Archive for August 29th, 2017

29. August 2017

Syrienbilder von Ursula Behr – Kunst gegen Krieg – Fr. 1. Sept. 2017 – Coop Antikriegscafe Berlin

Die Malerin Ursula Behr wurde 1960 in Fulda geboren und lebt in Berlin.

Am 1. September 2017 findet in Berlin die Eröffnung einer neuen Ausstellung mit Werken von Ursula Behr statt. Es sind Syrienbilder, Portraits gefolterter syrischer Regierungssoldaten, die ihrem Tod entgegensehen, Bilder von der Befreiung Palmyras, Bilder eines verbrecherischen, völkerrechtswidrigen und herbeigelogenen Krieges. Die Ausstellung ist eine Auseinandersetzung mit dem Krieg und dem Tod.
Ursula Behr über ihre Kunst: „…Für mich müssen Bilder eine Aussage haben, sich einmischen in das, was oftmals untragbar ist.  Ich ziehe kritische und politische Kunst meist der schönen Kunst vor. Ich prangere an, wo die meisten schweigen…“

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Seit 1957 wird der 1. September als Antikriegstag begangen, am Jahrestag des Überfalls der deutschen faschistischen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939.

Heute 78 Jahre später drücken die Bilder der Malerin Ursula Behr das grausame Leid und die unendliche Trauer in einem Krieg aus, der gegen das Land Syrien, gegen die Syrer geführt wird. Ein Krieg der seit 2011 tobt und damit inzwischen länger andauert als der 2. Weltkrieg, in dem 60 Millionen Menschen starben, davon fast 30 Millionen Bürger der Sowjetunion.

In Syrien sollen inzwischen über 400.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Man spricht von 11 Millionen Syrern, die zu Flüchtlingen gemacht wurden, weite Teile des Landes sind zerstört. Allein die materiellen Verluste des Krieges werden von der Weltbank auf weit über 200 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Nachdem die deutsche Regierung zu Beginn der Proteste in Syrien im Jahr 2011 zunächst die Beziehungen zu Damaskus aufrechterhielt, brach Deutschland 2012 die diplomatischen Beziehungen zu Syrien ab und gehörte ab diesem Zeitpunkt zu der Staatengruppe der sogenannten „Freunde Syriens“, die sich das Ziel eines gewaltsamen Sturzes der Regierung in Damaskus gestellt hatte. Gemeinsam beschloss man 2013 auf einer Konferenz in Katar unter Bruch des Völkerrechts die syrische „Opposition“ mit Waffen zu beliefern. Dessen Mitglieder lebten fast alle bereits seit Jahrzehnten im Exil und forderten nun eine ausländische militärische Intervention.

Die regierungsnahe Stiftung „Wissenschaft und Politik“ in Berlin erstellte gemeinsam mit syrischen Anti-Assad Gruppen, denen in Berlin sogar ein Büro zur Verfügung gestellt wurde, ein Programm für den Umbau der syrischen Wirtschaft. Zur Durchsetzung des gewünschten „Regime-change“ dienten umfassende Wirtschafts- und Finanzsanktionen, die seit 2011 auf EU-Ebene eingeführt wurden. Syrische Auslandsguthaben wurden „eingefroren“, In- und Exporte verboten, die Wirtschaft brach zunehmend ein. Die Sanktionen werden seitdem jährlich verlängert und noch verschärft und gelten ausdrücklich nur für die Gebiete die, unter Kontrolle der Regierung stehen. Syrische Kirchenvertreter, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen fordern seit Jahren eindringlich die Aufhebung der Sanktionen.

Seit Jahren ist die deutsche Bundeswehr außerdem auch militärisch in den Konflikt involviert,  mit Flugabwehrraketen,Tornado-Kampfjets, mit AWACS-Überwachungsflugzeugen und Tankflugzeugen für die US-geführte Militärkampagne gegen den IS.

Die deutschen Leitmedien berichten völlig einseitig über den Konflikt in Syrien. Die syrische Regierung, Präsident Assad und die syrische Armee werden fast ausschließlich als Vertreter eines verbrecherischen Regimes dargestellt. Seit dem Eingreifen Russlands aufgrund eines Hilfsersuchens der syrischen Regierung hat sich die Sicherheitslage im Land zwar wesentlich verbessert, aber die deutsche Berichterstattung kann den russischen Präsidenten nun auch noch als den Stützpfeiler des Schreckensregimes in Damaskus bezeichnen.

Man sollte den Krieg gegen Syrien deshalb im Zusammenhang mit dem andauernden Konflikt mit Russland sehen. In der Ukraine wurde ein Putsch durch rechtsradikale Kräfte unterstützt, die einen brutalen Krieg gegen die russischsprachige Minderheit im eigenen Land führten und NATO-Soldaten stehen jetzt direkt an der russischen Grenze. In Syrien werden in einem Stellvertreterkrieg Extremisten unterstützt, welche die Regierung in Damaskus stürzen sollen. In einem unerbittlichen Informationskrieg werden die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern. Westliche Medien und Regierungen machen jedoch die Täter ausschließlich in Damaskus und in Moskau aus.

