Siehe Artikel von Karin Leukefeld: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1077352.der-fruchtbare-halbmond-nordsyriens-droht-auszutrocknen.html
Auszug:
„(…) Große Sorge bereitet den syrischen Behörden von Aleppo und Deir Ezzor bis heute, dass die für Trinkwasser, Landwirtschaft und Elektrizität wichtigen Staudämme entlang von Sajur, Euphrat und Khabour ihrer Kontrolle und Wartung entzogen sind. In der Provinz Hasakeh gibt es entlang des Khabour zehn Dämme zur Trinkwasserversorgung. In den Provinzen Rakka und Aleppo liegen vier Staudämme, darunter die beiden größten des Landes. Euphrat- und Tischrin-Damm wurden westlich von Rakka Stadt zwischen 1966 und 1980 mit sowjetischer Hilfe gebaut.
Dr. Riad, ein Wasserbauingenieur hat damals viele der Baustellen betreut und kennt fast jeden einzelnen Kanal, der dort entstanden war. »Die Kurden kontrollieren sie heute«, sagt er leise und zuckt mit den Schultern. »Sie haben uns nicht nur unser Getreide, Öl und Gas genommen, auch die Wasserversorgung liegt in ihren Händen.« Er blättert durch seine Aufzeichnungen, zeigt Skizzen und Fotos der Baustellen. »Die Kurden sagen, sie seien Teil von Syrien. Doch sie haben die syrischen Rohstoffe in Geiselhaft genommen.«“