Leonardo Boff, Vertreter der Theologie der Befreiung wirbt um Solidarität mit Brasiliens früheren Staatschef Lula da Silva (junge Welt)

Einer der bekanntesten brasilianischen Vertreter der Theologie der Befreiung wendet sich an die deutsche Öffentlichkeit. Anlass ist der Prozess gegen Brasiliens früheren Staatschef Lula da Silva von der Arbeiterpartei am 24. Januar 2018 in Porto Alegre. Die jetzige Regierung sei „völlig illegitim“, das Volk wolle, dass Lula erneut Präsident wird. Um ein ungerechtes Urteil abzuwenden, sei auch Druck aus Deutschland nötig.

Solidarität mit Lula wächst (junge Welt)

Es sind bereits fast 1.000. Wie in Santa Cruz im nordöstlichen Bundesstaat Rio Grande do Norte (Foto) sind in ganz Brasilien »Volkskomitees zur Verteidigung der Demokratie« tätig geworden. Sie setzen sich für das Recht des früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei (PT) ein, als Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2018 anzutreten. Die Komitees gehen auf eine Mitte Dezember von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen gemeinsam mit der PT gestartete Initiative zurück.

Lula droht der Ausschluss von der Wahl. Im Juli 2017 war der Politiker nach einer juristischen Farce zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Am 24. Januar entscheidet ein Gericht in Porto Alegre im Berufungsverfahren. Für diesen Tag sind dort große Proteste geplant. Auch international mehren sich die Stimmen der Solidarität. Der katholische Theologe Leonardo Boff wandte sich jetzt mit einer Videobotschaft (siehe unten) an die deutsche Öffentlichkeit. In den kommenden Tagen sind an vielen Orten Meetings geplant, darunter auch in Berlin, Zürich, München, Köln und Frankfurt am Main. (pst)

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