Spiegel: Sie haben kürzlich dem umstrittenen russischen Fernsehsender RT Deutsch ein Interview gegeben, zuvor hatten Sie sich in Jena mit Russlanddeutschen getroffen. Ist das der Versuch, da noch Wählerstimmen zu ziehen?
Gabriel: Wenn es so wäre, was wäre daran auszusetzen? Wir müssen uns doch als deutsche Politiker daran gewöhnen, dass es nicht nur unsere etablierten Medien gibt. Zum einen sind da die sozialen Netzwerke, zum anderen auch ausländische TV-Sender, die Programme in deutscher Sprache machen. Wir reden auch mit anderen, wie mit Al Jazeera, und warum nicht auch mit chinesischen Sendern? Und zu RT: Deren Zuschauer will ich jedenfalls nicht der AfD überlassen.
