Archive for September 6th, 2017

6. September 2017

Gabriel zu Nordkorea: „Das gab es noch nie – USA haben angeboten, auf Regimechange zu verzichten“ (RT Deutsch)

Eine militärische Intervention oder Aktion gegen Nordkorea müsse um jeden Preis verhindert werden, machte Außenminister Sigmar Gabriel gestern vor der Presse in Berlin deutlich. Den US-Verteidigungsminister zitierend meint er, man würde durch eine Intervention „mehr Menschenleben opfern als es seit dem Zweiten Weltkrieg je der Fall gewesen ist“. Nordkorea und die USA müssten seiner Meinung nach zurück an den Verhandlungstisch kehren.

Dazu müssten weitgehende Angebote gemacht werden, so wie jenes des US-Außenministers. „Ich finde das Angebot des amerikanischen Außenministers sehr weitgehend gegenüber Nordkorea. Kein Regimechange, keine Intervention in die innere Politik – das gab es bislang noch nie von den Vereinigten Staaten in dieser Klarheit. Insofern unterstützen wir den amerikanischen Außenminister sehr“, erklärte Gabriel.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/kurzclips/56888-gabriel-zu-nordkorea-regimechange/

(Im Artikel auch als Video)

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6. September 2017

Mahnende Worte gegen Krieg – Videos vom Antikriegstag 2017 in Berlin

Am Antikriegstag (1. September) dieses Jahres wurden einige der auf der Berliner Kundgebung gehaltenen Reden und Musikbeiträge aufgenommen, die inzwischen auf Youtube veröffentlicht wurden. Im Einzelnen sind dies:

Alex Rosen: Atomkrieg verhindern!

Dr. Alex Rosen, IPPNW-Mitglied und Kinderarzt, warnt in dieser Rede vor den grausamen und katastrophalen Folgen eines Atomkriegs. Ein solcher Krieg, der wahrscheinlich auf deutschem Boden ausgetragen würde, dürfte infolge des nachfolgenden atomaren Winters mit großer Wahrscheinlichkeit das Ende der gesamten Menschheit bedeuten. Dr. Rosen prangert außerdem die deutschen Waffenlieferungen, besonders in Kriegs- und Krisengebiete, an. Er fordert vertrauensbildende Maßnahmen, Vermittlung und Deeskalation anstelle von Militäraktionen und setzt sich für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die deutsche Regierung ein.

Laura v. Wimmersperg: Entspannungspolitik statt Kriegstreiberei!

Laura v. Wimmersperg, langjährige Friedensaktivistin, Organisatorin  und Koordinatorin in der Berliner Friedensbewegung, beginnt ihre Rede mit der Verlesung eines Textes von 1980, der leider erschreckend aktuell ist. Sie wendet sich gegen die wieder zunehmende Kriegstreiberei gegen Russland und erinnert an die vielen Versprechen, die Russland im Zuge der deutschen Wiedervereinigung gegeben, aber sämtlich gebrochen wurden. Sie warnt vor einem neuen Krieg gegen Russland, der nur dem Erhalt von Macht und Lebensstandard einiger weniger dienen würde, und fordert die Bundesregierung zur Einleitung einer neuen Entspannungspolitik auf. Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer ruft sie zum Widerstand gegen die Kriegstreiberei auf und rät, nur solche Politiker/innen zu wählen, die wirklich gewillt sind, ihren Amtseid – Schaden vom Volk abzuwenden – zu erfüllen.

„Wer Frieden will, muss die Gesellschaft ändern“ – Michael Müller zum Antikriegstag 2017

Der Vorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller, macht in dieser Rede darauf aufmerksam, dass die Gefahr besteht, dass das 21. Jahrhundert zu einem Jahrhundert erbitterter Verteilungskämpfe statt zu einem Jahrhundert der Nachhaltigkeit wird, und fordert dazu auf, Wirtschaftsweise und Konsumverhalten in Richtung auf mehr soziale Gerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit zu ändern. Insbesondere forderte er auch die Beendigung von Truppenverlegungen, zunehmenden Manövern und „Alarmübungen“ sowie der Stationierung schwerer Waffen an den Grenzen von Weißrussland und Russland.
(Aus technischen Gründen  – das Speichermedium war leider voll – konnte die Aufzeichnung dieser Rede nicht bis zu ihrem Ende erfolgen, was ich sehr bedaure. Rudolf Bahro forderte übrigens schon vor vielen Jahren zu diesem Thema: „Aussteigen aus der großen Maschine und aus dem kleinen Auto“ – aber leider sind die Autos bloß mehr & größer geworden – von den Flugzeugen ganz zu schweigen -, und die „große Maschine““ wurde auch bloß modernisiert).

Ulrike Trautwein: Frieden wagen!

Ulrike Trautwein, Generalsuperintendentin des Sprengels Berlin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg / schlesische Oberlausitz, fordert eine Kultur des Verhandelns und Kompromisseschließens anstelle einer Macho“kultur“ des Bedrohens, Aufrüstens und der gewaltsamen Konflikte. Ihre Devise: Frieden muss gewagt werden, um die schlimmen Folgen von Krieg zu verhindern.

