Minihäuser in Berlin – Erster Schritt zur Hilfe wenn doch die Politik versagt -Mietpreis-Explosion

Durch die Arbeit eines Kölner Vereins haben mehrere Obdachlose in Berlin ein eigenes Dach über dem Kopf.

Der Verein ist in mehreren Großstädten aktiv. Die Behörden legen bislang keine Steine in den Weg, Auf der Warteliste für die Mini-Häuser geibt es 6000 Bewerber. Webseite des Vereins; https://little-home.eu/die-idee/

Nach Schätzungen der Wohlfahrtsverbände leben zwischen 4.000 und 10.000 Menschen in Berlin auf der Straße, bis zu 25.000 haben keine feste Wohnung und gelten als wohnungslos.

Bundesweit waren es 2014 laut Zahlen der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. 335.000 Wohnungslose, wie aus dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hervorgeht. Tendenz stark steigend. Betroffen sind nicht nur Obdachlose und Wohnungslose. Die Wohnungsnot ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Laut einer Prognos-Studie fehlen in Deutschland derzeit rund eine Million Wohnungen.

In Berlin stehen nur 689 Kältehilfe-Plätze bereit. Die Kältehilfe wurde 1989 von Berliner Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbänden sowie von der Senatsverwaltung ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Menschen ohne Wohnung in den kalten Wintermonaten mit Angeboten wie Beratungsstellen, Notübernachtungen, Nachtcafes, Suppenküchen, Kältebussen vor dem Erfrieren zu helfen. Die Kältehilfe ist eine Notlösung für den Winter, keine dauerhafte Lösung der gesellschaftlichen und sozialen Probleme.

Ca 2.5 Millionen Euro haben die Berliner Bezirke 2015 für Angebote der Obdachlosenhilfe zur Verfügung gestellt. Der Berliner Senat stellte 2015 rund 5,6 Mio Euro in einem integrierten Sozialprogramm für Angebote bereit, die von Bedürftigen ohne große Hürden nach Bedarf in Anspruch genommen werden können. Die Angebote reichen von Schlafplätzen über warme Mahlzeiten bis hin zur medizinische Notfallversorgung aber auch die Betreuung durch Beratungsstellen und Sozialarbeiter. Fünf Millionen Euro mehr sind im neuen Doppelhaushalt für 2018 und 2019 u.a. für Suppenküchen oder Notübernachtungen eingeplant, zusätzlich zu den bisher 4,1 Millionen Euro pro Jahr.

Immer häufiger kommen Menschen aus Osteuropa nach Berlin und leben auf der Straße. Nach inoffiziellen Schätzungen stammen bis zu 25 Prozent der Obdachlosen in Berlin ursprünglich aus Nord-, Mittel- und Südosteuropa. Auch die Zahl wohnungsloser Flüchtlinge aus Ländern des Nahen Osten steigt stark.

Gib Obdachlosen ein Dach über dem Kopf! 6 Notschlafplätze in Berlin. Spendenaktion!!
https://www.betterplace.org/de/projects/57852


13.000 Mietwohnungen wandelten Hauseigentümer 2017 in Eigentumsobjekte um. Ungefähr so viele wie neu gebaut wurden. Im Jahr zuvor waren es sogar 17000 Wohnungen.
Das Geschäft mit den Umwandlungen, durch das Spekulanten Wohnungen für das Zwei- bis Vierfache des ursprünglichen Preises verkaufen können, muss endlich gestoppt werden.

Gesetze und Verordnungen zur Begrenzung der Mietenexplosion in Berlin sind wirkungslos. Neun Euro pro Quadratmeter und Monat kostet eine zu vermietende Wohnung im Durchschnitt – doppelt so viel zahlt, wer in Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg wohnen will.

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