unser Land. Was sollten wir tun? Wir vernichteten sie.»

Tamara Alexandridi sagt, sie sei weniger in direkte Kämpfe verwickelt gewesen als Kolessow. «Ich war nicht in der vordersten Reihe. Mich konnten sie nur bei Bombardements töten, aber ich habe überlebt.» Damals war Alexandridi 17 Jahre jung. Direkt nach der Schule meldete sich die Moskauerin freiwillig. Sie wurde Funkerin. Im Juli 1942 kam sie nach Stalingrad, noch bevor die Wehrmacht dort angriff.

Alexandridi erinnert sich gut an einen Moment im Herbst vor der langen Schlacht, als sich ihre Funkereinheit vor den heranrückenden Deutschen in Sicherheit brachte. Damals ging es um Leben und Tod. «Plötzlich blieb unser Auto liegen.» Ein Lastwagen habe gehalten und sie – die einzige Frau in der Gruppe – mitgenommen. Die anderen blieben zurück und kamen in deutsche Kriegsgefangenschaft, wie sie später von einem Überlebenden erfuhr. «Ich hatte Glück.»

Die meisten noch lebenden Kämpfer des Zweiten Weltkriegs sind über 90. Die Veteranenverbände helfen ihnen im Alltag und halten die Erinnerung wach. Solche Verbände gibt es viele in Russland, aber die Zeitzeugen des «Grossen Vaterländischen Krieges» werden weniger. Rund 6300 Mitglieder zähle sein Moskauer Komitee der Kriegsveteranen noch, sagt Mitarbeiter Anatoli Ryndin. «Aber jedes Jahr sterben altersbedingt rund 100», sagt er.

Kolessow und Alexandridi wirken fit. Was sie verbindet, sind nicht nur das Alter und die Orden auf der Brust: Schon im Krieg einte sie der Siegeswille. «Uns kam es barbarisch vor, dass Deutschland – ein kleines Land – uns – das riesige Russland – angegriffen hat. Das Ende war vorbestimmt», sagt Alexandridi. «Angefangen mit Stalingrad, hatten wir immer Hoffnung auf den Sieg», sagt Kolessow.

Wenn er vom «grossen Sieg des Sowjet-Volkes» spricht, ist ihm Stolz anzumerken. Sein Bericht über das Ende der Schlacht aber ist auch mitfühlend. Zehntausende deutsche Soldaten kamen in Gefangenschaft. «Ich habe eine kilometerlange Kolonne von Kriegsgefangenen gesehen. Hungernde, frierende, schmutzige, zerlumpte. Sie waren nicht für den Winter ausgerüstet. Die gefangenen Deutschen sahen erbärmlich aus.»

Nach dem Krieg sahen Kolessow und Alexandridi ihr Verhältnis zu Deutschland pragmatisch. «Ich hatte keinen Hass auf die Deutschen», sagt sie. Alexandridi wurde Elektroingenieurin und freundete sich mit einem deutschstämmigen Professor und seiner Familie an.

Gerade heute, in Zeiten tiefer Spannungen zwischen Russland und dem Westen, sehen die beiden Stalingrad-Veteranen die Lehren des Weltkriegs. «Theoretisch ist so eine Katastrophe noch immer möglich. Aber Putin und unsere Diplomaten tun alles, um das zu verhindern», sagt Kolessow. «Wir müssen mit Deutschland befreundet sein», mahnt er. Alexandridi stimmt ihm zu. «Man muss unserem Land mehr vertrauen, dann wird Ihr Land auch Schritte nach vorne machen.»

2. Februar 2018

Führungsmitglied der kurdischen PKK : Türkei hat ihre Rolle in Syrien den verschiedenen Seiten regelrecht aufgezwungen. Schuld daran ist die Inkonsequenz der Russen.