Musikbeiträge:

Bente Kahan: „Es brennt“ und „Brief an meinen Sohn“

Die norwegisch-jüdische Künstlerin und Sängerin Bente Kahan trug diese beiden Lieder vor. Eine Erklärung zum Inhalt (durch Wolfgang Biermann) ging dem Vortrag voraus.

Bente Kahan: Donna, donna

Dieses Lied wurde 1942 geschrieben und bezieht sich auf das Warschauer Ghetto.

6. September 2017

US-Kolumnist: Besser eine 1.000.000 tote Nordkoreaner als 1.000 tote US-Amerikaner – Regimechange

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Besser eine 1.000.000 tote Nordkoreaner als 1.000 tote US-Amerikaner: Unfassbar – dies schreibt ein Kolumnist für die New York Post, der u.a. auch für das Wall Street Journal, The Washington Post, USA Today, Newsweek und Harper’s Magazine
Ralph Peters schrieb Kolumnen für überregionale Zeitungen und Zeitschriften u.a. New York Post, The Wall Street Journal, The Washington Post, USA Today, Newsweek und Harper’s Magazine. Beim Fox News Channel, ist er als Militäranalyst tätig .

http://nypost.com/2017/09/04/we-need-to-destroy-north-korea-before-its-too-late/

6. September 2017

Women Against Military Madness – WAMM Newsletter Vol. 35 No. 5 – most recent newsletter!

ScreenHunter 164

http://bit.ly/2eD1Ogh

6. September 2017

U.S. Antiwar Leaders Call for Actions to Oppose the Escalation of the Afghanistan War

October 6, 2017 marks the 16th anniversary of the U.S. invasion of Afghanistan – the longest foreign war in U.S. history.

The Afghan war, which has been a thoroughly bipartisan effort, was originally railed against by Donald Trump when he was running for president. He claimed to be against U.S. troop involvement in Afghanistan. Now he is moving forward with a “secret” plan of escalation that will also include Pakistan.  He says the secrecy is to keep the “enemy” from knowing his plans, but it also keeps the U.S. people from knowing what he is doing in our name and from judging the human costs for the people of Afghanistan, Pakistan and the United States

What we do know is that military escalation has repeatedly failed to bring peace in Afghanistan. It has caused more destruction and more deaths of civilians and soldiers alike and has cost trillions of dollars that could be spent on meeting basic needs here at home while repairing the destruction we have carried out abroad.

Trump also emboldens the war machine here in the US against Black and Brown people and immigrants by fanning white supremacy and xenophobia and continuing the militarization of the police and ICE to incite racially-motivated violence and justify repression, including mass incarceration and mass deportations. US wars of aggression and militarism abroad go hand-in-hand with increased state repression and militarization of the police state here at home.

Trump’s new escalation comes at a time when there is no end in sight to the continuous wars, including drone and mercenary warfare, throughout the region and when he is threatening military action against Venezuela, North Korea, Russia, Iran and other countries.

Therefore, we the undersigned antiwar leaders in the U.S. are calling for non-violent protests in cities across the country during the week of the 16th anniversary of the U.S. invasion of Afghanistan. We appeal to all antiwar organizations in the United States and around the world to join us.

  • John Amidon, Kateri Peace Conference, VFP
  • Jessica Antonio, BAYAN USA
  • Bahman Azad, US Peace Council
  • Ajamu Baraka, Black Alliance for Peace
  • Medea Benjamin, Code Pink
  • Toby Blome, Code Pink, Bay Area
  • Brian Becker, ANSWER Coalition
  • Reece Chanault, US Labor Against the War
  • Bernadette Ellorin – International League of People’s Struggle
  • Sara Flounders, International Action Center
  • Bruce Gagnon, Global Network Against Nuclear Power & Weapons in Space
  • Larry Hamm, People’s Organization for Progress
  • Kathy Kelly, Voices for Creative Nonviolence
  • Margaret Kimberley, Black Agenda Report
  • Ed Kinane, Upstate Drone Action
  • Matthew Hoh – Veterans for Peace
  • Joe Lombardo, United National Antiwar Coalition (UNAC)
  • Marilyn Levin, United National Antiwar Coalition (UNAC)
  • Judith Bello, Upstate Drone Action
  • Jeff Mackler, Mobilization to Free Mumia Abu-Jamal
  • Alfred Marder, US Peace Council
  • Maggie Martin, About Face: Veterans Against the War (formerly IVAW)
  • Ray McGovern, Former CIA Analyst and Presidential Advisor
  • Michael McPhearson, Veterans For Peace
  • Nick Mottern, Knowdrones.com
  • Malik Mujahid, Muslim Peace Coalition
  • Elsa Rassbach, Code Pink & UNAC, Germany
  • Bob Smith, Brandywine Peace Community
  • David Swanson, World Beyond War
  • Debra Sweet, World Can’t Wait
  • Ann Wright, Code Pink & Veterans For Peace
  • Kevin Zeese, Popular Resistance
  • Margaret Flowers, Popular Resistance

