EU / Osteuropa / EU-Zerfall

http://www.deutschlandfunk.de/propaganda-eu-laender-fuehlen-sich-bedroht.1939.de.html?drn:news_id=813934 10.11.2017

EU-Länder fühlen sich bedroht

Mehrere EU-Staaten – darunter Polen, Schweden und Litauen – fordern mehr Mittel für den Kampf gegen Propaganda- und Desinformationskampagnen von Nationen wie Russland.

Es gebe Versuche externer Akteure, Misstrauen und Unzufriedenheit gegenüber der demokratischen Gesellschaftsordnung zu schüren, heißt es in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es wurde von acht Außenministern verfasst und ist an die EU-Außenbeauftragte Mogherini adressiert. Darin wird davor gewarnt, dass entsprechende Kampagnen die Einheit der Europäischen Union schwächen könnten. Es sei deswegen dringend erforderlich, die Abwehrfähigkeiten in diesem Bereich zu stärken.
Der Brief gilt als Grundlage für eine Diskussion, die am Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel geführt werden soll.

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Ein Streit mehr: Warum geht Kiew jetzt auf Belgrad los?

Die Ukraine ist um ein Land „reicher“, auf das sie nicht gut zu sprechen ist. Kiew scheint jetzt nämlich seine Beziehungen zu Serbien zu verderben – aus politischem Kalkül, wie die Zeitschrift „Expert“ schreibt.
Zum Artikel: https://de.sputniknews.com/politik/20171110318245708-ukraine-serbien-konflikt/

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https://de.sputniknews.com/politik/20171110318236004-londoner-experte-erwartet-neuen-warschauer-pakt-um-russland-nach-eu-zerfall/14 10.11.2017

Londoner Professor: Neuer „Warschauer Pakt“ um Russland nach EU-Zerfall

Ohne eine tiefgreifende Reform wird die Europäische Union spätestens 2030 auseinanderfallen, prognostiziert Professor Russell Foster vom King’s College London. Der Europa-Experte hält es für möglich, dass osteuropäische Staaten, die einst Teil des Warschauer Paktes waren, sich von Westeuropa abkehren und wieder Russland zuwenden.

Bisher habe die EU jedes Mal, wenn man ihr den Tod voraussagte, doch überleben können, sagte Foster in einem Gespräch mit Sputnik.

 „Jetzt aber haben wir mit einer kritischen Masse an politischen, ökonomischen und sozialen Problemen zu tun, die den Glauben der Europäer an die EU schwinden lässt“, kommentierte der auf Europa-Studien spezialisierte Experte die Studien, laut denen die Bundeswehr-Militärplaner einen Zerfall der EU bis 2040 für denkbar halten.

„Ohne Reformen wird die EU bis 2030 nicht halten. Um zu überleben, muss sie radikal reformiert werden“, sagte Professor Foster. Unter anderem müsste die EU ihre Macht wieder auf das Niveau der ehemaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zurückschrauben und auf jede weitere Erweiterung verzichten.

Das Szenario der deutschen Militärplaner, wonach einige östliche EU-Staaten sich „dem östlichen Block“ anschließen könnten, hält Foster für denkbar.

„Wenn die EU bis 2040 wirklich zerfallen sollte, dann wird es in Europa eine bedeutende soziale und wirtschaftliche Instabilität geben, während die Russische Föderation als stabilerer und wirtschaftlich sichererer Staat dastehen wird“, so der Londoner Professor.

„Insofern ist es wahrscheinlich, dass Länder, die einst Teil des Warschauer Paktes waren, ihren Blick gen Osten richten werden, auf das sicherere Russland statt auf das wirtschaftlich unberechenbare Westeuropa“, so Foster.