Israel mobilisiert zum Krieg – Gegen Netanyahu laufen mehrere Ermittlungsverfahren wegen Korruption

Mehr als 10 Jahre sind vergangenen seit dem letzten Krieg Israels gegen Libanon, nun droht ein neuer Krieg zwischen den beiden Ländern. Israels Armee fährt an der Grenze zum Libanon auf und führt dabei die schwerste Truppenübung seit mehr als 20 Jahren durch. Israels Minister sagen sie würden sich nur auf Ausnahmefälle vorbereiten, aber der Aufmarsch stellt eine neue Eskalationsstufe in einer der unsichersten Regionen der Welt dar.

Israel und die Hisbollah pflegen eine lange und intensive Feindschaft, allerdings war es in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden, da die Hisbollah auf Seiten Assads in Syrien kämpfte und Israel sich dem Ausbau von Siedlungen im Westjordanland widmte. Nun scheint es, dass Israel seinen Fokus umlegt und gegen die Hisbollah vorgehen will, da diese nicht nur im Libanon an Macht gewonnen hat, sondern auch in den syrischen Grenzregionen zu Israel.

Mit mehreren zehntausenden Soldaten führt die israelische Armee deswegen ein Manöver in den besetzten Golanhöhen an der Grenze zum Libanon und Syrien durch an dem mehrere zehntausende Soldaten teilnahmen. Im Libanon wurde diese Nachricht von der Bevölkerung mit Schrecken aufgenommen, denn die Bilder der israelischen Bomber, die über das Land flogen und mehr als 1000 Zivilisten das Leben kosteten sind noch lebendig, wie auch die Erinnerungen an die Besatzung durch Israel.

Derweil ist Israels Ministerpräsident Netanyahu in Lateinamerika unterwegs.

Dort hat er das internationale Atomabkommen mit dem Iran erneut scharf kritisiert. „Das Abkommen ist schlecht, entweder wird es geändert oder es wird gekündigt“, sagte Netanyahu am Dienstag in Buenos Aires zum Auftakt einer viertägigen Lateinamerika-Reise. Er will am Mittwoch nach Kolumbien und Mexiko weiterreisen, um anschließend an der UN-Vollversammlung in New York teilzunehmen.

Zuvor hatte Netanjahu am 29. August erneut Syrien bedroht, falls der Iran sein Engagement in dem Land nicht beenden solle. Bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres beschuldigte er Teheran, in Syrien und im Libanon Fabriken für Raketen bauen zu lassen. Ziel sei es, Israel zu zerstören… Würde die iranische Präsenz weiterhin bestehen, werde Israel den Präsidentenpalast in Damaskus bombardieren.“ („Hintergrund – Jordaniens Interessen“ von (kl), junge Welt, 4.9.2017)

 

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