(organizations are listed for identification purposes only)

Endorse the Week of action: http://notowar.net/endorse-no-to-war-2017/

6. September 2017

Gespräche im Kanzleramt (Merkel empfängt Oppositionsdelegation aus Venezuela) German Foreign Policy

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am heutigen Mittwoch im Berliner Kanzleramt auf einen führenden Politiker der venezolanischen Opposition. Julio Borges, laut Berichten Unterstützer des Putschs in Caracas von 2002, wird mit der Kanzlerin die politische Entwicklung in Venezuela besprechen. In dem Land toben heftige Machtkämpfe; die Opposition, die sich hauptsächlich aus den alten wohlhabenden Eliten des Landes rekrutiert, steht den westlichen Mächten nahe und wird entsprechend von Berlin gefördert. Bei der operativen Unterstützung für sie hat sich in den vergangenen Jahren vor allem die Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) hervorgetan, die Borges‘ Partei Primero Justícia etwa bei der „politischen Kommunikation“ beriet. Primero Justícia war im Jahr 2002 ebenfalls in den Putsch involviert. Das Vorgehen Berlins entspricht ähnlichen Praktiken in anderen Ländern Lateinamerikas, in denen die Bundesrepublik sich regelmäßig auf die Seite der alten Eliten stellt. Es erinnert zudem an Interventionen deutscher Stellen bei der Vorbereitung des Umsturzes in der Ukraine.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59667

6. September 2017

MÜNCHNER BÜNDNIS GEGEN KRIEG UND RASSISMUS PRESSE-MITTEILUNG – 5.09.2017: Erneute Kriegsdrohungen gegen Nordkorea. Es gibt keinen anderen Weg als Verhandlungen

 

Nach dem sechsten Atombomben-Test Nordkoreas am 3. September werden die Reaktionen der US-Regierung immer hysterischer.


Nach einem Treffen von US-Präsidenten mit seinen nationalen Sicherheitsberatern, teilte das Weiße Haus mit, Trump wolle „die volle Bandbreite der diplomatischen, konventionellen und nuklearen Möglichkeiten“ einsetzen. Der Einsatz eigener Atomwaffen gegen Nordkorea sei „eine realistische Option für den Ernstfall“.

Pentagon-Chef James Mattis erklärte, dass auf weitere Drohungen Kim Jong Uns  „eine massive militärische Reaktion“ folgen werde, „eine Reaktion, die sowohl effektiv als auch überwältigend“ sei. Nikki Haley, US-Botschafterin bei der UNO forderte vom Sicherheitsrat noch schärfere Wirtschaftssanktionen und drohte: „Wir wollen den Krieg jetzt nicht. Aber unsere Geduld ist nicht unendlich.“

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert für schärfere Sanktionen:
Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, angesichts der „uneinsichtigen und konfrontativen Haltung Nordkoreas“, fordere die Bundesregierung, dass die internationale Gemeinschaft „zügig weitere und verschärfte Sanktionen beschließt“.

Die Fakten werden bewusst verdreht.

 

Nicht Nordkorea droht mit einem Angriff auf die USA oder irgendein anderes Land, sondern die USA drohen mit Krieg, falls Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht aufgibt. Einem derartigen völkerrechtswidrigen Ultimatum wird sich Nordkorea nicht unterwerfen. Die USA selbst verfügen über ein monströses Nukleararsenal mit 7000 Atomwaffen sowie über strategische Bomber und Raketen, die jeden Winkel der Erde erreichen.

Die Führung Nordkoreas könnte allenfalls dann bereit sein, auf den weiteren Ausbau des Atomwaffen- und Raketenprogramms zu verzichten, wenn die Souveränität und die Sicherheit des Landes garantiert ist.
Die einzige Lösung – Verhandlungen.

 

Die USA weigern sich seit Jahren mit Nordkorea zu verhandeln. Mit immer schärferen Wirtschaftssanktionen soll das Regime in Pjöngjang gefügig gemacht werden. Diese Politik der Bestrafung und Erpressung ist bisher gescheitert und führt in die Sackgasse. Wenn die USA ihr Ziel nicht erreichen, was kommt dann? Krieg?

Wer diesen Krieg nicht will muss ohne Vorbedingungen verhandeln. Dazu gibt es keine vernünftige Alternative. China und Russland haben vorgeschlagen, dass Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramm einfriert und gleichzeitig die USA auf Ihre regelmäßigen Kriegsmanöver an der Grenze Nordkoreas verzichten. Dies könnte der Einstieg für eine umfassende Friedensregelung auf der koreanischen Halbinsel sein.
Die Bundesregierung verlangen wir, dass sie auf Verhandlungen drängt und aufhört, mit Forderungen nach verschärften Sanktionen, den Konflikt weiter zu eskalieren.

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Als Link unsere Stellungnahme vom 30.08.2017

http://bit.ly/2vKct3t

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