So spannt sich der Bogen zum Antikriegstag, dem Jahrestag des  Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 und zu den Syrienbildern von Ursula Behr.

Rochstr.3  Berlin-Mitte (Alex)
U-Bahn Weinmeisterstr/Alexanderplatz
S-Bahn Hackescher Markt/Alexanderplatz

Infos: Tel. 030  25762764
email@hbuecker.net

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29. August 2017

Anti-war Day 2017: Rally in front of Berlin’s Brandenburg Gate – Friday, September 1, 2017 from 4-6 PM

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The initiative „Détente Now!“ „New Policy of Deescalation NOW!“
is being organized by the union IG-Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen and GEW-Berlin, together with the organisation Friends of Nature, the Peace Organizations IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) and ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons), as well as with the trade union DGB Berlin-Brandenburg and the trade unions ver.di Berlin.
A peace-rally to commemorate the beginning of the Second World War, which began 78 years ago with the assault of Hitler’s Germany on Poland.
The following representatives of the civil society will speak:
Frank Bsirske, Ver.di Chairman and co-founder of „Deescalation Policy NOW!“,
Ulrike Trautwein, Superintendent of the Sprengel Berlin of the Evangelical Church Berlin-Brandenburg / Silesian Oberlausitz
Laura von Wimmersperg, Coordinator of the Berlin Peace Coordination
Michael Müller, Chairman of the German Nature Friends
Dr. Alex Rosen, Chairman of IPPNW Germany
Artist on stage:
Bente Kahan, Norwegian Jewish artist and singer from Wroclaw / Breslau.
With their speeches and artistic contributions, they want to honor the innumerable victims of the war and of fascism and work together for a policy of cooperation across all party and national borders, so that the horror of war, hatred and retribution in Europe never happens again.
The organizers agree with the DGB chairman and co-founder of the initiative Reiner Hoffmann: „Only by a new policy of deescalation with Russia and the other international actors can the bombing and killing and the further confrontation be stopped.“ The main message of the event is the Demand for a new Policy of Deescalation NOW!
We cordially invite you to the event on September 1st, 2017.
For the initiative „New Policy of Deescalation NOW!“
Peter Brandt, Michael Müller, Uwe Hiksch, Wolfgang Biermann, Barbara Jentzsch, Burkhard Zimmermann
Further information:
IG-Metall Berlin-Brandenburg-Saxony
ver.di Berlin-Brandenburg
Call for an anti-war day at the Brandenburg Gate in Berlin.
Support the international Appeal!
“Stop the Spiral of Violence –for a New Policy of Peace and Détente now!”
In recent years both NATO and Russia have increasingly engaged in deterrence through rearmament and threats against each other rather than working for common security allover Europe through confidence and security building measures, arms control, and disarmament. By so doing, they have failed to comply with their commitments to develop a peaceful European order, to strengthen the United Nations and to peacefully settle disputes including mandatory arbitration by a third party – obligations to which all heads of state in Europe and North America formally agreed in the ‘Charter of Paris’ 25 years ago.
During the years since the signing of the Paris Charter, many mistakes have contributed to eroding the laboriously built trust and hampering the peaceful resolution of crises and conflicts. Without cooperation with Russia there will be risks of confrontation, a new arms race, escalation of the Ukraine conflict, and more terror and wars in the Middle East intensifying the flow of refugees. European security – regardless of the assessment of each other’s social order – will not be possible without cooperation between Russia and its neighbors.
This is the central lesson from the policy of détente followed in the 1960s and 1970s, especially the contributions of US President John F.Kennedy and the West German government under Chancellor Willy Brandt, who was awarded the Nobel Peace Prize in 1971, on the grounds that “Brandt outstretched his hand for reconciliation between old enemies.” At that time, no one could know that less than 20 years later this policy of détente would result in creating the conditions for the peaceful fall of the Berlin Wall and Central Europe’s Iron Curtain.
Today, as then, a way out of the deadlock of confrontation is only possible through cooperation, understanding and reconciliation with supposed enemies.
In early 2009 the ‘architect of détente’, Egon Bahr – together with Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker and Hans Dietrich Genscher made a joint appeal for a “nuclear weapons free world”, reminding newly elected US President Obama that ‘our century’s  key word is cooperation. No global problem can be solved by confrontation or by the use of military force.’