ScreenHunter 755

„Muzaffer Ayata, Führungsmitglied der PKK, sagte ANF, dass sich die Kurden-Milizen in Syrien als stärkste Kraft gegen ISIS erwiesen hätten. Dies hätten die Amerikaner gesehen. „Ab da an haben die Amerikaner und die syrischen Kurden eine gemeinsame Grundlage gehabt. Die Zeit und die Geschichte haben beide Seiten zueinander finden lassen (…). Die Türken haben Angst gehabt, dass die Kantone Afrin und Kobane (Ayn al-Arab, Anm. d. Red.) zusammengeführt werden. Sie gerieten in Panik. Die Türken haben dann immer ganz bewusst Spannungen mit den USA und der NATO erzeugt. Sie haben Deutschland erniedrigt, indem sie die Deutschen aus Incirlik vertrieben haben (…). Die Türkei hat ihre Rolle in Syrien den verschiedenen Seiten regelrecht aufgezwungen. Schuld daran ist die Inkonsequenz der Russen. Russland wird seine Initiative in Syrien nicht bewahren können und wird folglich einen Schaden erleiden”.“

2. Februar 2018

Fan-Bewegung aus Südkorea unterstützt Russland bei Olympischen Spielen (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20180202319342927-winterspiele-pyeongchang-suedkorea-russland-unterstuetzung/

Die regierende südkoreanische Deobureo-minju-Partei hat eine Fan-Bewegung gegründet, die die russischen Sportler während der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang unterstützen wird, berichten russische Medien.

Am 2. Februar fand im Parlamentskomplex Seouls die feierliche Gründung statt. Die Parteivorsitzende Choo Mi-ae und der russische Botschafter in Südkorea Alexander Timonin nahmen daran teil.

Die Vereinbarung über die Gründung der Fan-Bewegung sei im Dezember 2017 während des Treffens mit dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees Russlands Alexander Schukow getroffen worden, sagte Choo Mi-ae.

Dadurch wolle man betonen, dass Russland und Südkorea Freunde sind, so die koreanische Politikerin.

Timonin bedankte sich bei den Vertretern der Deobureo-minju-Partei und erklärte, solche Schritte seien eine Bestätigung des hohen Niveaus der bilateralen Beziehungen.

Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS die vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperren gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben. Der Sportgerichtshof gab zur Begründung an, keine individuellen Verstöße gegen Anti-Doping-Regeln feststellen zu können. In elf weiteren Fällen wurden laut einer CAS-Mitteilung Verstöße festgestellt und die Einsprüche nur teilweise bestätigt.

2. Februar 2018

Победа! Sieg! Stalingrad: Neues Vergessen.  Wende im 2. Weltkrieg: Vor 75 Jahren siegte die Rote Armee an der Wolga über die Wehrmacht. Die Bundesregierung will daran nicht erinnern – Von Sevim Dagdelen (junge Welt)

ScreenHunter 754

Heute vor 75 Jahren endete die Schlacht von Stalingrad. Die noch in der Stadt an der Wolga, dem heutigen Wolgograd, verbliebenen Truppen des faschistischen Deutschland und seiner Verbündeten kapitulierten vor der Roten Armee. Das Oberkommando der Wehrmacht verkündete am 3. Februar, die deutschen Truppen hätten »bis zum letzten Atemzug« gekämpft, seien aber einer »Übermacht« und »ungünstigen Verhältnissen erlegen«. Sie hätten als »Bollwerk« einer »europäischen Armee« stellvertretend den Kampf gegen den Kommunismus geführt. An dieser Sichtweise – heute auf Russland übertragen – hat sich in den herrschenden Kreisen der Bundesrepublik nicht viel geändert.

ausführlichen Artikel hier weiterlesen:

http://bit.ly/2FB84QQ

 

2. Februar 2018

Flüchtlingsabwehr in Ostafrika – Nützliche Milizen (german-foreign-policy)

