In der russischen Gesellschaft (genauer gesagt, unter der Putinschen Mehrheit) ist die Erwartung auf eine qualitativ neue Wirtschaft reif, sogar überreif geworden, eine Erschaffende statt Konsumierende, die gestützt auf die gewaltigen Inlandsressourcen, auf den Intellekt und die effektive Arbeit der an dem Schicksal des Landes gegenüber nicht gleichgültig bleibenden Bürgern unterstützt werden soll. Diese Menschen erwarten auch ein gerechteres System der Verteilung von Einkommen.
Wladimir Putin hat in den vergangenen Jahren das Land aus dem wilden barbarischen Kapitalismus herausgezogen und schuf somit in vielerlei Hinsicht die Voraussetzungen für die Herausbildung solcher Erwartungen. Jetzt ist er nun verpflichtet, sie zu befriedigen.
Der neue Kurs von Putin 4.0 zielt auf
- die Verstaatlichung und qualitative Erneuerung der Eliten,
- die Rückkehr von ausgewandertem Kapital (Re-Offshorisierung),
- die Inbetriebnahme von großen infrastrukturellen und High-Tech-Projekte bei Finanzierung durch eigene, interne Investitionen,
- die Ablehnung der Dollar-Äquivalents in den Berechnungen und bei der Entwicklung des einheitlichen eurasischen Marktes,
- die Schaffung eines neuen Sozialsystems,
- die Begrenzung des Anteils spekulativen Kapitals bei der Schaffung von Anreizen für jene Menschen, die schöpferisch arbeiten.
- https://www.fit4russland.com/analyse/1879-wichtigste-tendenzen-des-neuen-2018-jahres-in-russland-und-der-welt