Jebsen vergleicht „junge Welt“ mit dem Stürmer, wirft der Tageszeitung faschistische Methoden von „Eichmanns an den Schreibtischen“ vor und die Absicht eine Progromstimmung gegen ihn zu erzeugen, sowie Mord-Drohung gegen seine Tochter zu billigen

Jetzt kommt es zu den bislang schärfsten Attacken durch Ken Jebsen gegen die Tageszeitung junge Welt. Dies geschieht, nachdem wie Jebsens erklärt, ein Video mit Drohungen gegen seine Tochter bei Youtube veröffentlicht wurde.

Patrick Ruprecht, ein ehemaliger Mitarbeiter der junge Welt soll anlässlich der Protestveranstaltung gegen Zensur vor dem Kino Babylon am 14.12. Ken Jebsen auf seiner Handynummer angerufen haben und anschließend Jebsens Handynummer an weitere Teilnehmer einer parallel stattfindenden Gegendemonstration weitergegeben haben. Danach sollen telefonisch Morddrohungen bei Ken Jebsen eingegangen sein.

Ken Jebsen fährt in dem Video fort zu erklären, er vermute, dass derjenige, der ein Video mit der Drohung gegen seine Tochter veröffentlicht hat, aus dem Umfeld des ehemaligen Mitarbeiters der jungen Welt, Patrick Ruprecht stamme. Obwohl dies nach eigenen Worten nur seine Vermutung sei, wirft Jebsen der marxistischen Tageszeitung junge Welt faschistische Methoden vor und den Versuch sich an Kindern zu vergreifen, oder dies zumindest billigend in Kauf zu nehmen. Gleichzeitig unterstellte er der Redaktion, und den „Eichmanns an den Schreibtischen“, faschistische Methoden gegen ihn anzuwenden.

Der Tageszeitung junge Welt wird von Jebsen eine bewusste Einstimmung der Leserschaft auf eine Progromstimmung unterstellt. Ausserdem vergleicht Jebsen die junge Welt mit dem Stürmer, einer Wochenzeitung der Nazis.

Dem Geschäftsführer der jungen Welt, Dietmar Koschmieder, sei es egal, auch wenn es das Kind von ihm, Ken Jebsen treffen würde. Die „Gazette“ junge Welt rufe zur Menschenjagd auf.

Die konkreten Anschuldigungen gegenüber der Tageszeitung die junge Welt bezüglich des Droh-Videos gegen seine Tochter macht Jebsen lediglich an einem Telefonat mit der Redaktion der Zeitung fest, in dem diese ihm erklärt haben soll, man könne ihm nicht helfen.

Hier der Artikel und das Video https://www.rubikon.news/artikel/schluss-mit-lustig

Selbstverständlich sind Gewaltandrohungen und Gewalt strikt abzulehnen. Nur sind die Beschuldigungen, die Ken Jebsen in diesem Interview gegen die Tageszeitung junge Welt erhebt, völlig maßlos und auch durch seine eigenen Ausführungen lediglich konstruiert. Hier der entsprechende Ausschnitt im Video:

„nicht nur dass ich jede Menge anonyme Anrufe bekommen also Mord, sondern es gab sofort auch ein kurzes Video und zwar ein Video, wo dann junge Menschen, die dazu gehören könnten, ich weiß es nicht, aber ich sehe hier einen Zusammenhang, einen konkreten Mordaufruf gegen meine jüngste Tochter gestartet haben.“

Ohne die teilweise allzu scharfen Angriffe der Tageszeitung jW gegen Ken Jebsen verteidigen zu wollen und auch ohne die antideutschen Anklänge in der Zeitung gänzlich zu überhören, scheint es mir, dass jetzt von Jebsen eindeutig eine rote Linie überschritten wurde.

Die erwähnte Drohung gegen Ken Jebsens Tochter wurde offensichtlich von Hendra Alhendra alias Hendra Kremzow veröffentlicht und wurde bereits am 3. Dezember veröffentlicht. Hendra Kremzow und die Frau im Video halten Jebsen für zu lasch und wenig kritisch. Mit der jungen Welt haben sie nichts zu tun. Hier das Video.

Jebsen versteigt sich zu völlig inakzeptablen Vorwürfen und verbalen Beleidigungen gegenüber einer Zeitung, die lange vor ihm Themen aufgegriffen hat, für die das Team Jebsen/Ganser & Co jetzt scheinbar Alleinvertretungsansprüche geltend machen will.

Kritische Auseinandersetzung mit den allgegenwärtigen Fake-News im Krieg gegen den Terror, dem inszenierten Terror und 9/11, Gladio, Überwachungswahn, all diese Debatten haben neben vielen anderen wichtigen Themen sehr lange vor KenFM und vor Ganser in der jungen Welt stattgefunden.

Sehr früh hat diese Zeitung aber auch die Gefahr der Jebsenschen These erkannt, dass der Unterschied zwischen rechts und links zu vernachlässigen sei, dass die Unterscheidung zwischen rechts und links längst hinfällig sei. Und die Zeitung war weiterhin zunehmend dadurch irritiert, dass Personalien bei Jebsen & Co in Erscheinung traten, die durchaus auch im rechten Spektrum unterwegs sind.

Auch die Tatsache. dass ein höchst kontroverser, zu Holocaust-Relativierung tendierender Israel-Kritiker wie Gilad Atzmon sowohl in der Vergangenheit auf KenFM empfohlen wurde und jetzt sogar bei der „Preisverleihung“ für KenFM zu Wort kommen durfte, erscheint mehr als grenzwertig.

Man kann den Kontrahenten nur empfehlen einzuhalten und zu reflektieren.

Siehe auch:
Über Gilad Atzmon und seine abzulehnenden Ansichten zum Holocaust
http://bit.ly/2CW2c4b

Kontroverse Debatte um Preisverleihung für Ken Jebsen lähmt breite Teile der deutschen Friedensbewegung
https://cooptv.wordpress.com/2017/12/11/kontroverse/

 

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