Similar views were expressed in the US by a broad range of public figures across the political spectrum such as George P. Shultz, William J. Perry, Henry Kissinger and Sam Nunn. In Germany’s Bundestag the CDU/CSU, SPD, FDP and Alliance 90/The Greens in January 2010 agreed on joint resolution 17/1159 which inter alia “calls for the withdrawal of US nuclear weapons from Germany”. Given the escalation of the Ukraine crisis public support for Minsk II” and a “new détente” increased.
Egon Bahr and others have made repeated proposals to diffuse or resolve the current conflict through détente. Numerous prominent citizens have supported the declarations and proposals. In a joint statement representatives from churches, business, political parties and civil society called for ‘a new policy of peace and détente NOW!’. But in public security debates these calls have been largely ignored.
Today, a broad public and multi-partisan discussion on the demand for a “new policy of détente NOW” is more necessary than ever. The confrontation in Europe has to cease and –– with benefits to the whole world —  an All-European zone of ‘common security’ through the cooperation of all states from Vancouver to Vladivostok must be created.
Signed by the Initiators:(Personal information for identification purposes only)
Julia Berghofer (Coordinator, PNND Germany); Dr. Wolfgang Biermann (Political Scientist / former Foreign Policy Advisor to Egon Bahr); Prof. Dr. Peter Brandt (Historian and author); Frank Bsirske (chairman, United Services Trade Union of Germany ver.di); Dr. Daniel Ellsberg (Author / Senior Fellow, Nuclear Age Peace Foundation / former State and Defense Department official / revealed ‘Pentagon Papers’ about the Vietnam war); Ulrich Frey (Peace Worker in the Evangelical Church of the Rhineland / for many years active in the Civil Conflict Management Platform); Gregor Giersch (Organization for International Dialogue and Conflict Management IDC, Vienna); Reiner Hoffmann (Chairman, German Federation of Trade Unions DGB); Andreas Metz (Head, Press and Communications, Committee on Eastern European Economic Relations); Dr. Hans Misselwitz (Willy-Brandt-Circle / member of the SPD Basic Values Commission); Jörg Pache (Historian, Administrator of the homepage); Wiltrud Rösch-Metzler (Political Scientist / Freelance Journalist / National Chairwoman of the Catholic peace movement Pax Christi); Prof. Dr. Götz Neuneck (Peace Researcher / Pugwash Conferences on Science and World Affairs); Prof. Dr. Konrad Raiser (Theologian / former Secretary-General of the World Council of Churches); Rebecca Sharkey (National Coordinator of ICAN / UK); Dr. Christine Schweitzer (Peace Researcher / Co-managing Director of the German Federation for Social Defense); Prof. Dr. Horst Teltschik (former Director of the Munich Security Conference / former Director and Deputy Head of Staff, Chancellor’s Office); Alyn Ware (Global Coordinator of Parliamentarians for Nuclear Non-proliferation and Disarmament / Cofounder of UNFOLD ZERO); Dr. Christian Wipperfürth (Author, Associate Fellow German Council on Foreign Relations); Gabriele Witt (Co-Initiator of the Berlin Appeal); Burkhard Zimmermann (Co-Initiator of the Berlin Appeal / responsible for the homepage http://www.neue-entspannungspolitik.berlin – according to the German press law); Andreas Zumach (Journalist / Advisor to the Initiative).
Advisory Group: This website initiative receives expert advice by Dr. Ute Finckh-Krämer (Member of the German Bundestag MdB / from 2005 to 2015 Co-Chairperson to the Federation for Social Defence), Xanthe Hall, (IPPNW Germany), Martin Hinrichs (Political Scientist / Board Member of ICAN Germany), Prof. Dr. Götz Neuneck (Federation of German Scientists VDW / Pugwash Conferences on Science and World Affairs), Hermann Vinke (Journalist and Author / former ARD International Radio Correspondent) and Andreas Zumach.
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FIRST SIGNATORIES AS OF DEC. 05, 2016
First Signatories from USA
Sunil Kumar Aggarwal, M.D., Ph.D., FAAPMR (Physician-Medical Geographer / University of Washington, Seattle)
Richard P. Appelbaum, Ph.D. (Research Professor and former MacArthur Chair in Sociology and Global & International Studies / Social Science and Media Studies 2003 / University of California at Santa Barbara /Advisory Board of the Nuclear Age Peace Foundation)
Jean Maria Arrigo (American Psychological Association (APA), Division of Peace and Conflict, Representative to APA Council)
David P. Barash (Professor of Psychology, University of Washington, Seattle)
Anita Barrows (Poet, Psychologist, Professor at The Wright Institute, Berkeley, and Co-translator with Joanna Macy of the poetry and prose of Rainer Maria Rilke)
Medea Benjamin (Cofounder, CODEPINK for Peace / Author: “Kingdom of the Unjust: Behind the US-Saudi Connection”)
Phyllis Bennis (Director, New Internationalism Project, Institute for Policy Studies IPS, Washington D.C.)
Frida Berrigan (Peace Activist, Maryhouse Catholic Worker in New York City / member War Resisters League; fm. Scientist at World Policy Institute)
Bill Blum (Editor of the valuable Anti-Empire-Report / Author of books on US Foreign Policy)
Helen Caldicott (Pediatrician / Founding President Physicians for Social Responsibility / Founder Womens Action for Nuclear Disarmament)
Noam Chomsky, (Philosopher and Linguist / Professor (retired), Massachusetts Institute of Technology / MIT)
Stephen F. Cohen (ACEWA Board Member and Professor Emeritus of Russian Studies, Princeton University and NYU)
Gilbert Doctorow (ACEWA Board Member and European Coordinator)
Jim & Shelley Douglass (Mary’s House Catholic Worker (Birmingham, Al / founders of Ground Zero)
Christina Eck (Journalist, DPA audio & video service, Rufa Rundfunk-Agenturdienste GmbH / Cabin John / MD / USA)
Richard Falk (Milbank Professor for International law, Princeton University / since 2005 chair of the Board of the Nuclear Age Peace Foundation)
Margaret Flowers, MD (Co-Director, Popular Resistance)
Robert M. Gould, MD (Immediate Past President, Physicians for Social Responsibility)
David C Hall MD (Past President, Physicians for Social Responsibility, USA)
Ira Helfand, MD (Co-Founder and Past President Physicians for Social Responsibility (USA) / co-President, International Physicians for the Prevention of Nuclear War)
William vanden Heuvel (Founder and Chair Emeritus, Franklin and Eleanor Roosevelt Institute)
Barbara Jentzsch (Free-lance Journalist)
David Kasper (Executive Director, Empowerment Project / Film Maker) and Barbara Trent (Co-Founder and Co-Director Empowerment Project / Film Director / Producer); both 1993 Oscar Academy Award
David Krieger (President, Nuclear Age Peace Foundation)
Peter Kuznick (Historian and Author)
Rabbi Michael Lerner (Editor, Tikkun and Chair, the Network of Spiritual Progressives)
Judith Eve Lipton, M.D. (Distinguished Life Fellow, American Psychiatric Association / Founder, Washington Chapter of Physicians for Social Responsibility / Past Board member of Physicians for Social Responsibility and the International Physicians for the Prevention of Nuclear War / IPPNW).
Joanna Macy (Activist and root teacher of the Work That Reconnects, editor-translator of Rilke’s poetry)
Kevin Martin (President, Peace Action Education Fund)
Raymond McGovern (former CIA US President Advisor)
David MacMichael (Historian, Iran contra Whistleblower)
Tammy Murphy, LL.M. (PSR National Security Committee; PSR Philadelphia / Advisory Council)
Elizabeth Murray (former Deputy National Intelligence Officer for the Near East, National Intelligence Council, 27-year CIA veteran / Member-in-Residence / Ground Zero Center for Non-Violent Action http://www.gzcenter.org)
Todd Pierce*)(Major, Judge Advocate U.S. Army (Ret.) / Lawyers Committee Against Nuclear Arms Advisory Counsel) (*The views expressed by this signature do not reflect the official policy or position of the Department of Defense or the U.S. Government)
Elsa Rassbach (Film Producer / Journalist / Representative of CODEPINK and other U.S. Peace Groups in Berlin/Germany)
Coleen Rowley (retired FBI Agent and former Division Legal Counsel)
Elaine Scarry (Author of Thermonuclear Monarchy and professor at Harvard University)
Alice Slater (World Beyond War Coordinating Committee / Nuclear Age Peace Foundation, NY)
David C. Speedie (ACEWA Board Member, Senior Fellow and Carnegie Council for Ethics in International Affairs)
Steven Starr (MT (ASCP) BB, Senior Scientist / Physicians for Social Responsibility Associate, Nuclear Peace Age Foundation / Clinical Laboratory Science Program Director)
David Swanson (Journalist, Director of WorldBeyondWar.org and RootsAction Campaign Coordinator)
David Talbot (Author and Founder of Salon)
Sharon Tennison (ACEWA Board Member and President / Center for Citizen Initiatives )
Roger Waters (musician / composer / ‘The Wall’ / founding member Pink Floyd)
Kevin Zeese (co-director, Popular Resistance)
U.S. Groups having signed support to the appeal:
Veteran Intelligence Professionals for Sanity
Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence (http://samadamsaward.ch/)
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First Signatories from Germany:
Aleksandr Aleksin (Berlin, Lawyer)
Prof. Dr. Hans Arnold (Neurosurgeon / Friends for Lübeck Children / Former President, University of Lübeck)
Adelheid Bahr (Educational Scientist / former Professor at the University of Applied Sciences in Kiel)
Gerd Bauz (Frankfurt / Organizational Consultant)
Rüdiger Bender (Philosopher / Deputy Chairman Martin-Niemoeller-Foundation / Chairman Förderkreis Memorial place of Auschwitz, Erfurt)
Almut Berger (Theologian / former Ombudswoman for Immigrants, State of Brandenburg)
Dr. Bernhard Beutler (former Director of several Goethe-Institutes abroad / fm. Professor in U.S. and Canada)
Gisela Böhrk (former Minister in the State of Schleswig-Holstein / Lübeck)
Egon Brinkmann (freelance journalist)
Heinrich Buch (Political scientist, former Bundeswehr Colonel)
Daniela Dahn (Journalist / Writer / Member of PEN / Member of the Willy Brandt Circle)
Dr. Herta Däubler-Gmelin (Lawyer / 1998 – 2002 Federal Minister of Justice / 1972 – 2009 Member of the German Bundestag)
Prof. Dr. Peter Dominiak (Pharmacologist / former President, University of Lübeck)
Frank Elbe (Lawyer, former Director of the Office of Federal Foreign Minister Genscher / 1987-1992)
Björn Engholm (former Federal Minister)
Fernando Enns (Head of Department „Theology of Peace Churches“, Protestant Theology at the University of Hamburg / Professor of Peace Theology, Vrije Universiteit Amsterdam / Member of the Central Committee of the World Council of Churches)
Dr. Petra Erler (businesswoman, publicist)
Dr. Heino Falcke (former Protestant Superintendent)
Dr. Sabine Farrouh (Member of the Board, IPPNW Germany (International Physicians for the Prevention of the Nuclear War / Physicians with Social Responsibility)
Peter Franke (Chairman of the Federation of the Federation of German East West Societies / BDWO)
Alexander Friedmann-Hahn (Painter and Galerist, Berlin)
Cay Gabbe (World Peace Service, former Minister Counselor at the Federal Ministry of Development Cooperation)
Frank-Thomas Gaulin (Galerist and publisher, Lübeck/Berlin)
Konrad Gilges (1980-2002 Member of the German Bundestag / Cologne)
Reinhard Göber (Director of the Theaters in Vorpommern, Stralsund)
Dr. Edgar Göll (Futurologist, Berlin)
Prof. Dr. Ulrich Gottstein (1996 Founding member of the board of directors of the „Protestant Hospital for Palliative Medicine“ in Frankfurt/Main / since 1995 Honorary Member of the Board of the German Section of the IPPNW/International Physicians for the Prevention of Nuclear War / 1981 Initiator and co-founder of the German Section Of IPPNW / 1993-1996 Member of the International IPPNW Board)
Susanne Grabenhorst (Chairperson of IPPNW Germany, International Physicians for the Prevention of the Nuclear War / Doctors with Social Responsibility)
Prof. Dr. Bernd Greiner (Historian, Political Scientist / Berlin Cold War College / Hamburg Institute for Social Research, HIS)
Antje Heider-Rottwilm (Chairperson, European Ecumenical Network “Church and Peace” http://www.church-and-peace.org / former Head, Europe Department of the Evangelical Church in Germany)
Uwe-Karsten Heye (journalist, diplomat and author / co-founding member and chairman of the association „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“ http://www.gesichtzeigen.de / 1998 to 2002 Speaker of the Federal Government under Chancellor Gerhard Schröder)
Dietmar Hexel (former Executive Member of the Board, Federation of German Trade Unions / DGB)
Prof. Dr. Hanns-D. Jacobsen (Political Scientist and Economist, Chairman of Studienforum Berlin)
Berthold Keunecke (Evangelical Pastor / Cochairman of German Branch of International Fellowship of Reconciliation)
Florian Kling (Captain / Youth Officer)
Werner Koep-Kerstin (Chairman of the Humanist Union)
Walter Kolbow (2005 – 2009 Deputy Chairman of the SPD Bundestagsfraktion / 1998 – 2005 Parliamentary State Secretary with the Federal Minister of Defense)
Eckart Kuhlwein (NatureFriends Germany, Member of the Board, many years Member of Bundestag.)
Jutta Lehnert (Personal Counsel Dean of Koblenz in the Roman Catholic Diocese of Trier)
Miriam Lohrengel (Chairwoman of the Evangelical Youth in the Rhineland, Grevenbroich)
Ruth Misselwitz (Pastor / former Chairwoman of Action Reconciliation, Service for Peace)
Michael Müller (Chairperson of NatureFriends Germany / 2005-2009 States Secretary for Environment /1983 – 2009 Member of Bundestag)
Florian Pfaff (former Major)
Dr Gerd Pflaumer (Member of the Executive Committee of the Supporters to the Darmstädter Signal (an organization of Bundeswehr Soldiers)
Prof. Dr. Rolf Reißig (Social Scientist, Berlin / Member of the Willy Brandt Circle)
Roland Roescheisen (Consultant, Dumaguete / former DED Country Director Philippines / former Country Director Nonviolent Peaceforce Sri Lanka)
Fritz O.J. Roll (Former employee European Parliament / Councilor in retirement)
Clemens Ronnefeldt (Advisor for Peace Policy at the German branch of the International Fellowship of Reconciliation – IFOR)
Jürgen Rose (former Lieutenant Col.)
Klaus-Henning Rosen (former advisor and speechwriter to Willy Brandt / Rheinbreitbach)
Wolfgang Roth (former Deputy Chairman of the SPD Bundestag’s parliamentary group (1982-1992) / Vice-President European Investment Bank 1993-2006)
Michael Rüter (Member of the Executive Committee, SPD Lower Saxony / former IUSY vice-president)
Dr. Herbert Sahlmann (former Assistant Secretary to the Federal Minister for Economic Cooperation)
Hans Scheibner (Satirist / Hamburg)
Petra Verena Milchert-Scheibner (Actress / Hamburg)
Dr. Henning Scherf (former Lord Mayor of Bremen)
Martin Schindehütte (bishop (ret.), Evangelical Church of Germany / EKD)
Helmut G. Schmidt (Publisher, Curator, former head of the SPD Press Service)
Renate Schmidt (former Federal Minister)
Axel Schmidt-Gödelitz (East West Forum, Gut Gödelitz e.V.)
Prof. Dr. Michael Schneider (Institute of Geological Sciences, Hydrogeology, Free University of Berlin / Member of the Willy Brandt Circle)
Dr. Friedrich Schorlemmer (Pastor and Editor, Chairman of the Willy Brandt Circle)
Dr. Carsten Sieling (Lord Mayor and President of the Senate of Bremen)
Klaus Staeck (graphic designer and lawyer, former President of the Academy of Arts in Berlin)
Dr. Uwe Stehr (former International Security Advisor to the SPD Parliamentary Group)
Dr. Heinz-Günther Stobbe (retired Professor, Münster)
Prof. Dr. Martin Stöhr (1969-1986 Head of the Evangelical Academy Arnoldshain / 1986 -1997 Professor of Systematic Theology, University of Siegen / active in the Christian-Jewish Dialogue and in the Martin Niemoeller Foundation)
Ulrich Suppus (Advisor for Youth Education to the Evangelical Church in the Rhineland)
Uwe Thomas (former States Secretary in the Federal Ministry of Education)
Günter Verheugen (former Minister of State, former Vice-President of the European Commission)
Karsten D. Voigt (1999-2010 Coordinator of German-North American Cooperation / 1976-1998 Member of the German Bundestag)
Dr. Ludger Volmer (1998-2002 Undersecretary of State / former member of the American-German Study Group of the German Bundestag / 1985-1990, 1994-2005 Member of German Bundestag / 1990-1994 Federal Chairman of Bündnis 90 – Die Grünen)
Hermann Vinke (Journalist and Author / former international ARD Radio Correspondent)
Dominikus Vogl (Coordinator, Hainrichs Institute of Peace and Sustainability Solutions)
Stephan Weil (Chairman of the SPD, Lower Saxony)
Prof. Dr. Matthias Weiter (Humboldt University Berlin, Faculty of Life Science, Department of Agricultural Economics / International Development)
Uta Zapf (member of the International Crisis Group / 1998 to 2013 Chairperson of the Subcommittee on Disarmament, Arms Control and Non-Proliferation in the German Bundestag)
Prof. Dr. Christoph Zöpel (Publisher / 1999-2002 Minister of State at the Federal Foreign Office / 1990-2005 Member of the German Bundestag)
German groups having signed support to the Initative:
Working Group Peace in the Evangelical Church of the Rhineland
Darmstadt Signal – Forum of Critical Soldiers (of the Bundeswehr)
One World Forum Hessen-Süd
Protestant Youth in the Evangelical Church in the Rhineland
Members of German Parliament Bundestag (MdB):
Klaus Barthel (MdB, Starnberg / Bavaria; chairman of AfA, employees organization of the SPD)
Willi Brase (MdB, Siegen-Wittgenstein / North Rhine Westfalia)
Gernot Erler (MdB, Freiburg/Baden-Württemberg / Coordinator for intercultural Cooperation with Russia, Central Asia and the Countries of the Eastern Partnership / Special Representative of the Federal Government for the OSCE Chairmanship 2016, former Minister of State)
Gregor Gysi (MdB, Treptow-Köpenik/Berlin)
Wolfgang Gunkel (MdB, Erzgebirgskreis I/Saxonia)
Andrej Hunko (MdB, Aachen/North Rhine Westfalia / Member of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe)
Johannes Kahrs (MdB, Hamburg-Mitte / budgetary spokesman of the SPD Bundestagsfraktion)
Cansel Kiziltepe (MdB, Friedrichshain-Kreuzberg / Berlin)
Hilde Mattheis (MdB, Ulm/Alb Donau/Baden-Württemberg)
Dr. Alexander S. Neu (MdB, Rhein-Sieg-Kreis I/North Rhine Westfalia)
René Röspel (MdB, Hagen/North Rhine Westfalia)
Ewald Schurer (MdB, Ebersberg/Bavaria)
Franz Thönnes (MdB, Segeberg–Storarm-Mitte/Schleswig-Holstein / former Parliamentary State Secretary / Deputy Chairman of the Committee on Foreign Affairs)
Rüdiger Veit (MdB, Gießen/Hessen)
Sarah Wagenknecht (MdB, Düsseldorf/North Rhine Westfalia)
Waltraud Wolff (MdB, Börde/Sachsen-Anhalt)
––––––––
First Signatories from other Countries:
Al Burke (Publisher of Nordic News Network, Sweden)
Horst Eisterer (Architect, Zürich)
Rolf Ekéus (Swedish diplomat / Disarmament ambassador 1983-91/ Executive Chairman of the UN Special Commission on Disarming Iraq 1991-97/ Swedish Ambassador to the USA 1997-2000 / OSCE, High Commissioner National Minorities, 2001-2007 / Chairman SIPRI 2001-2010)
Rev. Paul Lansu (Senior Policy Advisor, Pax Christi International, Brussels)
Jeffrey Moussaieff Masson (Ph.D., psychoanalyst, fm. director of the Freud Archives / author / Love Bondi Beach / Australia)
Rebecca Sharkey (ICAN National Coordinator / UK)
Peter Dale Scott (former Canadian Diplomat, Professor, and Author)
Susi Snyder (Author „Don’t Bank on the Bomb“ / member PAX for Peace, Netherlands)
Prof. Dr. Tomasz Szarota (Historian and Author / Poland)
–––––
Members of the European Parliament:
Jo Leinen (Member of the European Parliament / President of the European Movement International (EMI) / 1985 to 1994 Minister for the Environment in Saarland / 1977-1984 Chairman of the Environmental Protection Movement (BBU) and Vice-President of the European Environmental Bureau (EEB) in Brussels.)
Georgi Pirinski (Member of the European Parliament, former Minister of Foreign Affairs of Bulgaria (1995 -1996) / President of the National Assembly of Bulgaria (2005 – 2009)
29. August 2017

Trump: US ’should & will’ get along with Russia

29. August 2017

Die mächtigen Freundinnen der Kanzlerin: Wer Deutschlands Medien besitzt (RT Deutsch)

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/56421-machtigen-freundinnen-kanzlerin-wer-deutschlands/28.08.2017

Eine Übersicht über die reichsten Deutschen bestätigt nicht nur die feudalen Tendenzen im deutschen Mediensystem. Nachdem die Medien-Patriarchen abgetreten sind, übernehmen deren Erben. Darunter befinden sich sehr viele Frauen und bekennende Freundinnen der Bundeskanzlerin.

Die reichsten Medienunternehmer in Deutschland besitzen zusammen etwa 23 Milliarden Euro. Dies geht aus einer Erhebung des Magazins Bilanz hervor. Die Daten bestätigen erneut, dass einige wenige alte Verlegerfamilien den größten Teil an privaten Medien in Deutschland kontrollieren. Vor allem hat sich die patriarchale Erbfolge jedoch insofern verändert, dass inzwischen sieben Frauen erheblichen Einfluss auf die veröffentlichte Meinung in Deutschland verfügen. Darunter finden sich zahlreiche bekennende Freundinnen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die mit Abstand reichste Medienerbin ist Friede Springer, die Witwe des Verlagsgründers Axel Springer. Ihr privates Vermögen liegt laut Bilanz-Erhebung bei 4,4 Milliarden Euro. Damit stellt sie unter den reichsten Deutschen den Platz 28. Unter den Besitzerinnen von Deutschlands Medien gilt Friede Springer sicher als die engste Vertraute der Kanzlerin.

Die Friede-Springer-Stiftung beschäftigt im Kuratorium den Ehemann der Kanzlerin, Joachim Sauer. Angela Merkel und Friede Springer gelten als Duzfreundinnen. Zusammen mit anderen Verlegerinnen besucht Friede Springer angeblich regelmäßig das Kanzleramt zum gemeinsamen Genuss von Kaffee und Tee.

Eine solch enge Beziehung ist von Yvonne Bauer zwar nicht bekannt, aber im Ranking der reichsten Medienunternehmen lieg die Bauer-Familie mit 3,5 Milliarden Euro schon kurz hinter Friede Springer. Die Bauer Media Group veröffentlicht zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften wie die Jugendzeitung Bravo und das Magazin Cosmopolitan. Auch dieses deutsche Yellow-Press-Imperium leitet inzwischen eine Frau, nämlich die Tochter des Firmengründers, Yvonne Bauer.

Gleich darauf folgt Hubert Burda mit 3 Milliarden Euro. Auch sein Verlag verdient sein Geld mit Illustrierten wie Bunte, Superillu und Playboy. Ebenso gehören ihm Nachrichtenangebote wie Focus oder die Huffington Post Deutschland. Vor wenigen Wochen vererbte der inzwischen 77-jährige Firmengründer weitere Anteile seines Imperiums an seine beiden Kinder, Elisabeth Furtwängler und Jacob Burda. Anders als Friede Springer und Yvonne Bauer will seine Ehefrau, Maria Furtwängler, jedoch bis auf weiteres keine publizistische Verantwortung übernehmen.

Auch wenn die publizistische Macht der bekannten Schauspielerin eher indirekt sein mag: Was ihre positive Einstellung zu Angela Merkel betrifft, hält sich Maria Furtwängler öffentlich nicht zurück. Beide trafen bereits bei zahlreichen öffentlichen Anlässen zusammen. Erst vergangenen Sommer wünschte sie Kanzlerin Merkel ein gutes Durchhaltevermögen, nachdem deren mecklenburgische CDU eine Wahlschlappe einstecken musste.

Hinter dem Burda-Patriarchen liegt die Jahr-Familie mit einem Vermögen von etwa 2,7 Milliarden Euro. In Deutschland halten Gruner+Jahr etwa ein Viertel am Spiegel-Verlag. Außerdem veröffentlicht das internationale Unternehmen das Magazin Stern und dessen Ableger. Mit Julia Jäkel leitet inzwischen ebenfalls eine Frau das wichtige Medienunternehmen. Sie verdankt ihren Job allerdings nicht der Erbfolge, Julia Jäkel gilt als erfolgreiche Medienmanagerin.

Auch diese Personalie schadet der Bundeskanzlerin jedenfalls nicht. Gerade erst lud die Frauenzeitschrift Brigitte (Gruner+Jahr) die Kanzlerin zu einem höflichen Gespräch. Julia Jäkel hatte den Termin offensichtlich organisiert und hoffte, es werde „direkter zugehen“ als sonst. Gleichzeitig solle jedoch „die Persönlichkeit im Vordergrund“ stehen. Es wurde „kurzweilig und viel gelacht“, bilanzierte die Berliner Zeitung diesen nicht gerade kritischen Termin für Angela Merkel.

Auch wenn Julia Jäkel sicher aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen zum CEO von Gruner+Jahr ernannt wurde, mag zu ihrer Anstellung auch ein bisschen Gender-Mainstreaming beigetragen haben. Das Hamburger Verlagshaus gehört vollständig zu Bertelsmann, und dort hat ebenfalls eine mächtige Frau und enge Freundin der Kanzlerin das Sagen:

Gleich auf die Jahr-Familie folgt im Ranking der reichsten Deutschen die Familie von Liz Mohn, die große Teile eben jenes Bertelsmann-Imperiums kontrolliert. Sie liegt mit 1,7 Milliarden Euro immer noch auf Platz 94 unter Deutschlands 100 reichsten Familien. Die Witwe des Firmengründers Reinhard Mohn und ihre drei Kinder haben das transnationale Unternehmen immer noch fest in der Hand. Neben dem Medienbereich – etwa mit der RTL Group – geht Bertelsmann jedoch auch weit verzweigten Aktivitäten nach, etwa in der Bildungs- und Kommunalpolitik.

Ähnlich wie Friede Springer gehört Liz Mohn zum privaten Freundeskreis der Bundeskanzlerin. Als der Firmengründer starb, versicherte der damalige Regierungssprecher Thomas Steg, die Kanzlerin habe eine „sehr enge, vertrauensvolle Beziehung zur Familie Mohn“. Bereits nach der ersten Wahl zur Bundeskanzlerin saß Liz Mohn gemeinsam mit Sabine Christiansen und Friede Springer auf der Tribüne des Bundestags.

Unter diesen bekannten Milliardären folgen noch einige weitere Verleger mit einem ansehnlichen Millionen-Vermögen: So schätzt das Bilanz-Magazin das Privatvermögen von Stefan von Holtzbrinck, dem Geschäftsführer des Holtzbrinck-Verlags auf knapp unter eine Milliarde. Allerdings gehört auch seine Halbschwester Monika Schoeller von Holtzbrinck zum Aufsichtsrat, auch sie besitzt demnach knapp eine Milliarde Euro. Ihr gehört nicht nur die Hälfte des Holtzbrinck-Verlags, sie leitet auch den S. Fischer Verlag.

Ihre persönliche Einstellung zur Kanzlerin ist zwar nicht bekannt. Allerdings gilt Holtzbrinck als CDU nah, seitdem nach der Wende einige CDU-Politiker dafür gesorgt hatten, dass Holtzbrinck bevorzugt wird, als neue Radio-Lizenzen zu vergeben waren. Durch die CDU entwickelte sich die Holtzbrinck-Gruppe damals zum größten Hörfunkanbieter Deutschlands. Zuletzt hatte die Produktionsfirma AVE (Holtzbrinck Publishing Group) angekündigt, einen Film über das Leben der Kanzlerin zu drehen.

Mit Monika Schoeller kommt die Aufzählung des neuen deutschen Matriarchat im Medienbetrieb beinahe an das Ende: Laut Statistik folgt auf die Holtzbrincks mit Dieter Schaub ein Gesellschafter des Süddeutschen Verlags, ebenfalls mit gut 900 Millionen Euro. Schließlich finden sich auf der Liste noch die Miteigentümerin der WAZ-Gruppe Petra Grotkamp, mit etwa 600 Millionen Euro. Die Tochter des Firmengründers Jakob Funke hatte noch im Jahr 2012 eine Mehrheit an dem Verlag erworben.

Die WAZ-Gruppe, auch bekannt als Funke Mediengruppe, gibt zahlreiche Regionalblätter heraus und verfügt insbesondere im Rhein-Main-Gebiet über erhebliche publizistische Macht. Zwar galt die WAZ-Gruppe lange Jahre als SPD nah. Allerdings versicherte sich das Unternehmen unter Petra Grotkamp auch der Gunst des anderen Teils der Großen Koalition: Wie Abgeordnetenwatch berichtete, hat der Essener Konzern allein im Jahr 2014 insgesamt 15.000 Euro an die CDU gespendet.

Den unteren Bereich von Deutschlands reichsten Medienbesitzern belegen schließlich die Madsack-Familie mit geschätzten 300 Millionen Euro (Tageszeitungen, TVN Group, Redaktionsnetzwerk Deutschland). Auf Platz 590 liegt die Familie Neven DuMont (Bücher, Zeitungen) mit einem Vermögen von vermutlich 250 Millionen Euro.

In dieser illustren Gesellschaft müssen sich die Erben von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein geradezu verarmt vorkommen: Aus seinen fünf Ehen gingen vier Kinder hervor, welche sich angeblich mit jeweils 200 Millionen begnügen müssen.

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