Die EU profitiert bei Maßnahmen zur Flüchtlingsabwehr in Ostafrika vom Einsatz sudanesischer Milizen, mit deren mörderischen Aktivitäten sie vor Jahren die Unterstützung einer Klage gegen den sudanesischen Präsidenten vor dem Internationalen Strafgerichtshof begründete. Dabei handelt es sich um die einstige Janjaweed-Miliz, die schwerster Verbrechen im Bürgerkrieg in Darfur beschuldigt wurde und heute als Rapid Support Forces an der sudanesischen Grenze Jagd auf Flüchtlinge macht. Beihilfe bei der „Aufnahme“ festgenommener Flüchtlinge will laut Berichten die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) leisten. Die EU stellt sogar dreistellige Millionensummen für die Flüchtlingsabwehr im Sudan zur Verfügung – obwohl die sudanesischen Repressionsapparate für ihren brutalen Umgang mit Migranten berüchtigt sind. Die Kooperation bei der Flüchtlingsabwehr ist eingebunden in eine allgemeine Wiederannäherung zwischen den westlichen Mächten und Khartum, die unter anderem geheimdienstliche Zusammenarbeit umfasst.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7521/

2. Februar 2018

Hintergrund: Verhältnis zu Russland entspannen (junge Welt)

Der Bundestag hat am Donnerstag den Antrag der Fraktion Die Linke »Entspannung mit Russland – keine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland« (19/95) beraten – und die Vorlage in den Auswärtigen Ausschuss verwiesen.

Unterstützt wird die Forderung nach einem Kurswechsel in den deutsch-russierlschen Beziehungen bis hin zu CDU und SPD – zumindest im Osten Deutschlands.

weiter hier

https://www.jungewelt.de/artikel/326520.hintergrund-verh%C3%A4ltnis-zu-russland-entspannen.html

 

 

2. Februar 2018

US-Sanktionsliste: Ideologisch verbrämte Rivalität (russlandkontrovers)

Derzeit existieren zwei Deutungsmuster. Das eine: In den USA herrscht eine innenpolitisch getriebene Anti-Russland-Hysterie; die wachsende Insuffizienz des gesellschaftlichen Systems wird mit den Machenschaften eines äußeren Feindes erklärt.

http://russlandkontrovers.com/us-sanktionsliste-ideologisch-verbraemte-rivalitaet

2. Februar 2018

Druck plus Profit – drohende neue US-Russland-Sanktionen (german-foreign-policy)

(Eigener Bericht) – In der Debatte um möglicherweise drohende neue US-Russland-Sanktionen rät der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, vorerst zu Gelassenheit. Die Liste von 210 Spitzenvertretern der russischen Politik und Wirtschaft, die jüngst vom US-Finanzministerium veröffentlicht wurde, werde ausdrücklich nicht als Sanktionsliste klassifiziert, erklärt Büchele; Washington habe klargestellt, dass es zur Zeit keine neuen Strafmaßnahmen gegen Russland plane. Eine etwaige Verschärfung der Boykottmaßnahmen träfe die deutsche Wirtschaft zu einer Zeit, zu der ihr Russlandgeschäft erstmals seit 2012 wieder boomt und zu der wichtige Entscheidungen über Investitionen in Russland anstehen. Berlin hat klargestellt, dass es – ungeachtet der politisch-militärischen Konfrontation mit Moskau – nicht mehr bereit ist, auf profitable Geschäfte mit Russland zu verzichten; Außenminister Sigmar Gabriel kündigt an, in dieser Frage in Opposition zu Washington zu gehen. Der Schritt ist Teil der jüngsten Berliner Bemühungen, sich als eigenständige Macht gegenüber den USA zu profilieren.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7519/

2. Februar 2018

„Kriegspropaganda Paroli bieten“: Wie sich die Medienkritik in Deutschland aufstellt (RT Deutsch)

1.02.2018

Wie sieht aktuelle Medienkritik aus der Perspektive einer basisdemokratischen Friedensbewegung aus? Eine dreitägige Fachkonferenz in Kassel ging dieser Frage unter mehreren Perspektiven nach. Die prominentesten kritischen Wissenschaftler und Medienmacher waren zahlreich vertreten.

Hier zum Artikel und Video: https://deutsch.rt.com/inland/64506-kriegspropaganda-paroli-bieten-wie-sich-medienkritik-aufstellt/

%d Bloggern gefällt das: